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Düstere Deutschland-Prognose: 2060 werden 15.000 Kirchen nicht mehr gebraucht

1. Juni 2021 in Deutschland, 13 Lesermeinungen
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Ein Drittel der Kirchengebäude werden nicht mehr finanziert werden können


Frankfurt am Main (kath.net) In Deutschland sollen 2060 ein Drittel aller Kirchengebäude in Deutschland nicht mehr gebraucht. Diese düstere Prognose vertritt der Theologieprofessor Thomas Erne, der Direktor des Instituts für Kirchenbau an der Universität Marburg, laut einem Bericht der FAS. In absoluten Zahlen betrifft dies ca. 15.000 Kirchengebäude, die schlicht und einfach nicht mehr finanziert werden können, da 2060 nur noch 23 Millionen Deutsche Mitglied in einer der beiden Großkirchen sein werden. Der Theologe möchte, dass Kirchen in Kindertagesstätten und Wohnungen umgewandelt werden. "Angesichts des Wohnungsmangels in den Großstädten wäre der Umbau von ungenutzten Kirchen in Wohnraum fast schon eine barmherzige Tat", schreibt Erne.


 

 


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Lesermeinungen

 girsberg74 1. Juni 2021 
 

Wie manches einfach in der Luft liegt

@LaudeturJC „Wieviele werden als Moscheen
benutzt werden?“

Mit meinem Arzt, einem überzeugten evangelischen Christen, kam ich vor einiger Zeit auf das schöne Osnabrück zu sprechen, insbesondere auf den herrlichen Dom.

Ich besorgte, mit Blick auf den Gottesdienstbesuch, - und mein Arzt sah das ebenso -, dass manche Kirchengebäude von seiner Nutzung und seinen Kosten her gar nicht mehr zu halten sein dürften, - gar, dass sie an muslimische Gemeinden veräußert würden.

„Aber,“ meinte mein Arzt ironisch: „Dann würden wieder welche regelmäßig dorthin gehen.“


1
 
 ThomasR 1. Juni 2021 
 

Es sind beinahe allein die Entscheidungen der Amtskirche

die Gläubigen aus der Kirche zu vertreiben und statt Glaubenserneuerng (beginnend von der liturgischen Erneuerung in den Priestersemianren und Ansiedlung von neuen Klostergemeinschaften- statt Vertreibung der Jungfrauen und Beschlagnahmung ihren Grundstücken) die Auslöschung der Pfarrstruktur und Unfug von ÖKT anzubieten.
Ausgelöschte Pfarrstruktur mündet in Tausenden Kirchenaustritten der Gläubigen


3
 
 Kant1 1. Juni 2021 
 

"Leere Kirche und Hirne voller Unsinn!"

Wenn ein Akademiker 1910 mit Prognosen über das Jahr 1950 gekommen wäre, hätte er sich mit ziemlicher Sicherheit geirrt, weil „erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“, wie schon geäußert wurde. Selbstverständlich brauchen wir Pläne, aber nicht für die Nutzung von Kirchen im Jahr 2060, sondern für eine wirkungsvolle Pastoral und Evangelisierung in den – sagen wir – nächsten 10 Jahren, und das dringend, da wir die letzten 50 Jahre ja schon verschlafen haben. Das würde die Kirchen wieder füllen! Die als Museen und Konzertsäle genutzen Kirchen nutzen uns dabei wohl eher wenig, wenn sie nicht sogar hinderlich sind. Das Problem sind nicht die leeren Kirchen, sondern vielmehr die mit Unsinn gefüllten Hirne der meisten Theologie-Professoren ... habe ich mal irgendwo gelesen.


4
 
 Scotus 1. Juni 2021 

D'accord, @proelio!

Es kommen dunkle Zeiten auf uns alle zu. Aber das größte Problem sind die vielen verlorenen Seelen.


3
 
 SalvatoreMio 1. Juni 2021 
 

Einspruch!

@stephaninus: für Gläubige, die zuvor keine Kirche hatten, war ein primitiver Barackenbau ein Riesengeschenk! Manche hatten Glück, weil ein zugezogener wohlhabender Kaufmann ihnen das große Wohnzimmer als Kirchenraum zur Verfügung stellte oder vererbte. - Wir feierten auf einem Dörfchen 1x mtl. Hl. Messe in einem kleinen, nicht mehr benötigten Edeka-Laden. Das Äußere interessierte gar nicht. Alle waren glücklich!


2
 
 SalvatoreMio 1. Juni 2021 
 

Was ist "Kirche"?

Kirche ist auch ein sichtbares Zeichen: sie erinnert daran, dass es mehr gibt als das Sichtbare; sie lädt ein; hier wohnt Christus im Tabernakel. Sie bedeutet so viel! Kinder in den großen Städten: in ihrem Stadtteil können sie nicht mehr als Kindergartengruppe, als Schulklasse usw. mal eben dorthin gehen, um zu schauen, um zu beten, mit einem Priester Kontakt aufzunehmen, um etwas zu erfahren! Das wäre heute nötiger denn je, weil im Elternhaus das Religiöse immer weniger erlebt wird.


4
 
 SalvatoreMio 1. Juni 2021 
 

Das Drama hat längst begonnen!

Die Bonifatius-Kirche in Bremen: nach dem Krieg fand die hl. Messe im Kino statt, aber die Vertriebenen aus den Ostgebieten und die aufblühende Wirtschaft machten es bald möglich, einen schönen Kirchbau zu wagen, wie an vielen Orten gegen 1955. Jetzt, nach gut 60 Jahren, sind etliche Kirchen schon überflüssig und umgewidmet in Kindergärten & Co. Bremen-Findorff, das immer mehr pulsiert, hat jetzt keine kath. Kirche mehr - nur ein Beispiel!


3
 
 Ulrich Motte 1. Juni 2021 
 

2060? JETZT

Der Dekan der Katholischen Kirche für die Dortmunder Nordstadt erklärte - wohl nur beispielsweise - schon vor Jahren: Ich habe 6 Kirchen, 1 brauche ich, 3 schließe ich. Man lese im Internet über Kirchenschließungen im Bistum Essen. In der Evgl. Kirche sieht es im Grundsatz genauso aus. Auch Kirchen freier Gemeinden werden keinesfalls nur eröffnet. Wie viele Kirchen gab es vor 65 Jahren, also soviel mehr zur Kirche gingen? Und über was für Verkehrsmittel verfügen wir heute! Vorredner haben recht: Es geht um Seelen - und bei vielen Kirchen, die in den 50- und 60-er Jahren gebaut wurden, wäre die Schließung auch ästhetisch kein Verlust!


3
 
 proelio 1. Juni 2021 
 

Schlimmer sind die vielen verlorenen Seelen!


8
 
 Stephaninus 1. Juni 2021 
 

Nun ja, wie pflegte mein Vater zu sagen:

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ob wirklich nur noch 23 Mio Christen in Deutschland wohnen werden, wissen wir alle nicht. Also bleiben wir gelassen. Und ehrlich gesagt: auf viele der hässlichen Bauten, die in um 1950 bis 1980 und danach errichtet wurden (und die es gar nie gebraucht hätte), kann man getrost verzichten.


6
 
 nicodemus 1. Juni 2021 
 

Das interessiert doch Bätzing und seinen Irrweg nicht die Bohne!


6
 
 laudeturJC 1. Juni 2021 

Wieviele werden als Moscheen

benutzt werden? Wir gehen bösen Zeiten entgegen...


6
 
 Fides Mariae 1 1. Juni 2021 
 

Wehe dem Land...

... das keine Kirchen mehr hat. Ein so großer Wegfall von Stellen der eucharistischer Präsenz unseres Herrn wird sich auswirken. Mindestens atmosphärisch. Wie die Muttergottes an Don Gobbi schon in den 70er-Jahren voraussagte: Es wird immer dunkler auf der Welt. Schade! Persönlich würde ich mir wünschen, die vorhandenen Geldmittel mehr in die Erhaltung von Kirchengebäuden zu investieren als in fragwürdige Personalstellen.


6
 

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