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Italien: Kardinal kritisiert Disziplinlosigkeit im Umgang mit Corona

29. März 2021 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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Erzbischof von L'Aquila, Petrocchi, in Osterbotschaft: Mangelnde Rückendeckung für Regierungsmaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ist "egozentrisch und schädlich"


Rom (kath.net/KAP) Der italienische Kardinal Giuseppe Petrocchi kritisiert einen disziplinlosen Umgang seiner Landsleute mit der Corona-Pandemie. Es gebe "Dissonanzen" im kollektiven Verhalten, schreibt der Erzbischof von L'Aquila in seiner (Freitag) veröffentlichten Osterbotschaft. Die von der Regierung beschlossenen Restriktionen würden offensichtlich nur unzureichend beachtet. Das sei "egozentrisch und schädlich".


Ursachen für diese "selbstbezogene Mentalität" sieht Petrocchi in einer "narzisstischen, hedonistischen und relativistischen Kultur". Eine Einschränkung grundlegender Freiheitsrechte sei angesichts der Virusbedrohung "legitim". Schließlich handele es sich um eine "epochale Notlage".

Um die Krise zu überwinden, braucht es laut der Osterbotschaft des Kardinals einen "Kulturwandel": Man müsse die "eklatanten Mängel in Sachen Gemeinwohlvorrang" beheben. Italien ist von der seit einem Jahr anhaltenden Pandemie besonders betroffen und musste schon mehr als 107.000 Corona-Tote verzeichnen.
Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Foto: Symbolbild


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