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Konservative Journalistin unerwünscht: französischer Sender streicht Dokumentation

6. Mai 2021 in Chronik, 5 Lesermeinungen
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Die Journalistin Charlotte d’Ornellas hat die Begleitkommentare der Sendung gesprochen. Für den Regionalsender "France 3" Grund genug, eine Dokumentation über die Gedenkfeiern zu Johanna von Orléans zu streichen.


Paris (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Der französische Regionalsender France 3 hat eine Dokumentation über die „Fêtes johanniques“ in Orléans wieder aus dem Programm genommen. Die Sendung sollte am 8. Mai ausgestrahlt werden, dem Jubiläumstag der Befreiung von Orléans durch die heilige Johanna im Jahr 1429. Als Grund für die Absage gibt der Sender an, dass die Sprecherin der Begleitkommentare, die Journalistin Charlotte d’Ornellas, für das konservative Wochenmagazin Valeurs actuelles schreibt.

Als der zuständige Lokaldirektor des öffentlich-rechtlichen Senders den Namen d’Ornellas im Nachspann der Dokumentation gesehen hatte, beschloss er, das Programm zu ändern und die Dokumentation nicht auszustrahlen.

Das linke Magazin Marianne hat das Vorgehen von France 3 kritisiert. Es sei das erste Mal dass jemand in der Stimme, welche die Begleitkommentare spricht, eine Gefahr für das Publikum entdecke, kommentierte das Magazin die Entscheidung des Programmdirektors.

Die Sendung sollte den Bewohnern der Region Centre-Val de Loire Einblicke in die jahrhundertealte Tradition der „Fêtes johanniques“ vermitteln, die an den spektakulären und unerwarteten Sieg der Franzosen über die Engländer vor 592 Jahren erinnern. Den Franzosen gelang es, unter Führung von Johanna von Orléans die Engländer zu besiegen und die Belagerung von Orléans zu beenden.

Die Festlichkeiten dauern normalerweise vom 29. April bis zum 8. Mai und umfassen religiöse Feiern, Gedenkveranstaltungen und farbenfrohe Prozessionen. Seit 1945 wird jedes Jahr ein Mädchen ausgewählt, welches die hl. Johanna bei den Feiern verkörpern darf. 2020 fielen die Gedenkveranstaltungen wegen der Covid-19-Pandemie aus. Dieses Jahr werden sie in eingeschränktem Ausmaß wieder stattfinden können.

Charlotte d’Ornellas war als Sprecherin für die Sendung eine naheliegende Wahl. Sie stammt aus Orléans und durfte im Jahr 2002 die heilige Johanna darstellen. Die Dokumentation wurde von der Stadt Orléans finanziert und einer privaten Produktionsfirma erstellt.

 


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Lesermeinungen

 Gaston 6. Mai 2021 

Charlotte d'Ornellas...

... ist halt katholisch und scheut sich auch nicht, dies bei Fernsehauftritten zu bezeugen.
So etwas geht natürlich im linksliberalen (eher linken als liberalen) französischen Staatsfernsehen nun mal gar nicht.

Ihr Großonkel Pierre d'Ornellas, Bischof von Rennes, ist ein scharfer Kritiker der "Bioethik"-Gesetze der Regierung Macron. Da man ihm bisher nichts in Bezug zu sexuellem Mißbrauch ankreiden konnte, wird halt seine Nichte zensiert. Mediale Sippenhaft.


2
 
 J. Rückert 6. Mai 2021 
 

paranoid

@Lakota
Ein Uaschitschun sagt: Das ist jakobinische Paranoia.


1
 
 girsberg74 6. Mai 2021 
 

Ich weiß nicht ….

@matthieu „Rasssismus“?

Ich denke eher, dass wir es da mit einem armen Kerl zu tun haben; er ist aber ein fleißiger.


0
 
 lakota 6. Mai 2021 
 

Was ist aus

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit geworden!

Weil eine Frau für eine konservative Wochenzeitung schreibt, darf sie die Begleitkommentare zu einer Sendung über Johanna von Orléans nicht sprechen?

Also wenn das nicht Diktatur ist!


4
 
 matthieu 6. Mai 2021 
 

"Rassismus"?

Was sagt wohl Frau Rahner dazu. Ein Mann entscheidet, dass die Frau ein Grund ist, die Sendung nicht auszustrahlen...


2
 

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