Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  7. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  8. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  11. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  12. Der Realismus der Barmherzigkeit
  13. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  14. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  15. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“

Kardinal Pell: Brauchen keine zweite protestantische Kirche

8. Juni 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Füherer Kurienkardinal im Kathpress-Interview: "Liberale Protestanten verlieren noch viel schneller und mehr Mitglieder als wir"


Rom (kath.net/KAP) Der kirchliche Missbrauchsskandal muss nach Ansicht des australischen Kardinals George Pell zwar aufgearbeitet werden, sei aber kein Anlass, wesentliche Lehraussagen der katholischen Kirche aufzugeben. Es sei "eine totale Fehlinterpretation zu meinen, diese furchtbare Krise verlange ein völliges Umdenken bei unseren Strukturen oder der Art, wie wir leben", sagte Pell in einem Interview mit Kathpress anlässlich seines 80. Geburtstags am Dienstag. Er bezog sich auf Reformdebatten wie beim Synodalen Weg in Deutschland oder in Australien.

"Wir brauchen keine weitere protestantische Kirche; liberale Protestanten verlieren noch viel schneller und mehr Mitglieder als wir", sagte der frühere Kurienkardinal. Eine entscheidende Frage, der sich Katholiken in Australien wie in Europa stellen müssten, laute: "Sind wir Diener und Verteidiger der apostolischen Tradition, des Glaubens, der Offenbarung - oder deren Herren, so dass wir sie grundlegend ändern könnten?"


Menschen in der Kirche hätten nicht gesündigt oder große Fehler begangen, indem sie kirchlicher Lehre folgten, betonte Pell. "Jemand, der sich an die Lehre hält, begeht keinen Missbrauch." Auf den Vorwurf, die Kirche sei nicht glaubwürdig, solange sie Frauen nicht völlig gleichberechtigt behandele oder homosexuelle Partnerschaften nicht segnen wolle, antwortete er: "Das tut mir leid, aber es ist nicht meine Lehre; ich folge Jesus Christus. Was er lehrte, hat 2.000 Jahre überdauert; heute hat er 1,3 Milliarden katholische Anhänger."

Der christliche Glaube funktioniere, wenn er für das stehe, was Jesus Christus gelehrt habe, so Pell. Das zeige sich auch soziologisch: "Religiöse Gruppen, die eine feste, klare Lehre haben, überleben besser als liberale. Die Kinder liberaler Christen werden Agnostiker."

Pell war ab Mitte der 1990er Jahre zunächst Erzbischof von Melbourne und danach Erzbischof von Sydney. 2014 ernannte ihn Papst Franziskus zum Präfekten des damals neu geschaffenen Wirtschaftssekretariats der Römischen Kurie. Im Sommer 2017 musste der Kardinal in seine Heimat Australien reisen, um sich gerichtlich wegen Missbrauchsvorwürfen zu verantworten. Nachdem er aufgrund erster Urteile ein gutes Jahr in Haft war, wurde er im April 2020 vom Obersten Gerichtshof Australiens wegen mangelnder Beweislage endgültig freigesprochen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  3. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  4. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  5. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  6. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  7. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  8. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  9. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  10. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe
  11. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  12. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  13. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  14. Christus ist der Fels, der uns trägt
  15. 50 Jahre Jugendkonferenzen in Steubenville

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz