Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  7. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  8. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  11. Der Realismus der Barmherzigkeit
  12. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  13. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  14. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  15. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung

Die Zukunft der Kirche, die Zukunft des Glaubens hängt an der Feier der Eucharistie

3. Juni 2021 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Marx ruft zu Ehrfurcht vor anderen Religionen auf, ohne eigenen Glauben zu relativieren


München (kath.net/pm)

Kardinal Reinhard Marx hat dazu aufgerufen, die Schätze der eigenen Glaubenstradition wertzuschätzen und gleichzeitig voller Ehrfurcht auf andere Religionen und Traditionen zu schauen. „Die Vielfalt des Religiösen ist auch eine Einladung, das Religiöse selbst neu zu verstehen“, so Marx in seiner Predigt zum Fronleichnamsfest am 3. Juni im Münchner Liebfrauendom. Der Erzbischof von München und Freising warnte davor, überheblich zu sein und hob die Notwendigkeit hervor, aus der Geschichte zu lernen.

„Was vergangen ist, ist deshalb noch nicht verschwunden.“ Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seien miteinander verschränkt, so Marx. Das werde bewusst, wenn Ereignisse aus der Vergangenheit wieder sichtbar würden „und uns neu herausfordern“. Manche Erfahrungen, die nicht bewusst waren und dann ans Licht träten, ließen vieles in einem ganz anderen Licht erscheinen. Das erlebe auch die Kirche in den Herausforderungen im Umgang mit dem sexuellen Missbrauch. „Vergangen ist nicht vergangen, es kommt nach oben und stellt uns neu vor die Frage: Wer sind wir eigentlich? Was wollen wir sein und was bedeutet das im Blick auf die Vergangenheit, auf die Betroffenen?“ In diesem Zusammenhang erinnerte Marx auch an den Völkermord, den deutsche Kolonialtruppen an den Herero verübt hatten und der erst vor wenigen Tagen – nach 120 Jahren – von der Bundesrepublik anerkannt worden war. „Niemand von uns war damals auf der Welt, als das geschehen ist, und doch tragen wir als deutsche Staatsbürger jetzt Mitverantwortung“, so Marx. Auch im Blick auf den eigenen Glauben gelte es aus der Geschichte zu lernen. „Mit welcher Überheblichkeit sind wir auf andere zugegangen?“, fragte Marx mit Blick auf andere Kulturen und Religionen.


Weder sei es sinnvoll, alle Religionen als „gleich“ einzuordnen, noch alles andere zu verdrängen und sich selbst an die Spitze zu setzen, so Marx. Es gelte „zu lernen und den eigenen Schatz neu zu erkennen, ohne den Anderen negativ beiseite zu schieben. Ihn verstehen und dann zu erkennen, welch großartige Einladung die ist, die Gott ausspricht in Jesus von Nazareth.“ Zum Fest Fronleichnam, das die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie feiert, erklärte Marx: „Es gibt vieles Verbindende, und doch sind wir froh, Christen zu sein. Wir relativieren nicht, wir entdecken den Schatz unseres Glaubens neu.“ Die Botschaft der Eucharistie sei: „Gott ist ein Gott der Menschen und in Jesus von Nazareth ist er der Bruder aller Menschen geworden.“ Im Brot des Lebens werde er Nahrung für alle, wer das Brot esse, werde im geistigen Sinne Nahrung für andere. Kardinal Marx betonte die Bedeutung der Eucharistie für die christliche Gemeinschaft: „Die Zukunft der Kirche, die Zukunft des Glaubens hängt an der Feier der Eucharistie – die Eucharistie, die sich auswirkt im Leben“, so Marx, „wo wir lebendiges Brot werden mit ihm, für das Heil der Welt.“ Der Traum Jesu sei gewesen, „als Zeichen in die Welt hineinzugeben, dass alle zusammengehören, Männer und Frauen, dass wir zusammen den Gott feiern, der sich uns schenkt in Jesus von Nazareth, der unser Brot geworden ist“. Marx äußerte den Wunsch, „dass wir den Schatz des Glaubens und der Eucharistie am Sonntag wieder neu als eine Kraftquelle erfahren“. Dies sei „auch der richtige Weg zur Erneuerung der Kirche“, so der Erzbischof von München und Freising.

 

Foto: (c) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  3. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  4. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  5. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  6. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  7. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  8. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  9. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  10. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe
  11. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  12. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  13. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  14. Christus ist der Fels, der uns trägt
  15. 50 Jahre Jugendkonferenzen in Steubenville

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz