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Der Deutsche Ärztetag streicht das berufsrechtliche Verbot ärztlicher Beihilfe zum Selbstmord6. Mai 2021 in Prolife, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Deutsches Ärzteblatt: „Ärzte können künftig frei und allein auf Basis ihres Gewissens entscheiden, ob sie Suizidwillige beim Sterben unterstützen“ - Entscheidung folgt einer Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts 2020
Berlin (kath.net) „Ärzte können künftig frei und allein auf Basis ihres Gewissens entscheiden, ob sie Suizidwillige beim Sterben unterstützen.“ So kommentiert das deutsche „Ärzteblatt“ die Nachricht, dass der 124. Deutsche Ärztetag den Satz „Der Arzt darf keine Hilfe zur Selbsttötung leisten“ ersatzlos aus der (Muster-)Berufsordnung zu streichen. Das „Ärzteblatt“ schrieb weiter: „Mit der Streichung des Satzes „Der Arzt darf keine Hilfe zur Selbsttötung leisten“ entsprachen die Delegierten dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), das im vergangenen Jahr den Paragraf 217 Strafgesetzbuch (StGB), der die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellte, für nichtig erklärte und gleichzeitig kritisierte, dass die MBO-Ä und die Berufsordnungen der meisten Landesärztekammern ärztliche Suizidhilfe untersagen.“ 
Gleichzeitig stellte Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, aber klar: die Ärzteschaft sei nicht bereit, Suizidbeihilfe zu einer normalen ärztlichen Dienstleistung zu machen. Er erläuterte weiter, dass es nur wenige Fälle gebe, in denen todkranken Menschen nicht durch entsprechende palliativmedizinische Maßnahmen geholfen werden könne.
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Lesermeinungen| | KatzeLisa 9. Mai 2021 | | | | Eid des Hippokrates Der Eid des Hippokrates soll etwa 2000 Jahre alt sein, auch wenn er in der heutigen Fassung viel später aufgeschrieben wurde. Der gelehrte Arzt hat von etwa 460-370 vor Chr. gelebt und zu seinen grundlegenden Lehren gehörte es, den Menschen zum Leben und nicht zum Tod zu verhelfen.
In unserer vermeintlich fortschrittlichen Zeit werfen wir diese Lehre ohne Skrupel über Bord. Millionen von Foeten wurden und werden abgetrieben-man nennt es Recht auf reproduktive Frauengesundheit.
Am Ende des Lebens soll dann den Alten der "gute Tod geschenkt werden, Euthanasie in einem Land, das Millionen von "unwertem Leben" in den Tod geschickt hat. Mehr noch, Ärzte sollen jedem, der lebensüberdrüssig ist, ins Jenseits verhelfen.
Sind das dieselben, die auf der anderen Seite oft einen sinnlosen Aufwand betreiben, um den nahenden Tod zu verhindern, statt den Kranken friedlich sterben zu lassen?
Wir leben in einer zerrissenen Welt, der mit dem Glauben an Gott der Kompaß zum Leben verloren gegangen ist. |  0
| | | | | SalvatoreMio 6. Mai 2021 | | | | Ist ein Selbstmord ein Mord? Wozu die Frage? @Uwe Lay: Ihre Frage müssten Juristen beantworten. Wir haben nun mal diesen Begriff und keinen anderen. Aber wozu ist die Frage wichtig? Misslingt ein Selbstmordversuch, wird man die Person gewiss nicht vor Gericht bringen; gelingt er, spielt die Tat keine Rolle, weil die Person nicht mehr hier ist. Da bleibt es eher ein Thema zwischen dem Schöpfer und dem Selbstmörder. - Bei einem Mörder sieht die Sache anders ist, denn er wird sich hoffentlich vor Gericht verantworten müssen. |  2
| | | | | laudeturJC 6. Mai 2021 | |  | @Uwe Lay Die zitierte Definition entspricht dem deutschen Strafrecht, ist nur ein Beispiel einer möglichen Definition (andre Länder definieren anders) und für eine theologische Fragestellung irrelevant.
Gott ist der Herr über Leben und Tod, wer den Tod aktiv und eigenmächtig herbeiführt, mordet - beim Suizid eben sich selbst... |  2
| | | | | Uwe Lay 6. Mai 2021 | | | | Ist ein Selbstmord ein Mord? Die Definition von Mord lautet (Strafgesetzbuch): Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,einen Menschen tötet.
Inwieweit trifft diese Defintion auf einen Suizid zu? Meines Erachtens nicht.Ich bitte um eine Begründung, daß wirklich von einem Selbstmord gesprochen werden kann.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot |  0
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