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Nuntius: Wenn Jesus vom in sich gespaltenen Reich spricht, ist diese zerstörerische Kraft gemeint...

12. März 2021 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
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Nuntius Eterović: „In dieser österlichen Bußzeit sind wir dazu aufgefordert, uns mit Gott und dem Nächsten zu versöhnen und die Spaltungen in uns und untereinander heilen zu lassen“


Berlin (kath.net) kath.net dokumentiert den Geistlichen Impuls von S.E. Apostolischer Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović für die Hörer von Radio Horeb am Donnerstag der dritten Fastenwoche und dankt für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung in voller Länge:

Liebe Hörerinnen und Hörer von Radio Horeb,

    „Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein“ (Lk 11,17). Das Wort Gottes am heutigen Tag lässt uns auf den Herrn Jesus hören, der weiß, was Menschen denken, wie sie den Verführungen in der Welt ausgesetzt sind, nicht glauben können oder wollen und umso mehr Zeichen verlangen. Der Herr tut etwas Gutes, als er den stummen Dämon aus einem Menschen vertreibt, doch die Leute fangen an, darüber zu phantasieren, er treibe mit Beelzebul die Dämonen aus (vgl. Lk 11,15), er verjage also den bösen Geist mit Hilfe des Teufels. Das aber ist unlogisch, denn weder kann man Gutes mit Hilfe des Bösen schaffen, also einen Menschen heilen, noch ist es möglich, zu einem Kranken sein liebevolles Ja zu sagen mit einem Geist, der stets verneint. Und so ist das Böse trefflich von Johann Wolfgang von Goethe beschrieben, wenn er den Mephisto zu Faust sagen lässt:
„Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element“ (Faust Teil 1).


Wenn Jesus vom in sich gespaltenen Reich spricht, so ist diese zerstörerische Kraft gemeint, die wie ein Riss durch jeden Menschen geht, jede Gesellschaft und die ganze Welt. Im Gegensatz dazu ist das Reich Gottes das treue Ja Gottes zu Welt und Mensch, das in Jesus Christus sein Zentrum hat. Der Eingeborene Sohn des Vaters ist Zeuge des göttlichen Vaters. Und sein Zeugnis ist der Gehorsam bis in sein Leiden und zum Tod am Kreuz. Im Gehorsam wird die Einheit von Vater und Sohn im Heiligen Geist zum Dreh- und Angelpunkt des Erlösungswerkes und zum sichtbaren Ausdruck des Reiches Gottes. Der Gehorsam Jesu ist eine Haltung und zugleich sein heilsamer Wille. Beides ist zu beachten. Er verhält sich zum Vater gehorsam, weil er es will – als Mensch und als Gott.

Jede böse Tat, jede Sünde ist eine Folge von Ungehorsam, wenn wir etwas wollen, was dem Willen Gottes nicht entspricht, wie er es uns in den Zehn Geboten oder durch seinen Sohn Jesus Christus mitgeteilt hat. Wir sind nicht selten gespalten, wie es auch der Heilige Paulus bezeugt: „Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das vollbringe ich“ (Röm 7,19). An den Balken des Kreuzes hat Jesus Wollen und Vollbringen vereint, seinen Willen zum Gehorsam und das Vollbringen des göttlichen Willens.

In dieser österlichen Bußzeit sind wir dazu aufgefordert, uns mit Gott und dem Nächsten zu versöhnen und die Spaltungen in uns und untereinander heilen zu lassen. In der Beichte geschieht, was im heutigen Evangelium als Wunder geschieht: Jesus treibt den stummen Dämon aus und der geheilte Mensch konnte sprechen. Oder anders: indem wir unsere Sünden bekennen und die Lossprechung hören und annehmen, können wir mit neuer Kraft und in der Erneuerung der Gnade lebendige Zeugen des Glaubens in dieser Welt sein, in der Familie, am Arbeitsplatz, in Schule und Studium, wo immer wir leben und wirken.

Mit Ihnen bete ich, dass diese schwierige Zeit, die wir vielfältig erleben, uns nicht dazu führe, in die Spaltungen zu geraten, in die vielen Formen der Unversöhnlichkeit. Das gilt für die Kirche, das gilt für die Familien und Gemeinschaften, das gilt für jeden von uns. Mit dem Heiligen Paulus wollen wir hoffnungsfroh bleiben und sagen: Nichts „kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm 8,39).

    Möge die selige Jungfrau Maria, die Mutter der Kirche, für uns eintreten, damit der gute und barmherzige Gott unsere Herzen verwandle, die Sünden vergebe und jeden von uns zu Zeugen seiner Auferstehung mache. Amen.

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 lesa 14. März 2021 

Den Teufel kann man nicht mit Beelzebul austreiben

@Lucilus: Ihr Wunsch ist berechtigt.
Dieser Nuntius bemüht sich ehrlich und aufrichtig um Versöhnung. Beten wir für ihn, dass er rechtzeitig die Dinge beim Namen nennt. Von ihm dürfen wir das erwarten.
Einheit ohne Wahrheit gibt es nicht.
Übrigens gehört zur Verkündigung der Wahrheit richtiges Sprechen. Mit dem Erlernen der Deutschen Sprache soll deren ideologische Missbildungen nicht mitübernehmen, wer aus einem gesunden Volk kommt! Die genderverdrehte Anrede kann niemals ein Mittel zur Versöhnung sein, sondern vertieft die Spaltung, weil sie die Genderverdunkelung innerhalb der Kirche verfestigt, anstatt das Licht des Wortes Gottes in die Dunkelheit hineinzutragen. Wenn man nicht damit aushört, hinterlässt man einer ganzen Generation eine wirre Sprachambiente, die die Wirklichkeit falsch benennt. Wie subtil geht es doch Diabolos an! "Der Unglaube wird unbemerkt kommen" (Mutter des Wortes in Kibeho)
"Wer das Wort verdirbt, verdirbt den Menschen." (J. Pieper)


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 Chris2 12. März 2021 
 

Gespaltene Reiche vergehen oder werden hinweggefegt.

Die Kirche kann zwar nicht untergehen, aber ganze Zweige können abbrechen (so wie damals ganz Nordfrika durch islamische Eroberung). Doch neue Triebe werden die Lücken ersetzen.
Die Bibelstelle passt naturgemäß noch mehr (und teils finaler) auf Staaten und Völker, wie die Deutschen spätestens seit 2015 schmerzhaft erfahren müssen und noch bitterer erfahren werden. Mittlerweile kriegt das Land der Tüftler und Bastler ja nicht einmal mehr einen seit 2 Jahren geplanten simplen Sirenenalarm gebacken, nur noch permanente Morgenthaupläne...


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 Lucilius 12. März 2021 
 

Nachtrag zu meinem Kommentar

Selbstverständlich stimme ich den Ausführungen des Herrn Nuntius uneingeschränkt zu.


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 Lucilius 12. März 2021 
 

Der Herr Nuntius sollte auch diejenigen konkret benennen, die die Kirche in Deutschland spalten. Das ist der Nachteil, wenn man sich vorrangig als Diplomat versteht.


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