Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  3. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Beschließen ohne zu entscheiden?
  7. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  8. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  9. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  12. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Die Zukunft der Kirche, die Zukunft des Glaubens hängt an der Feier der Eucharistie

3. Juni 2021 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Marx ruft zu Ehrfurcht vor anderen Religionen auf, ohne eigenen Glauben zu relativieren


München (kath.net/pm)

Kardinal Reinhard Marx hat dazu aufgerufen, die Schätze der eigenen Glaubenstradition wertzuschätzen und gleichzeitig voller Ehrfurcht auf andere Religionen und Traditionen zu schauen. „Die Vielfalt des Religiösen ist auch eine Einladung, das Religiöse selbst neu zu verstehen“, so Marx in seiner Predigt zum Fronleichnamsfest am 3. Juni im Münchner Liebfrauendom. Der Erzbischof von München und Freising warnte davor, überheblich zu sein und hob die Notwendigkeit hervor, aus der Geschichte zu lernen.

„Was vergangen ist, ist deshalb noch nicht verschwunden.“ Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seien miteinander verschränkt, so Marx. Das werde bewusst, wenn Ereignisse aus der Vergangenheit wieder sichtbar würden „und uns neu herausfordern“. Manche Erfahrungen, die nicht bewusst waren und dann ans Licht träten, ließen vieles in einem ganz anderen Licht erscheinen. Das erlebe auch die Kirche in den Herausforderungen im Umgang mit dem sexuellen Missbrauch. „Vergangen ist nicht vergangen, es kommt nach oben und stellt uns neu vor die Frage: Wer sind wir eigentlich? Was wollen wir sein und was bedeutet das im Blick auf die Vergangenheit, auf die Betroffenen?“ In diesem Zusammenhang erinnerte Marx auch an den Völkermord, den deutsche Kolonialtruppen an den Herero verübt hatten und der erst vor wenigen Tagen – nach 120 Jahren – von der Bundesrepublik anerkannt worden war. „Niemand von uns war damals auf der Welt, als das geschehen ist, und doch tragen wir als deutsche Staatsbürger jetzt Mitverantwortung“, so Marx. Auch im Blick auf den eigenen Glauben gelte es aus der Geschichte zu lernen. „Mit welcher Überheblichkeit sind wir auf andere zugegangen?“, fragte Marx mit Blick auf andere Kulturen und Religionen.


Weder sei es sinnvoll, alle Religionen als „gleich“ einzuordnen, noch alles andere zu verdrängen und sich selbst an die Spitze zu setzen, so Marx. Es gelte „zu lernen und den eigenen Schatz neu zu erkennen, ohne den Anderen negativ beiseite zu schieben. Ihn verstehen und dann zu erkennen, welch großartige Einladung die ist, die Gott ausspricht in Jesus von Nazareth.“ Zum Fest Fronleichnam, das die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie feiert, erklärte Marx: „Es gibt vieles Verbindende, und doch sind wir froh, Christen zu sein. Wir relativieren nicht, wir entdecken den Schatz unseres Glaubens neu.“ Die Botschaft der Eucharistie sei: „Gott ist ein Gott der Menschen und in Jesus von Nazareth ist er der Bruder aller Menschen geworden.“ Im Brot des Lebens werde er Nahrung für alle, wer das Brot esse, werde im geistigen Sinne Nahrung für andere. Kardinal Marx betonte die Bedeutung der Eucharistie für die christliche Gemeinschaft: „Die Zukunft der Kirche, die Zukunft des Glaubens hängt an der Feier der Eucharistie – die Eucharistie, die sich auswirkt im Leben“, so Marx, „wo wir lebendiges Brot werden mit ihm, für das Heil der Welt.“ Der Traum Jesu sei gewesen, „als Zeichen in die Welt hineinzugeben, dass alle zusammengehören, Männer und Frauen, dass wir zusammen den Gott feiern, der sich uns schenkt in Jesus von Nazareth, der unser Brot geworden ist“. Marx äußerte den Wunsch, „dass wir den Schatz des Glaubens und der Eucharistie am Sonntag wieder neu als eine Kraftquelle erfahren“. Dies sei „auch der richtige Weg zur Erneuerung der Kirche“, so der Erzbischof von München und Freising.

 

Foto: (c) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  7. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  8. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  9. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  10. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Beschließen ohne zu entscheiden?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz