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Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘vor 6 Stunden in Weltkirche, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Er wolle keine Religion, keinen Himmel und keinen Gott, für die er töten oder sterben müsse, sagte Bischof Staglianò, Präsident der Päpstlichen Akademie für Theologie. Dies habe bereits Jesus Christus verkündet, behauptet er.
Rom (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Der Präsident der Päpstlichen Akademie für Theologie, Bischof Antonio Staglianò, hat in einem Video auf Instagram John Lennons Lied „Imagine“ zu einem „universellen Friedenslied“ erklärt und festgestellt, er stimme dessen zentraler Botschaft weitgehend zu.
In dem am 18. Mai 2026 veröffentlichten Video sagt Staglianò wörtlich: „Lassen Sie uns die Religion abschaffen, lassen Sie uns Gott abschaffen, lassen Sie uns den Himmel abschaffen. Wer sagt das? John Lennon, im schönsten Lied der Welt: Imagine.“
Der Bischof interpretiert das Lied als Aufruf, jede Religion abzulehnen, „für die ich töten oder sterben muss“. Er stellt dabei den katholischen Himmel der Kreuzzüge auf eine Stufe mit dem Wikinger-Paradies Walhalla und dem Paradies-Verständnis islamischer Fundamentalisten. Alle drei seien Vorstellungen, für die Menschen Gewalt ausüben oder in den Tod gehen würden. 
Staglianò betonte weiter: „Ich will keine Religion, für die ich töten oder sterben muss, keinen Himmel, für den ich töten oder sterben muss, und keinen Gott, für den ich töten oder sterben muss.“ Dies sei bereits zweitausend Jahre zuvor von Jesus von Nazareth gesagt worden.
Der Bischof behauptete zudem, Jesus habe vor dem Hohenpriester Kaiaphas klargestellt, dass Gott („mein Abba“) nicht für gewalttätige Handlungen im Alten Testament verantwortlich sei – etwa den Tod der Erstgeborenen Ägyptens oder die Befehle an Saul. Stattdessen sei Gott „immer und nur Liebe“.
Kritiker werfen Staglianò vor, mit dieser Position eine bereits in der frühen Kirche verurteilte Häresie zu vertreten: den Marcionismus. Dieser lehrt, dass der Gott des Alten Testaments ein anderer (und oft als gewalttätig abgelehnter) Gott sei als der liebende Vater Jesu Christi. Die Kirche lehnt diese Trennung entschieden ab. Jesus selbst erklärte im Neuen Testament ausdrücklich, er sei nicht gekommen, das Gesetz und die Propheten aufzuheben, sondern zu erfüllen (Mt 5,17).
Nach massiver Kritik in den sozialen Medien veröffentlichte der Bischof am 22. Mai ein weiteres Video, in dem er seine Aussagen nicht relativierte, sondern verteidigte. Er wies den Vorwurf der Häresie zurück und erklärte, wer ihn für häretisch halte, habe selbst offensichtlich eine gewisse Verwirrung in Bezug auf die Lehre im Kopf. Schließlich sei er ein Bischof und darüber hinaus Präsident der Päpstlichen Akademie für Theologie. Folglich könne er kein häretischer Bischof sein.
Antonio Staglianò wurde 2022 von Papst Franziskus zum Präsidenten der Päpstlichen Akademie für Theologie ernannt. Die Akademie wurde 1718 gegründet und soll theologische Forschung im Einklang mit dem Lehramt der Kirche fördern. Staglianò gilt als Vertreter der sogenannten „Pop-Theologie“, die eine vereinfachte und populäre Sprache in der Glaubensverkündigung anstrebt. Er war bereits früher mit kontroversen Positionen, unter anderem im Dialog mit der Freimaurerei, in Erscheinung getreten.
Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei
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Lesermeinungen| | Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 3 Stunden | | | | Jedes Marienlied ist hundertmal schöner! Beim Lesen des Artikels habe ich bei mir gedacht: "Was für 'Irrlichter' doch im Vatikan in hohen Ämtern herumlaufen."
Wenn ein hoher Bischof nun kommt und behauptet, dass John Lennons Song "Imagine" das schönste Lied der Welt sei, dann antworte ich als einfacher gläubiger Katholik: Jedes Marienlied ist hundertmal schöner, tiefsinniger und tiefgründiger, und das Ave Maria gar tausendmal, mindestens!
Wenn man dann liest, dass Bischof Bischof Antonio Staglianò mit der Freimaurerei "dialogmässig" verbändelt sei, dann begreift man zu ahnen, warum Padre Pio - wenn ich es richtig im Gedächtnis habe - den Priester Gabriele Amorth den Auftrag gegeben hat, gegen die Freimaurerei in Rom vorzugehen. Im Übrigen gibt es im AT, verteilt auf die verschiedensten Bücher, 330 Prophezeiungen, die alleine auf den künftigen Messias gemünzt sind, neben den vielen anderen Prophezeiungen, die sich entsprechend alle erfüllt haben. Das und vieles mehr spricht für die "Echtheit des Gottes" im AT. |  0
| | | | | stenov vor 4 Stunden | | | | Unzulässige Vermischung Der Denkfehler des Bischofs beginnt bereits mit der Vermischung von Töten und Sterben. Es macht einen Riesenunterschied, ob jemand meint, er müsse für Gott töten ODER für seinen Glauben selbst in den Tod gehen. Überspitzt formuliert: Terroristen und Märtyrer sind nicht dasselbe. |  3
| | | | | Christianlay vor 5 Stunden | | | | Ein Kryptomarcionit als Vaticanbishof Die Behauptung, Jesu habe sich von gewalttätigen Handlungen Gottes, die das Alte Testament bezeugt, distanziert, ist eine kryptomarionitische Position, daß der Gott des AT nicht mit dem Jesu vereinbar sei.Jesus Christus hat sich nie vom Gott Abrahams distanziert. Zudem fordert dies Lied die Abschaffung jeder Religion!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot |  3
| | | | | SalvatoreMio vor 6 Stunden | | | | Bischof Staglianò, Präsident der Päpstlichen Akademie für Theologie Da begibt der gute Mann sich wahrhaft auf Glatteis! Dennoch: dieses Lied, diese Melodie von John Lennon, hat mich magisch angezogen und ist gewiss der Traum von uns allen - der Traum von immerwährendem Frieden. - Aber unser Glaubensbekenntnis ist realistischer: "Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den SCHÖPFER DES HIMMELS UND DER ERDE". Schauen wir in die SCHÖPFUNG, da sehen wir viele gegensätzliche Kräfte, die ständig wirken: Leben und Tod; Frühling und Winter; gefährliches Gewitter, das gleichzeitig die Natur belebt; tierische Rivalen, die aufgrund harter Kämpfe die Gesundheit der Gattung erhalten; unsere Ernährung, deretwegen Früchte und Tiere verzehrt werden; unsere persönliche Entwicklung vom Embryo zum Erwachsenen: alles ist mit "Kampf" verbunden, der Sinn macht und unerlässlich ist. Darum ist der Inhalt des Liedes letztendlich nur Träumerei. |  3
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