Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Was auch immer Synodalität sein soll
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand

Vatikan ruft zu Dialog in Myanmar auf

15. Februar 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Jurkovic: Verantwortungsträger sollen sich in Dienst von Gemeinwohl, Menschen- und Bürgerrechten stellen und für Gerechtigkeit und Stabilität sorgen.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Der Vatikan hat zu einer friedlichen und raschen Beilegung der Spannungen in Myanmar aufgerufen. Jene, die die Verantwortung im Land hätten, müssten sich in den Dienst von Gemeinwohl, Menschen- und Bürgerrechten sowie sozialer Gerechtigkeit und Stabilität stellen, erklärte der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Ivan Jurkovic, bei einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats zur Krise in Myanmar am Freitag in Genf. Konkrete Adressaten wie die Armeeführung nannte der Vatikandiplomat nicht.

Der Heilige Stuhl verfolge die Entwicklungen aufmerksam und mit "großer Besorgnis", sagte Jurkovic. Es gelte, alles beiseite zu räumen, was einem Dialog und dem "gegenseitigen Respekt der Menschenwürde" im Wege stehe. Ziel müsse ein harmonisches, demokratisches und friedliches Zusammenleben sein.


Nach dem Putsch vom 1. Februar gehen in Myanmar weiterhin Anhänger der entmachteten Regierung von Aung San Suu Kyi ungeachtet des harten Vorgehens des Militärs auf die Straße. Die stellvertretende UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Nada al-Nashif lobte in Genf den Mut der Demonstranten. Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in dem südostasiatischen Land, Tom Andrews, verlangte Sanktionen gegen die Militärführung. Auch das EU-Parlament in Straßburg rief zu mehr Druck auf die Armee und zu Sanktionen auf.

Indes stellen sich immer mehr Beobachter die Frage, warum das Militär überhaupt putschte, das dank einer von den Generälen maßgeschneiderten Verfassung ohnehin ein Staat im Staate ist. Der Armee sind ein Viertel der Parlamentssitze, ein Vizepräsident und das alleinige Sagen in den sicherheitsrelevanten Ministerien für Inneres, Verteidigung und Grenzschutz garantiert. Ein Grund könnte in der Rivalität zwischen Aung San Suu Kyi und Armeechef Min Aung Hlaing liegen, heißt es. Hlaing wolle sich und der Armee über seine Pensionierung im Juni hinaus langfristig die Macht sichern, während Suu Kyi Staatsrätin und damit Regierungschefin bleiben wolle.

Wie es weitergeht in Myanmar, ist offen. Beide Seiten scheinen derzeit Kompromisse eingehen zu wollen. Die Junta sucht gegenwärtig ihr Heil bei den Religionen des mehrheitlich buddhistischen Myanmar: Generäle der Division Rangun besuchten nach dem Putsch Kardinal Charles Bo, Erzbischof von Rangun. In Mandalay und Myitkyina, Hauptstadt des mehrheitlich christlichen Kachin, wurden Generäle in Kirchen gesehen, und in Myanmars Hauptstadt Naypyitaw beehrte Min Aung Hlaing ein buddhistisches Kloster mit seinem Besuch. Offenbar ergebnislos, wie die Aufrufe von Erzbischof Bo zum Widerstand gegen die Errichtung der Diktatur zeigen.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  3. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  4. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  5. 'Tatsächlich Gott'
  6. Wir können NICHT schweigen!
  7. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  8. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  9. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  10. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  11. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  12. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  13. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  14. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  15. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz