Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Humor macht uns menschlich

1. Februar 2021 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kampfansage an Häme und Zynismus - Von Juliette Levivier / Famille Chrétienne / VISION2000


Wien (kath.net/VISION2000) Gerade in schwierigen Zeiten  sollte nicht der schwarze, ätzende Humor triumphieren. Wirkliche Hilfe ist nur von einem echten, nicht verletzenden Humor mit einem Selbstironie zu erwarten. Er hilft tut uns und unserem Umfeld gut.  Wir leben in einer tollen Zeit. Emanzipiert, entspannt (entspannt zu sein ist sehr „in“), man lacht gern hämisch über alles Heilige – das ungeborene Leben, den Tod, die Religion, die menschliche Würde –, fühlt sich aber auf den Schlips getreten, sobald man über die kleinen Steckenpferde dieser Zeit lächelt.

Was politisch korrekt ist, hat sich gemeinsam mit den gesellschaftlichen Werten, die es zu verteidigen gilt, geändert. Es gehört zum guten Ton, Gott zu verhöhnen, den Papst oder den Präsidenten der Republik, aber es kommt ganz schlecht an, wenn man Schwule und Lesben, Emanzen oder Veganer auf die Schaufel nimmt. Zwar sind alle Menschen zu respektieren, aber manche eben doch mehr als die anderen – wenn Sie mir dieses schreckliche Orwell-Plagiat verzeihen.


Was schön und wahr ist, zu verhöhnen, ist allerdings keineswegs neu. Auslöser dieses Zugangs war das Frankreich der Aufklärung. Als Ziel wählte man staatliche Institutionen, die Kirche, moralische Werte, usw… Vor allem Voltaire hat sich als Bosheits-Genie hervorgetan. Er hatte zwar viele Nachahmer, aber kaum jemand ist an ihn herangekommen!
Am laufenden Band manipuliert von satirischen Polit- und Reality-Shows, von Medien und sozialen Netzwerken, hat sich heute das ätzende Lachen im allgemeinen Bewusstsein breitgemacht. Das trug auch wesentlich zu einem allgemeinen Verlust an Vertrauen, besonders zu jeder Art von Autorität – vor allem der Politik – bei.

Spott provoziert und zerstört auf billige Weise. Was drückt er letztlich aus, wenn nicht Frust und Schmerz? Wozu dieser Drang wehzutun und zu demütigen? Was sagt das über unsere eigenen Schwächen, unser Leiden, unsere Sünden aus? Wohl dass man sich in Enttäuschung, Neid, Verachtung, Zynismus, in Bosheit häuslich eingerichtet hat: Der Spott bringt leider nur Gefühle zum Ausdruck, die einen nicht voranbringen. Auch wenn er in galliger Eleganz daherkommt oder sich in Grobheiten suhlt – er ist ordinäre, zerstörerische Gewalttätigkeit.

All das riecht nach Schwefel. Der Widersacher ist nie weit weg, wenn es um Hohn, Demütigung, Stolz oder Faulheit geht. Ironie und Verhöhnung gehen einem viel leichter von der Hand als gesunder Humor. Daher auch ihr Erfolg in der Welt, in der das Primitive allzu leicht dem Talent den Rang abläuft. Ist es nicht viel einfacher, den anderen herabzusetzen, als selbst zu wachsen, leichter niederzureißen als aufzubauen?

„Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“ (Lk 6,45). Sag mir, wie du lachst und ich sage dir, wer du bist!

Die Art, wie wir über uns selbst lachen, über das, was wir erleben, und über die anderen, sagt viel aus über unser Herz und unser Denken. Wie armselig, wer nur auf Kosten anderer zu lachen vermag! Wenn wir eher über uns selbst als über andere lachen, über unsere kleinen Schwächen und unsere großen Missgriffe, beginnen wir von den Ereignissen, den Begegnungen und der Nabelbeschau Abstand zu nehmen. Glücklich, wer über sich selbst zu lachen vermag, es wird ihm nicht an Stoff zu Erheiterung mangeln.

Rechtes und fröhliches Lachen, schelmischer und respektvoller Humor sind Verbündete der barmherzigen Liebe – und Zeichen guter Gesundheit. Miteinander über das zu lachen, was wirklich komisch ist, lässt uns wachsen und führt uns zusammen. Humor macht uns menschlich. Er trägt dazu bei, dass wir demütiger, wahrhafter, einfacher, fröhlicher werden. Pflegen wir den gesunden, wohlwollenden, gerechten Humor. Er wird uns und unser Umfeld glücklicher machen.

Famille Chrétienne v.. 16.-22.2.19


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz