Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  4. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  7. Écône, zum Zweiten
  8. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  9. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  10. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  11. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  12. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  13. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  14. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  15. Papst hofft auf gemeinsamen Weg aller christlichen Konfessionen hin zur Feier des Jahres 2033

"Hat sich Erzbischof Schick dem Zeitgeist völlig unterworfen?"

11. Jänner 2021 in Kommentar, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein USA-Kommentar von Erzbischof Schick liest sich wie eine einzige Hetzschrift gegen demokratische Wahlen, gegen die Freiheit, ja sogar gegen den Glauben selbst - Gastkommentar von Alexander Tschugguel - St. Bonifatius Institut


Wien (kath.net)

Den Kommentar vom Bamberger Erzbischof Schick zu lesen, macht jeden gläubigen Katholiken fassungslos. Er liest sich wie eine einzige Hetzschrift gegen demokratische Wahlen, gegen die Freiheit, ja sogar gegen den Glauben selbst. Wenn der Erzbischof sagt, dass das Verteidigen der Souveränität eines Staates zum „Auseinanderfallen der internationalen Staatengemeinschaft“ führt, zeigt er ganz klar, was er von freien, unabhängigen Staaten hält, nämlich nichts. 

Er spricht davon, dass es eine von „Verantwortungsträgern geförderte“ Unfähigkeit gibt, Konflikte friedlich zu lösen. Doch wer sind denn diese Verantwortungsträger? Wer war es denn, der seit vier Jahren den demokratisch gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten beschimpft und seine Wähler verächtlich gemacht hat? Wer hat denn die sogenannten „Black Lives Matter“ (BLM) Proteste ungeniert gutgeheißen und verteidigt, obwohl dort zig Menschen auf offener Straße umgebracht worden sind und die zuständigen Politiker (Anm.: Democrats) schweigend der Gewalt freien Lauf ließen. Es waren dieselben Verantwortungsträger, die uns jetzt erzählen, dass man Trump einsperren soll. 


Sie fördern seit Jahren diese vom Bischof zitierte Unfähigkeit.

Daher wundert es den Leser auch nicht, wenn der Erzbischof als Antwort auf diese Konflikte etwas vorschlägt, was genau von diesen Politikern auch vorgeschlagen wird: Kinder und Schüler zu indoktrinieren. Spätestens hier wird jedem Menschen klar, wes Geistes Kind der Erzbischof ist. Nicht die Freiheit und die damit einhergehende Verantwortung eines jeden Staatsbürgers wird gefordert und soll gefördert werden, nicht ein Befolgen der katholischen Lehre und der daraus erwachsenden Pflichten, sondern das genaue Gegenteil. Kindern sollen schon in der Schule von einem gleichgeschalteten Staatsapparat ideologisch geformt werden. 

Gewerkschaften und die Zensur im Internet sind die Antworten, die der Erzbischof „gegen Hass und Hetze“ vorschlägt. Außerdem sollen die Gerichte härter vorgehen und auch die Polizei muss ideologisch besser geschult sein. Hart gegen Andersdenkende vorzugehen soll also zu mehr Frieden führen?


Auch vor Präsident Trump soll nicht haltgemacht werden, so Erzbischof Schick weiter. Hat der Bischof diese Härte eigentlich vor einem halben Jahr auch gegen die politischen Unterstützer von BLM gefordert, als durch BLM-Proteste zehntausende plötzlich vor dem nichts standen? Als Menschen auf offener Straße umgebracht worden sind?  Man kann das ja im Internet recherchieren und kommt schnell zu der Erkenntnis, dass diese Ausschreitungen dem Erzbischof scheinbar nicht so nahe gingen.

Dass der Erzbischof auf soziale Fragen sozialistische Antworten gibt, bestätigt er auch mit dem dauerfalschen Satz: „Die Trennung von Religion und Politik […] muss ein Grundprinzip sein.“ Dass das Evangelium scheinbar auch nur dann den Menschen dient, wenn es nicht von Politikern verkündet wird, sollte der Kirchenrechts-Professor Schick lieber dem Hl. Leopold oder dem Hl. Ludwig IX. bzw dem sel. Kaiser Karl erklären. Sie werden nicht seiner Meinung sein, die kirchliche Lehre ist jedenfalls auch nicht seiner Ansicht.

Am Ende seines aggressiven Statements belehrt uns der Erzbischof dann noch, wen wir wählen dürften. Politiker, die den Wählerwillen vertreten wollen, der laut Erzbischof egoistisch ist, sollen unsere Stimme nicht bekommen. Danke für den Hinweis, Exzellenz!

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Erzbischof sich hier zum Steigbügelhalter einer immer mehr sichtbaren Diktatur macht, die wir Gläubigen rigoros ablehnen müssen. Europa steht, so wie die Vereinigten Staaten, derzeit vor einer großen Wahl. Wagen wir es, dem Zeitgeist zu widersprechen, oder nicht? Erzbischof Schick hat sich ihm völlig unterworfen. Wir sollten uns hüten, dasselbe zu tun, sonst gibt es bald nur noch eine erlaubte geistige Haltung und diese heißt Unterwerfung.

Die Kirche darf sich hier nicht aus dem politischen Geschehen heraushalten, aber ich denke, dass so manche Ihrer Vertreter es tun sollten. Erzbischof Schick könnte hier vorbildlich voranschreiten.
 

https://www.boniface-institute.com

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Écône, zum Zweiten
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  6. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  7. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  8. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  9. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  10. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  11. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  12. Freimaurerei „mit einem vollständigen Bekenntnis zum katholischen Glauben unvereinbar“
  13. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  14. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  15. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz