Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  3. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  4. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  5. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  6. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  9. Zwei Formen - ein Ritus
  10. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  11. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  12. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  13. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  14. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  15. Euthanasie trotz dreimaligem Senatsveto

"Welche Kräfte hier im Hintergrund am Werk sind"

22. Mai 2019 in Österreich, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Österreichischer Bischof Zsifkovics kritisiert beim "Ibiza-Video" beide Seiten: Zum einen das Verhalten eines Spitzenpolitikers, das völlig inakzeptabel und voll abzulehnen ist, zum anderen die Umstände, wie hier jemand (hinein)gelegt wurde


Wien (kath.net)
Der österreichische Bischof Ägidius Zsifkovics (Diözese Eisenstadt) hat die Umstände des Regierungsbruchs in Österreich als „nicht förderlich für Europa“ bezeichnet. Im Gespräch mit "VaticanNews" sprach der Bischof von einem völlig unethischen Verhalten des abgetretenen Vize-Premiers Heinz-Christian Strache (FPÖ). Dies sei „völlig inakzeptabel“. Der Bischof fordert aber auch volle Aufklärung über die Hintergründe des verdeckt aufgenommenen Videos, welches Strache & Co. ihre politischen Ämter kostete. Der Bischof bezeichnete den Vorgang als "österreichisches Watergate" und meinte wörtlich: "Was da passiert ist, ist sehr komplex. Zum einen ist es das Verhalten eines Spitzenpolitikers, das völlig inakzeptabel und voll abzulehnen ist. Das andere sind die Umstände, wie hier jemand (hinein)gelegt wurde, und ich würde auch sagen, welche Kräfte hier im Hintergrund am Werk sind. Diese Kräfte, das ist etwas Grausames. Das ist auch abzulehnen. Ich möchte es nicht übertreiben, aber diese Affäre ist für mich ein österreichisches Watergate. Mit dem Unterschied, dass es noch immer eine unsichtbare Kraft gibt im Hintergrund, die voll aufgeklärt werden muss. Diese volle Aufklärung ist im Interesse der ganzen Bevölkerung, und da müssen alle Kräfte im Staat zusammenwirken."


Der Bischof erklärte dann, dass beide Seiten nicht moralisch einwandfrei agieren. "Weder die vor der Kamera, noch die hinter der Kamera. Aber ich muss auch ehrlich sagen, ich vertraue darauf, dass in Österreich die Demokratie und die Institutionen so stark sind und auch funktionieren, dass wieder Licht in diese moralische Sonnenfinsternis kommt. Papst Paul VI. hat von Österreich einmal als von der Insel der Seligen gesprochen. Ich weiß, er hat es positiv gemeint, aber auch diese Insel kennt ihre Sümpfe und hat auch wieder Arbeit, diese Sümpfe auszutrocknen und aufzuarbeiten, um wieder ins positive Licht in Europa und in der Welt gerückt zu werden", so der Bischof, der dann auch sagte, dass der Wähler viel konservativer sei, als wir annehmen. "Vor allem, wenn es um Geld, um Lüge und um Sex geht. Da fordern die Menschen auch immer diese alten zehn Gebote, den Dekalog ein. Und die strafen dann auch die Politiker und die Politik ab, wenn man sich nicht an diese Dinge hält.“

Foto Bischof Zsifkovics (c) Diözese Eisenstadt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Österreich

  1. Über 12.000 junge Menschen bei Loretto-Pfingstfest
  2. Ministerin Plakolm betont christliche Prägung Österreichs
  3. Erzbischof Lackner bei Loretto-Fest an Jugend: Pflegt eure Sehnsucht
  4. Katholische Kirche: Heuer österreichweit 29 Priesterweihen
  5. «Barbarische Zeiten»
  6. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  7. Ratzinger-Preis 2021 für zwei in Österreich lehrende Theologen
  8. Wien: 40 Tage Gebet gegen Abtreibung und für das Leben
  9. Österreich: Singen bei den Messen wieder erlaubt - Erleichterungen für Taufen und Trauungen
  10. Bischöfe sehen "unbedingtes Ja zum Leben in Frage gestellt"






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  8. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  9. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  10. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  11. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  12. Pornografie, NoFap und die Rückkehr der Selbstbeherrschung
  13. Zwei Formen - ein Ritus
  14. Rubio rechnet mit Linken ab: „Sie wissen nicht, wie man etwas schafft, also zerstören sie es“
  15. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz