Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Ein Signal des Himmels?
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  5. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  8. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  9. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  10. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  11. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  12. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  13. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  14. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

Kardinal Pell: Brauchen keine zweite protestantische Kirche

8. Juni 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Füherer Kurienkardinal im Kathpress-Interview: "Liberale Protestanten verlieren noch viel schneller und mehr Mitglieder als wir"


Rom (kath.net/KAP) Der kirchliche Missbrauchsskandal muss nach Ansicht des australischen Kardinals George Pell zwar aufgearbeitet werden, sei aber kein Anlass, wesentliche Lehraussagen der katholischen Kirche aufzugeben. Es sei "eine totale Fehlinterpretation zu meinen, diese furchtbare Krise verlange ein völliges Umdenken bei unseren Strukturen oder der Art, wie wir leben", sagte Pell in einem Interview mit Kathpress anlässlich seines 80. Geburtstags am Dienstag. Er bezog sich auf Reformdebatten wie beim Synodalen Weg in Deutschland oder in Australien.

"Wir brauchen keine weitere protestantische Kirche; liberale Protestanten verlieren noch viel schneller und mehr Mitglieder als wir", sagte der frühere Kurienkardinal. Eine entscheidende Frage, der sich Katholiken in Australien wie in Europa stellen müssten, laute: "Sind wir Diener und Verteidiger der apostolischen Tradition, des Glaubens, der Offenbarung - oder deren Herren, so dass wir sie grundlegend ändern könnten?"


Menschen in der Kirche hätten nicht gesündigt oder große Fehler begangen, indem sie kirchlicher Lehre folgten, betonte Pell. "Jemand, der sich an die Lehre hält, begeht keinen Missbrauch." Auf den Vorwurf, die Kirche sei nicht glaubwürdig, solange sie Frauen nicht völlig gleichberechtigt behandele oder homosexuelle Partnerschaften nicht segnen wolle, antwortete er: "Das tut mir leid, aber es ist nicht meine Lehre; ich folge Jesus Christus. Was er lehrte, hat 2.000 Jahre überdauert; heute hat er 1,3 Milliarden katholische Anhänger."

Der christliche Glaube funktioniere, wenn er für das stehe, was Jesus Christus gelehrt habe, so Pell. Das zeige sich auch soziologisch: "Religiöse Gruppen, die eine feste, klare Lehre haben, überleben besser als liberale. Die Kinder liberaler Christen werden Agnostiker."

Pell war ab Mitte der 1990er Jahre zunächst Erzbischof von Melbourne und danach Erzbischof von Sydney. 2014 ernannte ihn Papst Franziskus zum Präfekten des damals neu geschaffenen Wirtschaftssekretariats der Römischen Kurie. Im Sommer 2017 musste der Kardinal in seine Heimat Australien reisen, um sich gerichtlich wegen Missbrauchsvorwürfen zu verantworten. Nachdem er aufgrund erster Urteile ein gutes Jahr in Haft war, wurde er im April 2020 vom Obersten Gerichtshof Australiens wegen mangelnder Beweislage endgültig freigesprochen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 golden 8. Juni 2021 
 

Richtiges, für die Bekehrung irrender Seelen Notwendiges

wurde seit Ende des II. Vaticanums nicht mehr ausreichend angewandt (Beichte; Katechese;Exkommunikation/Kirchenzucht)und jetzt wird nur noch eine Art
"religiöses Esperanto" gesprochen.Ein Hl. Pius X hätte aufgeräumt.


1
 
 Ulrich Motte 8. Juni 2021 
 

Nicht ganz so in der BRD (?)

In der BRD ist die jeweils jährliche Bilanz aus aktuellen Ein-, Über- und Austritten bei Berücksichtigung der Folgen ungleicher Zuwanderung seit Jahren (vorher war es ganz anders) anders: Da schneidet die EKD bei allen Risiken von Statistiken wohl eher etwas besser (etwas weniger schlecht) ab als die RKK in der BRD. Höhere absolute Mitgliederverluste der EKD rühren von Ereignissen der Verganqenheit, teils aus besonders hohen Austritten in der DDR bei Jüngeren, während Ältere, die jetzt sterben, "drin" blieben.


0
 
 Herbstlicht 8. Juni 2021 
 

Missbrauch gab es doch auch in der prostestantischen Kirche, wie jedem bekannt ist und nur medial nicht so thematisiert wird, wie bei den Katholiken, warum auch immer.

Und dort gibt es doch alles, was unsere teilweise so zeitgeistigen Bischöfe so vehement einfordern:
Die evangelische Kirche glänzt mit verheirateten Pfarrern, mit Pfarrerinnen zuhauf, die Sexualmoral ist viel mehr an unsere Zeit angepasst, also weitaus flexibler.

Warum gab es also auch dort Missbrauch?
Welche logisch nachvollziehbare Erklärung geben uns jene Bischöfe, die so sehr darauf aus sind, die Lehre der katholischen Kirche "weiterzuentwickeln"?

Missbrauch ist rein menschliches Versagen und nicht der Lehre Jesu Christi und seiner von Ihm gestifteten Kirche anzulasten.


3
 
 mphc 8. Juni 2021 

Kinder liberaler Eltern

werden Agnostiker. Das sehe ich auch in meiner Verwandtschaft


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  8. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  9. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  10. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  11. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin
  12. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  13. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  14. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg
  15. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz