Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  6. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Beschließen ohne zu entscheiden?
  9. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  10. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  13. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  14. Die Nazi-Projektion
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Kardinal Pell: Brauchen keine zweite protestantische Kirche

8. Juni 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Füherer Kurienkardinal im Kathpress-Interview: "Liberale Protestanten verlieren noch viel schneller und mehr Mitglieder als wir"


Rom (kath.net/KAP) Der kirchliche Missbrauchsskandal muss nach Ansicht des australischen Kardinals George Pell zwar aufgearbeitet werden, sei aber kein Anlass, wesentliche Lehraussagen der katholischen Kirche aufzugeben. Es sei "eine totale Fehlinterpretation zu meinen, diese furchtbare Krise verlange ein völliges Umdenken bei unseren Strukturen oder der Art, wie wir leben", sagte Pell in einem Interview mit Kathpress anlässlich seines 80. Geburtstags am Dienstag. Er bezog sich auf Reformdebatten wie beim Synodalen Weg in Deutschland oder in Australien.

"Wir brauchen keine weitere protestantische Kirche; liberale Protestanten verlieren noch viel schneller und mehr Mitglieder als wir", sagte der frühere Kurienkardinal. Eine entscheidende Frage, der sich Katholiken in Australien wie in Europa stellen müssten, laute: "Sind wir Diener und Verteidiger der apostolischen Tradition, des Glaubens, der Offenbarung - oder deren Herren, so dass wir sie grundlegend ändern könnten?"


Menschen in der Kirche hätten nicht gesündigt oder große Fehler begangen, indem sie kirchlicher Lehre folgten, betonte Pell. "Jemand, der sich an die Lehre hält, begeht keinen Missbrauch." Auf den Vorwurf, die Kirche sei nicht glaubwürdig, solange sie Frauen nicht völlig gleichberechtigt behandele oder homosexuelle Partnerschaften nicht segnen wolle, antwortete er: "Das tut mir leid, aber es ist nicht meine Lehre; ich folge Jesus Christus. Was er lehrte, hat 2.000 Jahre überdauert; heute hat er 1,3 Milliarden katholische Anhänger."

Der christliche Glaube funktioniere, wenn er für das stehe, was Jesus Christus gelehrt habe, so Pell. Das zeige sich auch soziologisch: "Religiöse Gruppen, die eine feste, klare Lehre haben, überleben besser als liberale. Die Kinder liberaler Christen werden Agnostiker."

Pell war ab Mitte der 1990er Jahre zunächst Erzbischof von Melbourne und danach Erzbischof von Sydney. 2014 ernannte ihn Papst Franziskus zum Präfekten des damals neu geschaffenen Wirtschaftssekretariats der Römischen Kurie. Im Sommer 2017 musste der Kardinal in seine Heimat Australien reisen, um sich gerichtlich wegen Missbrauchsvorwürfen zu verantworten. Nachdem er aufgrund erster Urteile ein gutes Jahr in Haft war, wurde er im April 2020 vom Obersten Gerichtshof Australiens wegen mangelnder Beweislage endgültig freigesprochen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  6. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  9. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  10. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  11. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  12. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  13. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  14. Die Nazi-Projektion
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz