Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  4. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  5. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  6. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  7. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  8. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  9. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  10. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  12. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  13. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  14. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“
  15. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"

Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder

2. Juli 2020 in Kommentar, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Haben wir keine anderen Sorgen, als „Black Lives Matter“ zuliebe billige Betroffenheitsrituale zu zelebrieren? Ein Kommentar von Karl-Peter Schwarz


Wien (kath.net/Kairos.Blog)

Eine Kollektivschuld gibt es weder rechtlich noch moralisch. Dennoch werden „die Weißen“ kollektiv des Rassismus und seiner Verbrechen bezichtigt.

 

Aus Anlass des Todes des schwarzen Amerikaners George Floyd mahnte mich ein Freund: „Du bist ein weißer Mann wie ich, knie auch du dich einmal nieder, zeige ein wenig Pietät, wenigstens einmal.“ Auf Knien betet man zu Gott für die Seelen der Toten. Aber das hatte mein Freund nicht im Sinn. Er lud mich nicht ein, für Floyd zu beten, sondern er forderte zu einer politischen Geste auf, die Schuld des „weißen Mannes“ zu bekennen. Tut mir leid, dazu bin ich nicht bereit.

 

Es ist wohl kein Geheimnis, dass die USA die brutalsten Polizisten der westlichen Welt haben. Immer wieder sterben Amerikaner durch unverhältnismäßige Polizeigewalt. Der Anteil der schwarzen Opfer ist größer, was unter anderem auch damit zusammenhängt, dass die Kriminalitätsrate in der schwarzen Bevölkerung deutlich höher ist. Ob Derek Chauvin und die drei mutmaßlichen Mittäter – von denen einer afrikanische und ein anderer südostasiatische Vorfahren hat – aus Rassismus oder aus anderen Gründen getötet haben, wird ein Gericht untersuchen. Ihm obliegt das Urteil über die Schuld der Angeklagten.


 

Wie immer es ausfallen sollte, Floyds gewaltsamer Tod rechtfertigt nicht die Gewalttaten, die sich gegen das Leben und das Eigentum der Bürger richten. Der pensionierte schwarze Polizeioffizier David Dorn und viele andere wurden von Plünderern erschossen. Und mit diesem Mob soll man sich solidarisieren? Übrigens ist es schon sehr merkwürdig, dass der Tod Floyds Millionen Europäer zu Demonstrationen animiert, während es sie völlig gleichgültig lässt, dass in ihrer nahöstlichen und afrikanischen Nachbarschaft fast täglich Dutzende Menschen abgeschlachtet werden, weil sie Christen sind.

 

Ich war vier, als ich zum ersten Mal einen schwarzen US-Soldaten sah. Ich rubbelte an seiner Haut, um die Farbechtheit zu überprüfen, denn bei uns zu Hause verdunkelten die Menschen im Fasching ihre Identität mit Schuhpaste. Für die Afrika-Mission sammelten blecherne Negerlein, die nickten, wenn man einen Schilling einwarf. Wir dachten uns nichts dabei, wenn wir uns Negerbrot und Indianerkrapfen kauften, aber weitere rassistische Exzesse sind mir nicht in Erinnerung.  Und ich verspüre gar keine Neigung, mich für Verbrechen entschuldigen, die meine Vorfahren nicht begangen haben.

 

Rassismus war bis in die 1970er-Jahre kein Thema. Wien wandelte sich erst allmählich in eine Metropole, die Menschen aus der ganzen Welt anzog. Die Stadt erwachte aus dem Koma, sie wurde offener und bunter. Die Zuwanderer assimilierten sich zunächst bereitwillig. Aber je mehr kamen, desto geringer wurde die Bereitschaft zur Anpassung. Obwohl Ressentiments gegen Ausländer immer offener zu Tage traten und rassistische Züge annahmen, ignorierten Politiker und Journalisten besorgte Warnungen vor den negativen Folgen der multikulturellen Überforderung. Straftaten im Migrantenmilieu wurden übersehen, verschwiegen oder relativiert. Dieselben Leute stellen die Polizei und die Behörden jetzt unter den Generalverdacht des „strukturellen Rassismus“. Berlin hat in einem Antidiskriminierungsgesetz sogar die Beweisumkehr verankert. Wenn ein Verdächtiger einem Polizisten Rassismus vorwirft, muss der Polizist den Gegenbeweis antreten.

 

Indes prügeln sich in Wien türkische Rechtsextreme aus dem Arbeitermilieu mit linksextremen Sprösslingen des Bürgertums. In Stuttgart reagiert eine mit Stangen und Steinen gerüstete „Partyszene“ ihren Frust ab, indem sie Geschäfte plündert und auf Polizisten eindrischt.

 

Haben wir keine anderen Sorgen, als „Black Lives Matter“ zuliebe billige Betroffenheitsrituale zu zelebrieren? Das Gerede von der Schuld des „weißen Mannes“ lenkt nur von dem echten Problem ab, mit dem Österreicher und Deutsche konfrontiert sind, nämlich vom militanten Antisemitismus der alten und der neuen Nazis sowie der muslimischen Zuwanderer.

 

Hintergrundinformation: Karl-Peter Schwarz schreibt dazu auf Twitter: "Diese Glosse wurde von der "Presse" abgelehnt. Eine Begründung wurde mir bisher nicht mitgeteilt. Ich stelle daher meine Kolumne in der Zeitung ein, für die ich früher u.a. als stv. Chefredakteur und Prager Korrespondent gearbeitet habe."

 

In eigener Sache: Karl-Peter Schwarz ab sofort neuer Kolumnist bei kath.net! Wir freuen uns!

 

Foto: Blacklivesmatter-Aktivisten greifen in USA in St. Louis einen betenden Katholiken an!

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  2. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  3. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  4. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  5. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein
  6. Eine Kathedrale in Istanbul - und eine in Nantes
  7. US-Stadt will barbusige Frauen in öffentlichen Parks erlauben
  8. „Wäre das Kinderkopftuch eine christliche Tradition, wäre es schon lange verboten“
  9. CNN-Moderator Chris Cuomo: Amerikaner "brauchen keine Hilfe von oben"
  10. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  8. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  9. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  10. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  11. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  12. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  13. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  14. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  15. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz