Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  2. Voll in die Falle getappt
  3. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  7. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  8. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  9. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  10. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  15. Großbritannien: Anglikanischer Ehrendomherr John Dunnet legt sein Amt aus Gewissengründen nieder

Augsburger Bischof: "Unsere Kirchen wurden auch ‚leer gepredigt‛"

1. April 2021 in Deutschland, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Bertram in der Chrisammesse: „Das oberflächliche Gerede mancher Priester und Diakone hilft den Menschen fürs Leben wenig.“


Augsburg (kath.net/pba). In der traditionellen Chrisammesse am Mittwoch der Karwoche hat Bischof Dr. Bertram Meier im Augsburger Dom die Priester des Bistums vor einer Überhöhung des priesterlichen Selbstverständnisses gewarnt und dazu aufgerufen, sich an „die gemeinsame Würde und die Einheit aller in dem einen Volk Gottes zu erinnern.“ Bischof Bertram weiter: „Die gemeinsame Taufe verbindet uns. Jeder und jede Getaufte repräsentiert Christus.“

Die dem Priester durch die Weihe verliehene Vollmacht, so mahnte der Bischof, „ist nicht identisch mit dem Anspruch Christi, Haupt der Kirche zu sein. Sie ist übertragene Vollmacht, denn ohne das Fundament im Volk Gottes kann niemand seinen Dienst als Geweihter ausüben. Wir Priester und Diakone sind Werkzeuge, keine eigene Kaste.“

Angesichts der bestehenden Hygienekonzepte, die volle Gotteshäuser derzeit unmöglich machen, stellte der Bischof die Frage, wie die Zukunftsprognose für die Kirche „nach Corona“ aussehen werde: „Bleiben leere Kirchen zurück, wenn die Pandemie endlich einmal vorbei ist? Hoffentlich nicht! Doch ganz ehrlich muss ich auch sagen: Von Corona abgesehen, sind unsere Kirchen nicht zufällig leer. Sie wurden auch ‚leer gepredigt‛. Das oberflächliche Gerede mancher Priester und Diakone hilft den Menschen fürs Leben wenig.“ Priester und auch Diakon werde man nicht für sich selbst, sondern immer für andere, für das Volk, betonte Bischof Bertram.


Gleichzeitig dankte der Bischof seinen Mitbrüdern für ihren Dienst, den sie schon seit mehr als einem Jahr unter Corona-Bedingungen leisteten: „Neben der Verkündigung und dem Gottesdienst übertreffen viele von Euch sich gegenseitig an Kreativität in Nächstenliebe und Caritas, um das Evangelium vom heilenden und tröstenden Gott den Menschen nahe zu bringen. Denn wer ein reines Herz haben will, muss sich die Hände schmutzig machen. Viele gehen an die Peripherie: an die kirchlichen und sozialen Ränder, aber auch an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit.“ Besonders dankte Bischof Bertram auch den Frauen und Männern, die im Krankenhaus und in Seniorenheimen Dienst tun „und sich nicht scheuen, selbst gefährdet zu werden. Ich bin dankbar, dass es Euch gibt!“

Seelsorge, so der Bischof, sei aber auch für Priester und Diakone selbst wichtig. Mit Blick auf den Emmaus-Gang im Evangelium schlug er vor: „Wie wäre es, wenn sich jeder von uns einen Mitbruder vornähme, den er schon länger nicht mehr getroffen hat; einen Mitbruder, der seit geraumer Zeit Versammlungen und Begegnungen meidet; einen Mitbruder, der abgetaucht ist: wenn wir diesen Mitbruder anrufen und ihn einladen zu einem gemeinsamen Spaziergang nach Emmaus. Es muss nicht weit sein!“

Traditionell sind in der Chrisammesse vor allem die Priester der Diözese anwesend, die während des Gottesdienstes ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst erneuern und so die Verbundenheit mit dem Bischof zum Ausdruck bringen.

Für alle Pfarreien des Bistums weihte Bischof Bertram die heiligen Öle, mit denen das Jahr über die Sakramente gespendet werden: das Krankenöl für die Krankensalbung, das Katechumenenöl für die Taufbewerber und das Chrisamöl, das bei Taufe, Firmung und Priesterweihe, aber auch bei Altar- und Glockenweihen verwendet wird. Nach der Messe wurden die heiligen Öle in kleinere Gefäße gefüllt, versiegelt und an Vertreter aus den einzelnen Dekanaten und Pfarreien überreicht.

Foto: Bischof Bertram segnet die heiligen Öle (c) Nicolas Schnall / pba


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  6. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  7. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  8. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  9. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  10. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  13. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  14. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz