Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Ist Jesus der Herr?
  14. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  15. Und die Kirche hat doch Recht

Gibt es einen Gott? Die nicht enden wollende Frage der Theodizee

14. August 2020 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Corona-Pandemie ist auch eine Chance zur Umkehr – Doch „die deutsche Ortskirche wird mit dem ‚Synodalen Prozess‘ weiterfahren und sich noch mehr dem Zeitgeist unterwerfen.“ Gastkommentar von Hubert Gindert/Forum Deutscher Katholiken


Bonn (kath.net/Blog Forum Deutscher Katholiken) Wer im Fernsehen sieht, wie Corona-Tote in Brasilien oder in Südafrika bestattet werden, wird auch mit seiner Gottesvorstellung konfrontiert: Gibt es einen Gott, wie ist er und was hat er mit meinem Leben zu tun? Wie Gott ist, hat uns Jesus in seinen Gleichnissen erzählt. Die Gottesfrage bestimmt unsere Sicht von Welt und Kirche, nicht aber die Themen, mit denen sich der „Synodale Weg“ befasst. Diese Fragen haben viele inzwischen für sich gelöst. Das hat auch damit zu tun, dass sie von den meisten Bischöfen und Pfarrern nicht aufgegriffen oder nicht im Sinn der kirchlichen Lehre verständlich gemacht werden.

Gottesleugner sind mit ihrem Urteil schnell bei der Hand. Einem Gott, der so ein Elend zulässt, „müsse die Menschheit den Krieg erklären“, hat einmal Voltaire gesagt. Gemeint war die katholische Kirche. Andere äußern „die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert“ (Stendhal).


„Die Dynamik der mächtigen Geschichtsströmungen wird oft unterschätzt“ (Benedikt XVI.). Sie wird heute von den Massenmedien in die letzte Stube getragen. Am 23. April 2020 veröffentlichte die Website der Deutschen Bischofskonferenz eine soziologische Studie über die Christen Deutschlands. Dort heißt es: … „die meisten Kirchenmitglieder glauben nicht an die Auferstehung und zweifeln an der Existenz Gottes“. Gefragt, wie man die Corona-Pandemie deuten solle, antworten die Bischöfe: „Auf keinen Fall darf das Geschehen als Strafe Gottes bezeichnet werden“. Auf das ob und was uns Gott damit sagen will, lassen sich die meisten Bischöfe lieber nicht ein. Anders Bischof Rudolf Voderholzer (Regensburg). Er sieht einen Zusammenhang zwischen der Pandemie und ihren Auswirkungen als „Folge einer Kette von Schuld und menschlichem Versagen, in der sich menschliche Hybris, Stolz, Leichtsinn und Profitgier zu einer unheilvollen Allianz verbinden“ und „dass wir uns selbst bestrafen, wenn wir uns nicht an den Lebensweisungen Gottes orientieren“ und er fordert eine „Gewissenserforschung und ein Umdenken“. Letzteres ist das Wort, mit dem Jesus Christus sein Heilswerk beginnt: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium“. Auch Jesus geht es um Befreiung, nämlich um ein Freiwerden von der Versklavung durch die Sünde.

Die Corona-Pandemie ist auch eine Chance zur Umkehr. Wird sie vertan, wird die Politik versuchen die Folgen mit einem Milliardenprojekt zu beseitigen. Die deutsche Ortskirche wird mit dem „Synodalen Prozess“ weiterfahren und sich noch mehr dem Zeitgeist unterwerfen. Das wollen nach einer repräsentativen Umfrage von Insa Consulere 48% der Befragten nicht. Immerhin!

Die Geschichte der Reformatoren in der Kirche zeigt, dass „wahre Erneuerung aus einem tieferen Gehorsam gegenüber der Botschaft des Evangeliums, aus einer verstärkten Bemühung um Katechese und Verkündigung, sowie aus einer radikalen Christusnachfolge erwachsen sind“. (Voderholzer) Damit sind schon konkrete Schritte angesprochen, die zu einer Selbstvergewisserung im Glauben und im Gottesbild führen. Jesus hat uns gezeigt, wie Gott ist: Er feiert ein Fest, wenn der verlorene Sohn zurückkehrt. Er gibt der Ehebrecherin mit der Verzeihung ihre Würde zurück. Er verspricht dem reuigen Schächer das Paradies. Selbst das Wort „ihr wisst weder den Tag noch die Stunde“ ist Fürsorge, keine Drohbotschaft, sondern Frohbotschaft.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Forum Deutscher Kath

  1. Papst kann die Lehre nicht ändern
  2. Sonst kann jeder tun, was ihm entspricht
  3. Forum Deutscher Katholiken: Die Römische Instruktion „hat unsere volle Unterstützung!“
  4. Was sie anprangert, möchte sie selber: Macht!
  5. Der Startschuss muss kein lauter Knall sein
  6. „Eine herbe Enttäuschung“
  7. „In Kirche erleben wir einen seit Jahren gewachsenen Glaubensabfall“
  8. Gott will mit uns leben in allen Dingen
  9. Derzeitige Wirren erinnern an Arianische Wirren des 4. Jahrhunderts
  10. „Die Sorge der lehramtstreuen Katholiken bleibt bestehen“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz