Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Im Namen von Gerechtigkeit und Freiheit geschieht sehr viel Unrecht, ABER ...

2. Juli 2020 in Jugend, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Lassen wir nicht zu, dass das getane Unrecht immer mehr den Blick ihrer Seele verdunkelt. Du kannst ganz konkret helfen, diese Menschen zu Heiligen zu formen. Lasst uns jetzt beginnen. Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Im Namen von Gerechtigkeit und Freiheit geschieht sehr viel Unrecht.  Ich denke, die momentanen Aufstände in den USA, die nach dem Tod von George Floyd ausgebrochen sind, sind nur eines von vielen aktuellen Beispielen.

 

Dass die Festnahme des Afroamerikaners mit dessen Tod endete, ist ohne Frage schrecklich. Dennoch lässt sich kein Recht herbeiführen, indem man Unrecht mit Unrecht vergeltet. Die Proteste, die an dieses Ereignis anschlossen, führten zum Mord an vielen weiteren Menschen, sie führten zur Forderung der Abschaffung der Exekutive (was zu einem System führt, indem nur der Stärkere eine Überlebenschance hat) und Statuen bedeutender Persönlichkeiten, wie des Heiligen Junipero Serra, der für die Rechte indigener Völker eintrat, wurden teils ohne kritisches Überlegen entfernt.

 

Ich möchte hier jedoch nicht über den Fall George Floyd sprechen, sondern mit Dir zunächst auf andere gesellschaftliche Zustände blicken, in deren Fußstapfen die Art der Reaktion auf Floyds Tod steht. Was zurzeit in den USA vor sich geht, soll Freiheit und Gerechtigkeit gewährleisten.  Das Mittel zum Zweck ist jedoch Gewalt, Anarchie und Tod. Wenn wir nun in die Gesellschaft blicken, sehen wir Folgendes: Es gibt Abtreibung und künstliche Verhütungsmittel, um der Verantwortung von Taten aus dem Weg zu gehen. Sie sollen Freiheit gewährleisten. Es gibt künstliche Befruchtungen, um selbst entscheiden zu können, wann und welches Kind geboren wird. Sie sollen Freiheit gewährleisten. Es gibt Selbstmorde und Möglichkeiten der aktiven Sterbehilfe, um selbst zu entscheiden, wann das Leben enden soll. Sie sollen Freiheit gewährleisten. Es gibt Geschlechtsumwandlungen, um die eigene Identität zu verändern. Sie sollen Freiheit gewährleisten. Es gibt offene Partnerschaften, um sich von der Treue zu verabschieden. Sie sollen Freiheit gewährleisten. Es gibt Eheverträge und Scheidungen, um das eigene Schicksal nicht für immer von einem Partner abhängig zu machen. Sie sollen Freiheit gewährleisten.


 

Diese Liste könnte man noch lange fortsetzen. All diesen Beispielen ist jedoch eines gemeinsam: Um die ultimative Freiheit zu erreichen, wird nicht davor zurückgeschreckt sich selbst über Gott zu erheben und die Würde des Menschen anzutasten.

 

All diese Umstände machen mich sehr traurig, doch wir können aus ihnen lernen. Wir können lernen, wie man mit dem Streben nach Freiheit nicht umgehen sollte. Außer man zielt direkt eine Spirale des Todes in der Gesellschaft an, denn genau dazu führen all diese Akte des Unrechts und der Gottvergessenheit.

 

Die ultimative Freiheit, ein hohes Gut. „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.“, heißt es in Dtn 5,6. Sowohl hier als auch in der Parallelstelle Ex 20,2 spricht Gott davon, dass er Israel aus dem Sklavenhaus geführt hat. Das heißt, er hat das Volk in die Freiheit geführt. Schon diese irdische Freiheit kann aber klarerweise nur dann bestehen bleiben, wenn sich Israel an die Gebote Gottes hält. Sie dienen zur Gerechtigkeit, damit zur Freiheit und schlussendlich dienen sie dem Leben. Die Heiligkeit findet ihre Konkretisierung im Halten der Gebote Gottes und schenkt so Freiheit, indem sie von den Fesseln der (geistigen) Sklavenschaft freisetzt. Die Heiligkeit macht frei für Gott, in dem die ultimative Freiheit zu finden ist.

 

Als Christen wissen wir das. Aber viele wissen es nicht. Mein heutiger Beitrag zielt darauf ab, Dich zum Gebet anzuregen. Und zwar zu einem der Gebete, die ich für die Wirkmächtigsten halte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34)

 

Vielleicht fragst du dich jetzt, was für eine Antwort dieser Bibelvers auf all das Unrecht und das falsche Streben nach Freiheit sein soll. Soll man einfach nur um Vergebung für die Täter beten und schweigen? Nein, das meine ich definitiv nicht. Es ist gut, seine Stimme zu erheben, wo Unrecht geschieht und wo ein falsches Bild von Gerechtigkeit gezeichnet wird. Es ist gut für die Wahrheit einzutreten. Doch wenn wir merken, dass sich ein Kreisel des Unrechts bildet, der immer mehr Opfer mit sich bringt, dann lasst uns dennoch friedfertig bleiben. Dann lasst uns beten für die geistige Freisetzung derer, die das Unrecht, das sie tun, nicht erkennen können. Ich bin überzeugt, dass all diese Akte des Unrechts, der Gewalt und des Todes aus einer Blindheit gegenüber der wahren Gerechtigkeit, der Liebe und darin Gott entstammen. Ich bin überzeugt, dass wohl der Großteil derer, die im Namen des Todes handeln selbst tiefe Verletzungen in sich tragen, abgestorbene Teile, derer sich niemand annimmt. Seien wir es, die ihnen mit freisetzender Liebe begegnen. Beten wir um die Vergebung, wo sie der Liebe etwas schuldig geblieben sind. Tragen wir zur Erbauung ihrer Seelen bei, damit auch sie erkennen können, worin die ultimative Freiheit liegt. Lassen wir nicht zu, dass das getane Unrecht immer mehr den Blick ihrer Seele verdunkelt. Du kannst ganz konkret helfen, diese Menschen zu Heiligen zu formen. Lasst uns jetzt beginnen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  3. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  4. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  5. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  6. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  7. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  8. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  9. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  10. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  11. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  12. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  13. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  14. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz