Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. So fühlt sich Nachhausekommen an
  6. Menschenrecht auf Abtreibung?
  7. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  8. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  11. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  12. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds

Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht

10. August 2020 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Bertram: Edith Stein, eine Afra des Jahrhunderts. Beide Frauen seien „burning persons“, Zeuginnen, die für Jesus und sein Evangelium brannten.


Augsburg (kath.net/pba) Einer, wie er sie nannte, „Afra des 20. Jahrhunderts“ hat Bischof Bertram am Sonntag in seiner Predigt anlässlich des Afrafestes gewidmet: der heiligen Edith Stein. Beide Frauen seien „burning persons“, Zeuginnen, die für Jesus und sein Evangelium brannten, sagte er in der Basilika St. Ulrich und Afra. Edith Stein sie es immer darum gegangen, die Wahrheit treu und beständig zu suchen.

 

Bereits als Dreizehnjährige habe Edith selbstständig sein wollen, sich bewusst das Beten abgewöhnt und bis zu ihrem 21. Lebensjahr als Atheistin erklärt. Aber als suchende junge Frau sei sie immer der Wahrheit auf der Spur gewesen. Diese Suche nach der Wahrheit in allen Dingen habe sie gefesselt, sie sei im Laufe ihres Lebens „noch intensiver, noch reiner und klarer“ geworden. 


 

Schließlich habe sie nach der Lektüre einer Lebensbeschreibung der Heiligen Theresa von Avila über Nacht das gefunden, was sie über viele Jahre gesucht hatte: die in Jesus Christus Mensch gewordene Wahrheit, die ewige Weisheit Gottes. Diese Wahrheit habe sich für Edith immer deutlicher auch als sie bestimmendes Kreuz abgezeichnet und im Kreuzweg zugespitzt. „Edith Stein hat sich nicht mit intellektuellem Gerede begnügt, sondern eine Verleiblichung des Evangeliums in Leiden und Sühne dargestellt“, so Bischof Bertram. 

 

Im August 1942 sei ihre Kreuzeswissenschaft zum Ernstfall geworden: Die zum katholischen Glauben konvertierte und in den Karmel-Orden eingetretene Jüdin wurde von der Gestapo verhaftet und am 9. August 1942 wahrscheinlich in Auschwitz-Birkenau vergast, in dieser, so Bischof Bertram, „Hölle der Menschenverachtung“. 

 

„Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht“, habe Edith Stein anlässlich des Todes ihres großen philosophischen Lehrers Edmund Husserl geschrieben. „Sie hätte ihn auch als Überschrift über ihr eigenes Leben setzen können“, betonte Bischof Bertram. Uns Menschen von heute würde sie vor allem Eines ans Herz legen: „Ihr sollt suchen! Werdet immer mehr Suchende nach der Wahrheit! Werdet wesentlich!“. Dabei, so Bischof Bertram weiter, sollten wir uns auch nicht wundern, wenn uns manche Herberge verschlossen bleibe, wenn wir nicht überall ankommen und uns die in Jesus Mensch gewordene Wahrheit auch Anteil am Kreuz gebe. Das Ja zu Krippe und Kreuz werde uns dann zum Segen sein.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  3. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  4. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  8. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  11. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  12. Menschenrecht auf Abtreibung?
  13. Gott schütze Venezuela!
  14. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  15. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz