Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertuscher Ratzinger? – Was wirklich in dem Münchner Missbrauchs-Gutachten steht
  2. Münchner Gutachen - Überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum 1945 bis 2019
  3. Black Thursday – Gott schütze Österreich!
  4. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  5. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  6. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  7. Nur noch 12 Prozent der Deutschen vertrauen der katholischen Kirche, Tendenz fallend
  8. Papst: Bei Missbrauch Kirchenrecht mit "Strenge" anwenden
  9. Progressiver Journalist will alle Kinder vom Staat erziehen lassen
  10. 'Kultur des Todes' - Macron möchte Recht auf Tötung Ungeborener als EU-Grundrecht!
  11. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  12. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  13. Papst beauftragt erstmals offiziell Frauen mit Lektorinnendienst
  14. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt
  15. 2G und die Nötigung durch einen totalitären Staat

Der Startschuss muss kein lauter Knall sein

29. Juni 2020 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Große Mehrheit der Bischöfe steht hinter ‚Synodaler Weg‘ – Aber Voderholzer: „eine Minderheit von Bischöfen ist von der Sorge erfüllt, dass die wahren Probleme nicht angegangen werden“ – Gastbeitrag von Hubert Gindert/Forum Deutscher Katholiken


Bonn (kath.net/Forum Deutscher Katholiken) Der seit Jahrzehnten andauernde beklagenswerte Zustand der deutschen Ortskirche hat nicht seine Ursache in zu wenig Geld, sondern dass sie zu viel davon hatte. Die „Entweltlichung“, die Benedikt XVI. in Freiburg mit dem Wort angemahnt hatte: Eine „von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche, kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden“ fand nicht statt. Jetzt geschieht, was Benedikt in Freiburg auch gesagt hat, dass „die Geschichte der Kirche durch Epochen der Säkularisierung zu Hilfe kam, die zu ihrer Läuterung und inneren Reform wesentlich beigetragen haben“.

 

Ein bekannter Kirchenhistoriker hat einmal geäußert: Die Säkularisierung musste kommen, weil in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mehr Reichsfürsten als loyale Mitarbeiter des Papstes waren. Wie immer bei „Entweltlichung“ mussten in der Säkularisation auch gute Bischöfe und vitale katholische Klöster die Folgen mittragen, weil ungetreue Verwalter von sich aus nicht bereit waren, die Verhältnisse in Ordnung zu bringen. Antiklerikale Politiker, wie Mongelas u. co. die Situation in ihrem Sinne geregelt haben. Ein jüngeres Beispiel für vertane Entweltlichung ist der Weltbildverlag, der einmal im Eigentum und in der Verantwortung deutscher Bistümer stand. Der Weltbildverlag hat einen Teil seines Umsatzes mit Pornographie und Satanismus erwirtschaftet. Die verantwortlichen Bischöfe wurden durch umfangreiche Dokumentationen auf den Übelstand hingewiesen. Geändert wurde nichts, bis der finanzielle Crash das Problem löste. Der massive Kirchensteuereinbruch wird überfällige Reformen erzwingen. Was soll mit dem weniger Geld geschehen?

 

Guido Horst (Vatikan, 6-7/2020, S.3) zitiert den Pastoraltheologen Andreas Wollbold. Dieser sprach sich dafür aus „lebendige Zentren der Kirche zu stärken“. Einzelne glaubensstarke Gemeinschaften sollten in „schöpferischer Destruktion“ mit der verbleibenden Kirchensteuer gefördert werden. Horst meint „die Bischöfe sollten sich ein Herz fassen und in die Hot Spots des Glaubens investieren. Der „Synodale Weg“, der nur in einer großen Frustration enden kann, ist das mit Sicherheit nicht. Nur: die große Mehrheit der Bischöfe steht hinter diesem „Synodalen Weg“. Der Versuch, von Woelki und Voderholzer ihn zu einem Hot Spot umzuwandeln, wurde auf der Versammlung der Bischöfe am 15. September 2019 abgeschmettert. Voderholzer gab damals zu Protokoll „dass es zumindest eine Minderheit von Bischöfen gibt, die von der Sorge erfüllt ist, dass die wahren Probleme nicht angegangen werden“…

 

Horst meint „die überwiegende Mehrzahl der Priester wäre bereit, mit missionarischem Geist einen Aufbruch in die Neuevangelisierung mitzutragen“. Weiter auch viele Laien stünden bereit, die Priester dabei zu unterstützen. Beides ist nicht so sicher. Aber die Reformer in der Kirche waren nie die große Zahl. Es waren meist Einzelpersonen, die die ersten Schritte vielfach allein aber mit dem heiligen Geist gegangen sind. Der Startschuss muss kein lauter Knall sein.

 

Der Anfang einer Neuevangelisierung könnte nach Bischof Voderholzer auch so aussehen, dass reformwillige Gläubige die Möglichkeiten eines kirchlich gelebten Glaubens kennenlernen. Voderholzer meint, die Katholiken sollten die Auskunftsfähigkeit über den Glauben stärken, sprachfähig und sprachwillig werden nach dem Wort „seit bereit Rede und Antwort zu geben über den Grund eurer Hoffnung“ (vgl. 1 Petrus 3 15). Ein weiterer Schritt wäre die Selbstvergewisserung im Glauben:

 

• Wo zeigt sich der Glaube in meinem Leben?

• Was würde mir ohne Gott und Kirche fehlen?

• Warum ist mir die heilige Messe am Sonntag wichtig?

• Wer hat mich eigentlich zum Glauben geführt?

• Wer hat mir Jesus nahe gebracht?

• Welches Glaubenszeugnis hat mich so beeindruckt, dass ich ohne es nicht sein möchte? (zitiert nach: kath.net, 10.03.2020)

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 29. Juni 2020 

Was mich ein wenig stört

"Wer hat mir Jesus nahe gebracht?"
sollte es nicht besser heissen: "Wer hat mir Christus nahe gebracht?" Wir nennen uns doch Christen und nicht Jesuaner, ja nicht einmal "Nazoräer" wie die ersten Christen genannt wurden. Und wäre es mit dem Begriff Christus nicht viel leichter die Mahnung unseres Heiligen Vaters ernst zu nehmen: «Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.»?


2
 
 girsberg74 29. Juni 2020 
 

Alle großen Wahrheiten sind einfach,

wie von Hubert Gindert dargelegt; sie stützen sich im Kern nicht auf Geld.

Verschwinden muss daher die bürgerlich formalisierte Kirchenmitgliedschaft, wie sie durch den Zwangsbeitrag Kirchensteuer gegeben ist. Geld (Karrieren) zieht nicht die glaubwürdigsten Leute an.

Eine glaubwürdige Kirche wird, wie jedes andere glaubwürdige Anliegen, immer die Mittel erhalten, die erforderlich sind. - Freiwillig!


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Forum Deutscher Kath

  1. Sonst kann jeder tun, was ihm entspricht
  2. Gibt es einen Gott? Die nicht enden wollende Frage der Theodizee
  3. Forum Deutscher Katholiken: Die Römische Instruktion „hat unsere volle Unterstützung!“
  4. Was sie anprangert, möchte sie selber: Macht!
  5. „Eine herbe Enttäuschung“
  6. „In Kirche erleben wir einen seit Jahren gewachsenen Glaubensabfall“
  7. Gott will mit uns leben in allen Dingen

Synodaler Weg

  1. Teilnehmerin am Synodalen Weg wirft Kardinal Woelki Machtmissbrauch vor
  2. Kardinal Pell zum Synodalen Weg: ‚Wir brauchen keine zweite protestantische Kirche’
  3. Bätzing: Voderholzers Protestbrief ist angekommen, Vorwurf des Verfahrensfehlers wird geprüft
  4. Bischof Voderholzer: „Ich protestiere gegen dieses Vorgehen!“
  5. „Diese katholischen Frauen-Initiativen haben eine ganz klare Agenda“
  6. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  7. Suizidaler Weg






Top-15

meist-gelesen

  1. Vertuscher Ratzinger? – Was wirklich in dem Münchner Missbrauchs-Gutachten steht
  2. Black Thursday – Gott schütze Österreich!
  3. Dossier: der Papst und der Missbrauch in der Kirche
  4. Münchner Gutachen - Überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum 1945 bis 2019
  5. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  6. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  7. Mai 2022 - kath.net-Lesertreffen in Kroatien
  8. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  9. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  10. "Ich bin als Protestant auf der Seite von Benedikt!"
  11. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  12. Emeritierter Feldkircher Bischof Fischer verstorben
  13. 2G und die Nötigung durch einen totalitären Staat
  14. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt
  15. 'Kultur des Todes' - Macron möchte Recht auf Tötung Ungeborener als EU-Grundrecht!

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz