Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Diözese informiert über "kalte Sopherl" und andere Eisheilige

13. Mai 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gedenktage zwischen 12. und 15. Mai erinnern an die Heiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia - Diözese Graz-Seckau erklärt Bauernregeln auch meteorologisch: Erdmassen und Meer erwärmen sich im Mai unterschiedlich schnell


Graz (kath.net/KAP) Wer sind eigentlich die Eisheiligen? Und warum bringen sie immer zu dieser Jahreszeit kalte Temperaturen? Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia - diese vier Heiligen, deren Gedenktage zwischen 12. und 15. Mai begangen werden, werden gemeinhin als die "Eisheiligen" bezeichnet, rief die Diözese Graz-Seckau auf ihrer Website in Erinnerung. Im Mai sei es in Mitteleuropa zwar schon warm. Doch das Meer brauche dafür ein wenig länger, so die Erklärung für die entstehenden Temperaturdifferenzen, die zu Tiefs führen: "Die Luftmassen verschieben sich, die warmen Luftströmungen des Festlands ziehen nach Norden. Kalte Luftströmungen aus den Polargebieten ziehen im Gegenzug auf das Festland. Sind die Nächte sternenklar, kann es auch zu Nachtfrost kommen", so die meteorologische Information.

Bauernregeln wie: "Die Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie" erinnern daran, dass erst nach der "kalten Sophie" die Aussaat erfolgen solle, um sie nicht dem Frost auszusetzen. "Da sich die alten Bauernregeln auf den Julianischen Kalender beziehen und sich seit der Gregorianischen Kalenderreform 1582 die Daten verschoben haben, müssten die Kälteeinbrüche eigentlich um mehr als eine Woche nach hinten verschoben stattfinden, also erst ab ungefähr dem 20. Mai", so eine Vermutung. Die Namenstage der Heiligen seien aber auf ihrem alten Platz im Kalender verblieben.


Langjährige Messreihen in der Schweiz hätten jedoch nicht bestätigt, dass sich der Frost an genau diesen Tagen häuft - weder nach gregorianischem noch julianischem Kalender.

"Eisheilige": Märtyrer in Spätantike

Pankratius, "Der alles Besiegende", hat den Gedenktag am 12. Mai. Er stammte aus dem spätantiken Phyrgien in der heutigen Türkei, wurde Christ und half mit seinem ererbten Vermögen den verfolgten Christen, bis er selbst gefangen wurde. Der 14-Jährige ließ sich trotz aller Verlockungen nicht vom Glauben abbringen, wurde um 304 in Rom öffentlich enthauptet und sein Leichnam Hunden zum Fraß vorgeworfen. Dargestellt wird er in feinen Kleidern oder einer Ritterrüstung, er trägt ein Schwert, eine Märtyrerkrone und einen Palmwedel.

Servatius war der Legende nach Bischof des heute belgischen Bistums Tongern.  Zahlreiche Heilungen und Wunder werden von ihm berichtet. So habe ihn, als er als Pilger am Wegrand einschlief, ein Adler vor den heißen Sonnenstrahlen mit seinen Flügeln beschattet, nach anderer Überlieferung habe ein Adler die Servatius bedrohenden Hunnen unter Attila mit Steinwürfen abgewehrt. Angeblich wurde er mit einem Holzschuh erschlagen, weswegen man ihn auch bei Fußkrankheiten anruft. Seine Attribute sind neben dem Holzschuh ein Schlüssel, ein Drache und - wie könnte es anders sein - ein Adler.

Bonifatius von Tarsus stammte aus Rom und sollte, selbst kein Christ, christliche Reliquien aus Tarsus in der heutigen Türkei nach Rom überbringen. Dort erlebte er mit, wie Christen verfolgt werden und ließ sich taufen. Aufgrund seines Glaubens wurde er schließlich durch siedendes Pech hingerichtet. Sein Name bedeutet so viel wie "der gutes Geschick Verheißende". Auf Darstellungen sieht man ihn meist als Jüngling oder Greis, der in siedendem Pech gemartert wird. Sein Gedenktag ist der 14. Mai.

Sophia von Rom (Gedenktag 15. Mai) starb um 304 nach Christus als frühchristliche jungfräuliche Märtyrerin. Teile ihrer Reliquien wurde nach Straßburg gebracht. Andere liegen unter der Kirche Santi Silvestro e Martino ai Monti in Rom vergraben. Sie ist oftmals mit Trog und Schwert, aber auch mit einem Palmwedel und einem Buch auf Darstellungen zu sehen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  3. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  4. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  5. 'Tatsächlich Gott'
  6. Wir können NICHT schweigen!
  7. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  8. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  9. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  10. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  11. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  12. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  13. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  14. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  15. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz