Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  11. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  14. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

"Welche Kräfte hier im Hintergrund am Werk sind"

22. Mai 2019 in Österreich, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Österreichischer Bischof Zsifkovics kritisiert beim "Ibiza-Video" beide Seiten: Zum einen das Verhalten eines Spitzenpolitikers, das völlig inakzeptabel und voll abzulehnen ist, zum anderen die Umstände, wie hier jemand (hinein)gelegt wurde


Wien (kath.net)
Der österreichische Bischof Ägidius Zsifkovics (Diözese Eisenstadt) hat die Umstände des Regierungsbruchs in Österreich als „nicht förderlich für Europa“ bezeichnet. Im Gespräch mit "VaticanNews" sprach der Bischof von einem völlig unethischen Verhalten des abgetretenen Vize-Premiers Heinz-Christian Strache (FPÖ). Dies sei „völlig inakzeptabel“. Der Bischof fordert aber auch volle Aufklärung über die Hintergründe des verdeckt aufgenommenen Videos, welches Strache & Co. ihre politischen Ämter kostete. Der Bischof bezeichnete den Vorgang als "österreichisches Watergate" und meinte wörtlich: "Was da passiert ist, ist sehr komplex. Zum einen ist es das Verhalten eines Spitzenpolitikers, das völlig inakzeptabel und voll abzulehnen ist. Das andere sind die Umstände, wie hier jemand (hinein)gelegt wurde, und ich würde auch sagen, welche Kräfte hier im Hintergrund am Werk sind. Diese Kräfte, das ist etwas Grausames. Das ist auch abzulehnen. Ich möchte es nicht übertreiben, aber diese Affäre ist für mich ein österreichisches Watergate. Mit dem Unterschied, dass es noch immer eine unsichtbare Kraft gibt im Hintergrund, die voll aufgeklärt werden muss. Diese volle Aufklärung ist im Interesse der ganzen Bevölkerung, und da müssen alle Kräfte im Staat zusammenwirken."


Der Bischof erklärte dann, dass beide Seiten nicht moralisch einwandfrei agieren. "Weder die vor der Kamera, noch die hinter der Kamera. Aber ich muss auch ehrlich sagen, ich vertraue darauf, dass in Österreich die Demokratie und die Institutionen so stark sind und auch funktionieren, dass wieder Licht in diese moralische Sonnenfinsternis kommt. Papst Paul VI. hat von Österreich einmal als von der Insel der Seligen gesprochen. Ich weiß, er hat es positiv gemeint, aber auch diese Insel kennt ihre Sümpfe und hat auch wieder Arbeit, diese Sümpfe auszutrocknen und aufzuarbeiten, um wieder ins positive Licht in Europa und in der Welt gerückt zu werden", so der Bischof, der dann auch sagte, dass der Wähler viel konservativer sei, als wir annehmen. "Vor allem, wenn es um Geld, um Lüge und um Sex geht. Da fordern die Menschen auch immer diese alten zehn Gebote, den Dekalog ein. Und die strafen dann auch die Politiker und die Politik ab, wenn man sich nicht an diese Dinge hält.“

Foto Bischof Zsifkovics (c) Diözese Eisenstadt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Österreich

  1. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  2. Über 12.000 junge Menschen bei Loretto-Pfingstfest
  3. Ministerin Plakolm betont christliche Prägung Österreichs
  4. Erzbischof Lackner bei Loretto-Fest an Jugend: Pflegt eure Sehnsucht
  5. Katholische Kirche: Heuer österreichweit 29 Priesterweihen
  6. «Barbarische Zeiten»
  7. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  8. Ratzinger-Preis 2021 für zwei in Österreich lehrende Theologen
  9. Wien: 40 Tage Gebet gegen Abtreibung und für das Leben
  10. Österreich: Singen bei den Messen wieder erlaubt - Erleichterungen für Taufen und Trauungen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  3. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  4. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  5. X ist Nummer 1 unter Europas Nachrichten-Apps
  6. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  7. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  8. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  9. 'Gott ist gut'
  10. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  11. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  12. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  13. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  14. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  15. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz