Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. So fühlt sich Nachhausekommen an
  10. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konstoriums sind aufgetaucht

‚Viri probati‘ ODER die Suche nach einer billigen Lösung

6. November 2019 in Kommentar, 28 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Linzer Bischof Manfred Scheuer möchte "Viri probati", auch um vom eigenen, leeren Priesterseminar abzulenken. Gleichzeitig möchte er mit einer "Reform" Pfarrer fast völlig entmachten - Alle Macht den Laien? - Ein Kommentar von Roland Noé


Linz (kath.net/rn)
Hört nicht auf ihre Worte, sondern auf Ihre Taten! Mehrfach hat der Wiener Kardinal Christof Schönborn in den letzten Tagen den Vorrang des Weges der ehelosen Nachfolge Jesu betont, gleichzeitig aber immer wieder erklärt, dass es auch verheiratete Priester geben soll. Diese Worte des Kardinals mögen ehrlich gemeint sein, doch gleichzeitig zeigen die Taten seiner Bischöfe, wo es lang geht: dem Zölibat soll der Garaus gemacht werden. Man braucht ihn tatsächlich bald wohl gar nicht mehr dezidiert abschaffen, weil sich dieser Stachel im Fleisch durch falsche Bischofspolitik ohnedies bald erledigt haben könnte.

So hat diese Woche der Linzer Bischof Manfred Scheuer erneut den Wunsch nach "viri probati"-Priestern geäußert, eventuell um vom eigenen leeren Priesterseminar abzulenken, für das er Verantwortung trägt, und um etwas Beifall bei den Funktionären und in den Medien zu bekommen? Bischof Scheuer meinte in einem Interview ernsthaft, dass es zum Schaden der katholischen Kirche sei, wenn dieser Schritt nicht gemacht würde.


Auch das Frauendiakonat findet Scheuer erstrebenswert und fügt auf rätselhafte Art und Weise in einem aktuellen Interview hinzu, dass er sich für die zölibatäre Lebensform eine "stärkere Wertschätzung" wünsche. Wie bizarr! Wie sollen Jugendliche sich mit dem Thema Berufung und der Ganzhingabe ihres Lebens froh und unbelastet beschäftigen, wenn die eigenen Bischöfe in den Medien eine ewig schwelende und zermürbend- hoffnungslose „Zölibats-Debatte“ führen?

Wie wenig Unterstützung die Priester und Pfarrer in der Diözese Linz haben, zeigt die jüngste Diözeseanreform, die Bischof Scheuer wünscht. Obwohl 100 Priester nachweislich dagegen sind,
möchte der Bischof eine „Reform“ durchführen, durch die die Pfarrer de facto abgeschafft werden und stattdessen Laien die Leiterschaft übernehmen sollen.

Dabei: Eine Priestermangel gibt es im deutschsprachigen Raum fast nirgendwo, eher eine Mangel an Gläubigen, das zeigen jedes Jahr erneut deutlich die Kirchenstatistiken. In vielen Großstädten gibt an den Sonntagen sogar einen Priesterüberschuss. Hier könnte man wohl weiser verteilen und ländliche Regionen, in denen sonntags kein Priester für die Messfeier zu finden ist, versorgen. Möglich müsste es sein- ob der Wille dafür da ist, ist fraglich.

Es gibt durchaus auch nach wie vor Priesterberufungen- nur eben kaum mehr in Diözesen wie Linz, in denen das Priesteramt demontiert werden soll. Man betrachte die Zahlen: Im Studienjahr 2019/20 leben 9 Seminaristen und 2 Gäste im Priesterseminar Innsbruck (2 Seminaristen für die Diözese Innsbruck, 4 Seminaristen für die Diözese Feldkirch, 2 Seminaristen für die Diözese Linz, 1 Mönch aus dem Stift Schlierbach, 1 Gastpriester). Ein Blick ins überfüllte Priesterseminar Heiligenkreuz hingegen zeigt, dass junge Männer dorthin gehen, wo Gebet und gute Theologie gelehrt werden, dort, wo die Kirchenführung hinter ihren Priestern steht. Auch Priester aus dem Ausland, ganz konkret aus Afrika wären, wie man erfahren kann, bereit nach Linz zu kommen, doch die Diözese möchte das nicht. Warum?

Die Gretchenfrage ist und bleibt: Wie entstehen Priesterberufungen? Hier würde ein Blick in kleines französisches Dorf namens ARS genügen. Sich an den Mann zu wenden, der Patron für die Pfarrer und Priester der ganzen Welt ist: Johannes-Maria Vianney. Er hat klar gezeigt, was für Berufungen gemacht werden müsste: Gebet, Opfer, eine betende Theologie, die sich auf Gott ausrichtet- und Vorbilder im Priestertum. Das würde genügen, um Priesterseminare in Linz, Innsbruck oder anderswo in einigen Jahren wieder zu füllen. Wollen Bischof Scheuer oder andere Bischöfe das überhaupt?


Kontakt Bischof Scheuer


Archivfoto


Foto: (c) Diözese Linz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Linz

  1. ‚Maria pride den Mantel aus‘ – Wie die 'Katholische Jugend' der Diözese Linz Maria verhöhnt
  2. Strukturreform der Diözese Linz – Es gibt wieder neue Einsprüche!
  3. Diözese Linz: Umstrittene "Marienfigur" wird nicht mehr im Mariendom aufgestellt
  4. Umstrittene Marienstatue im Linzer Dom ist ‚Verneinung dessen, was Maria wirklich ist’
  5. Strukturreform in der Diözese Linz - Rom hat Einsprüche angenommen - Bearbeitungsfrist erweitert!
  6. Für Innsbrucker Bischof Glettler ist Linzer Skandal-Bild 'Art Korrektiv' zu bisherigen Marienfiguren
  7. Aufstand kroatischer Katholiken gegen die umstrittene Muttergottes-Statue in Linz!
  8. "Liebe Muttergottes, es tut mir unendlich leid, ..."
  9. Wer möchte, dass seine Mutter mit gespreizten Beinen öffentlich dargestellt wird?
  10. Eine 'Skulptur der Hässlichkeit' im Linzer Dom - Figur wurde am Montag der Kopf abgesägt!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  11. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  12. Gott schütze Venezuela!
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. So fühlt sich Nachhausekommen an
  15. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz