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Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen

11. Juni 2021 in Aktuelles, 43 Lesermeinungen
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Franziskus: hinter jeder Starrheit steckt ein ernstes Problem, denn der Starrheit fehlt die Menschlichkeit. Vier Dimensionen der Priesterausbildung. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net) Die Rigiden und Frömmler, die „Pharisäer“ und Buchstaben nachbetenden „Gesetzeslehrer“: immer wieder wurden und werden sie von Papst Franziskus aufs Korn genommen und harsch gescholten – in der Vergangenheit bezeugten dies dutzende von Predigten bei den Morgenmessen in Santa Marta. Dies besonders, wenn sie sich wie Pfauen brüsten, wie Schweine mit gebeugtem Kopf auf dem Boden herumschnüffeln oder wie Papageien irgendwelche Gebete vor sich hinplappern. „Das sind keine Christen“, so das häufig mit der Schärfe eines Fallbeils gefällte Urteil des Papstes. Wenigstens sind es keine guten Katholiken, wie sie Franziskus mögen könnte.

Besonders in den Ansprachen an Bischöfe, Priester und Seminaristen zeichnete der Papst in den Jahren sein Bild des Priesters und Seelsorgers sowie Grundlinien für die Priesterausbildung ab. Dies geschah auch wieder am 10. Juni vor der Gemeinschaft des Päpstlichen Regionalen Seminars „Pio XI.“ von Ancona. Der Papst ging umfangreich auf die Ausbildung und die Auszubildenden ein. Intensiv warnte er vor der Gefahr der Starrheit und diagnostizierte den „Rigiden“, dass da etwas nicht in Ordnung sei: „Seid vorsichtig mit Erfahrungen, die zu steriler Intimität führen, mit ‚befriedigenden Spiritualismen’, die scheinbar Trost spenden, aber stattdessen zu Verschlossenheit und Starre führen. Und hier werde ich für eine Weile aufhören.

Starrheit ist heute ein bisschen in Mode; und Starrheit ist eine der Erscheinungsformen des Klerikalismus. Klerikalismus ist eine Perversion des Priestertums: er ist eine Perversion. Und Starrheit ist eine der Erscheinungsformen. Wenn ich einen Seminaristen oder einen jungen Priester starr vorfinde, sage ich: ‚Da ist etwas Schlimmes mit ihm passiert’. Hinter jeder Starrheit steckt ein ernstes Problem, denn der Starrheit fehlt die Menschlichkeit“.

Derartiges könne auch zu falscher Haltung im Bereich der Liturgie führen: „Seid wachsam, damit die Liturgie und das Gemeinschaftsgebet nicht zu einer Feier unserer selbst werden. Einmal ging ich in einem kirchlichen Bekleidungsgeschäft Hemden kaufen – als ich noch ausgehen konnte, jetzt kann ich es nicht mehr. Da war ein junger Mann, ein Seminarist oder Priester, der auf der Suche nach Kleidung war. Ich sah ihn an: er betrachtete sich im Spiegel. Und mir fiel dieser Satz ein: er feiert sich selbst, und das wird er auch vor dem Altar tun. Bitte, lasst nicht jede liturgische Feier eine Feier unserer selbst sein. Bereichert das Gebet mit Gesichtern, und fühlt euch schon jetzt als Fürsprecher für die Welt“.

Das Problem der leeren Seminare: es sollte anscheinend auch dadurch zu beheben sein, dass man „Rigiden“ eine psychische Defizienz diagnostiziert. Ob dadurch alle dringenden pastoralen Probleme angegangen werden können, sei dahingestellt. Worin diese „Rigidität“ besteht, entbehrt auch noch einer näheren Präzisierung.

Der Papst ging dann auf die vier Dimensionen der Priesterausbildung ein: intellektuell, pastoral, gemeinschaftlich und spirituell.

***

An die Gemeinschaft des Päpstlichen Regionalen Seminars Pio XI. von Ancona (10. Juni 2021):

Ich stelle mir das Seminar gerne als die Familie von Nazareth vor, in der Jesus aufgenommen, umsorgt und geformt wurde im Hinblick auf die Mission, die ihm der Vater anvertraut hat. Der Sohn Gottes akzeptierte es, sich von menschlichen Eltern, Maria und Josef, lieben und führen zu lassen und lehrte jeden von uns, dass ohne Fügsamkeit niemand wachsen und reifen kann. Ich möchte dies betonen, weil wir nicht so viel über Fügsamkeit sprechen. Fügsam zu sein ist eine Gabe, um die wir bitten müssen; Fügsamkeit ist eine Tugend, die nicht nur erworben, sondern auch empfangen werden muss. Es ist für jeden von Ihnen wichtig, sich immer wieder zu fragen: "Bin ich fügsam? Bin ich rebellisch, oder ist mir das völlig egal, ich mache, was ich will?" Nein: Fügsamkeit ist eine konstruktive Haltung des Berufes und auch der Persönlichkeit. Ohne Fügsamkeit kann niemand wachsen und reifen. In der Tat bekräftigt die Ratio Fundamentalis Institutionis Sacerdotalis, dass der Priester ein Jünger ist, der ständig in den Fußstapfen des Meisters unterwegs ist, und daher ist seine Ausbildung ein sich entwickelnder Prozess, der in der Familie beginnt, in der Pfarrei fortgesetzt wird, im Seminar gefestigt wird und das ganze Leben lang andauert. Die Gestalt des heiligen Josef ist das schönste Vorbild, von dem sich eure Ausbilder bei der Bewahrung und Pflege eurer Berufung inspirieren lassen sollen. An sie möchte ich also in erster Linie meinen Appell richten.


Liebe Mitbrüder der Bischofskonferenz der Marken, die als erste für die Ausbildung dieser jungen Menschen verantwortlich sind; lieber Rektor, Spiritual und alle Ausbilder, seid für eure Seminaristen, was Josef für Jesus war! Mögen sie mehr aus deinem Leben als aus deinen Worten lernen, wie es im Haus von Nazareth geschah, wo Jesus in der Schule von Josefs "schöpferischem Mut" geformt wurde. Mögen sie Gelehrigkeit aus deinem Gehorsam lernen; Fleiß aus deiner Hingabe; Großzügigkeit gegenüber den Armen aus dem Zeugnis deiner Nüchternheit und Verfügbarkeit; Vaterschaft aus deiner lebendigen und keuschen Zuneigung.

„Vielleicht aus diesem Grund spricht die Tradition Josef nicht nur als Vater an, sondern fügt hier noch das Wort „keusch“ hinzu. Dies ist nicht eine rein affektive Angabe, sondern drückt eine Haltung aus, die man als das Gegenteil von „besitzergreifend“ bezeichnen könnte. Keuschheit ist die Freiheit von Besitz in allen Lebensbereichen. Nur wenn eine Liebe keusch ist, ist sie wirklich Liebe. Die Liebe, die besitzen will, wird am Ende immer gefährlich, sie nimmt gefangen, erstickt und macht unglücklich. Gott selbst hat den Menschen mit keuscher Liebe geliebt und ihm die Freiheit gelassen, Fehler zu machen und sich gegen ihn zu stellen. Die Logik der Liebe ist immer eine Logik der Freiheit, und Josef war in der Lage, in außerordentlicher Freiheit zu lieben. Er hat sich nie selbst in den Mittelpunkt gestellt. Er verstand es, zur Seite zu treten und Maria und Jesus zur Mitte seines Lebens zu machen (Apostolisches Schreiben Patris corde, 7).

Und nun, liebe Seminaristen, möchte ich mich an euch wenden, die die Kirche bittet, dem Beispiel Jesu zu folgen, der sich von Josef gefügig erziehen ließ. Schon als Junge musste er die Ermüdung erfahren, die jede Wachstumsreise mit sich bringt, sich die großen Fragen des Lebens zu stellen, zu beginnen, seine Verantwortung zu übernehmen und eigene Entscheidungen zu treffen. Aber er war Gott, er brauchte es nicht, nein: er lernte, aber er lernte wirklich, er tat nicht so, als ob er lernen würde: nein, er lernte. Er war Gott, ja, aber Er war wahrer Mensch: er ging durch alle Stadien des Wachstums eines Menschen. Vielleicht haben wir nicht genug über den jungen Jesus nachgedacht, der damit beschäftigt war, seine eigene Berufung zu erkennen, auf Maria und Josef zu hören und sich ihnen anzuvertrauen, mit dem Vater zu sprechen, um seine Sendung zu verstehen.

Möge das Seminar für euch auch wie das Haus von Nazareth sein, in dem der Gottessohn von seinen Eltern Menschlichkeit und Nähe gelernt hat. Geben Sie sich nicht damit zufrieden, dass Sie soziale Netzwerke und Medien geschickt zur Kommunikation nutzen. Nur verwandelt durch das Wort Gottes werden Sie in der Lage sein, Worte des Lebens zu vermitteln. Die Welt dürstet nach Priestern, die in der Lage sind, denen, die Sünde und Versagen erlebt haben, die Güte des Herrn zu vermitteln, nach Priestern, die Experten in Sachen Menschlichkeit sind, nach Seelsorgern, die bereit sind, die Freuden und Mühen ihrer Brüder und Schwestern zu teilen, nach Männern, die sich vom Schrei der Leidenden prägen lassen. Schöpfen Sie die Menschlichkeit Jesu aus dem Evangelium und aus dem Tabernakel, such sie im Leben der Heiligen und so vieler Helden der Nächstenliebe, denken Sie an das echte Beispiel derer, die euch den Glauben weitergegeben haben, an eure Großeltern, an eure Eltern. Paulus sagte seinem geliebten Jünger Timotheus: "Denk an deine Mutter und Großmutter, an deine Wurzeln".

Und lest auch jene Schriftsteller, die es verstanden haben, in die menschliche Seele zu blicken; ich denke zum Beispiel an Dostojewski, der in den elenden Ereignissen des irdischen Leidens die Schönheit der Liebe, die rettet, zu enthüllen vermochte. Aber einige von Ihnen werden vielleicht sagen: Aber was hat Dostojewski hier zu suchen? Diese sind für die Literaten! Nein, nein: Es ist für das Wachsen in der Menschlichkeit. Lesen Sie die großen Humanisten. Ein Priester kann sehr diszipliniert sein, er kann die Theologie gut erklären, sogar die Philosophie und viele Dinge. Aber wenn er kein Mensch ist, ist er nutzlos. Er soll rausgehen und Professor werden. Aber wenn er nicht menschlich ist, kann er kein Priester sein: Ihm fehlt etwas. Fehlt ihm die Sprache? Nein, er kann sprechen. Ihm fehlt das Herz; Experten für Menschlichkeit!

Das Seminar darf euch also nicht von der Realität, von den Gefahren und noch weniger von den anderen entfernen, sondern im Gegenteil, es soll Sie näher zu Gott und zu Ihren Brüdern und Schwestern bringen. Erweitert innerhalb der Mauern des Seminars die Grenzen Ihres Herzens - das erweiterte Herz – dehnt sie auf die ganze Welt aus, werden Sie leidenschaftlich für das, was Sie "näher bringt", leidenschaftlich für das, was euch "öffnet", was euch "zusammenbringt".

Seid vorsichtig mit Erfahrungen, die zu steriler Intimität führen, mit "befriedigenden Spiritualismen", die scheinbar Trost spenden, aber stattdessen zu Verschlossenheit und Starre führen. Und hier werde ich für eine Weile aufhören.

Starrheit ist heute ein bisschen in Mode; und Starrheit ist eine der Erscheinungsformen des Klerikalismus. Klerikalismus ist eine Perversion des Priestertums: er ist eine Perversion. Und Starrheit ist eine der Erscheinungsformen. Wenn ich einen Seminaristen oder einen jungen Priester starr vorfinde, sage ich: “Da ist etwas Schlimmes mit ihm passiert “. Hinter jeder Starrheit steckt ein ernstes Problem, denn der Starrheit fehlt die Menschlichkeit.

Abschließend möchte ich euch einige Gedanken zu den vier Dimensionen der Ausbildung vorschlagen: menschlich, geistlich, intellektuell und pastoral. Und diese vier Dimensionen gehen zusammen, und eine implementiert die andere: die menschliche Dimension, die spirituelle Dimension, die intellektuelle Dimension und die pastorale Dimension.

Zuallererst, distanziert euch nicht von eurer Menschlichkeit, lasst die Komplexität eurer inneren Welt, eure Gefühle und eure Affektivität nicht vor der Tür des Seminars: lasst sie nicht draußen; schließt euch nicht ein, wenn ihr einen Moment der Krise oder der Schwäche erlebt: es ist gerade die Menschlichkeit, über die gesprochen werden muss. Öffnet euch in aller Aufrichtigkeit euren Ausbildern und kämpft gegen jede Form von innerer Falschheit. Diejenigen, die das Gesicht der seligen Imelda haben und innerlich eine Katastrophe sind: nein, das ist innere Falschheit. Seid keine Engel, nein. Kultiviert saubere, freudvolle, befreiende menschliche Beziehungen, voll, fähig zur Freundschaft, fähig zu Gefühlen, fähig zur Fruchtbarkeit.

Spirituelle Dimension, Spiritualität: das Gebet sollte kein Ritualismus sein – die Starren enden immer im Ritualismus; das Gebet sollte eine Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit Gott sein. Und wenn ihr euch über Gott ärgern, tut es: denn sich über den Vater zu ärgern, ist eine Art, Liebe zu vermitteln. Habt keine Angst: Er versteht diese Sprache, er ist Vater – eine persönliche Begegnung mit Gott, ein Dialog und Vertrauen mit Ihm.

Seid wachsam, damit die Liturgie und das Gemeinschaftsgebet nicht zu einer Feier unserer selbst werden. Einmal ging ich in einem kirchlichen Bekleidungsgeschäft Hemden kaufen – als ich noch ausgehen konnte, jetzt kann ich es nicht mehr. Da war ein junger Mann, ein Seminarist oder Priester, der auf der Suche nach Kleidung war. Ich sah ihn an: er betrachtete sich im Spiegel. Und mir fiel dieser Satz ein: er feiert sich selbst, und das wird er auch vor dem Altar tun. Bitte, lasst nicht jede liturgische Feier eine Feier unserer selbst sein. Bereichert das Gebet mit Gesichtern, und fühlt euch schon jetzt als Fürsprecher für die Welt.

Möge das Studium – die dritte Dimension – euch helfen, mit Bewusstsein und Kompetenz in die Komplexität der zeitgenössischen Kultur und des Denkens einzutreten, keine Angst davor zu haben, ihr nicht feindlich gegenüberzustehen. Ihr braucht keine Angst zu haben. “Aber, Vater, wir leben in einer Zeit, die von atheistischem Denken geprägt ist “ – Aber, ihr müsst es verstehen, Sie müssen den Dialog führen und Sie müssen Ihren Glauben verkünden und Jesus Christus dieser Welt, diesem Denken verkünden. Dort muss die Weisheit des Evangeliums verkörpert werden. Und die Herausforderung der Mission, die auf Sie wartet, erfordert heute mehr denn je Kompetenz und Vorbereitung. Heute mehr denn je: es braucht Studium, Kompetenz, Vorbereitung, um zu dieser Welt zu sprechen.

Und die pastorale Ausbildung, die vierte Dimension, wird euch ermutigen, mit Begeisterung hinauszugehen, um Menschen zu begegnen. Ihr seid Priester, um dem Volk Gottes zu dienen, um die Wunden aller zu versorgen, besonders die der Armen. Verfügbarkeit für andere: das ist der sichere Beweis für euer Ja zu Gott. Und kein Klerikalismus, das habe ich schon gesagt. Jünger Jesu zu sein bedeutet, sich von sich selbst zu befreien und sich seinen eigenen Gefühlen anzupassen, ihm, der gekommen ist, "nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen" (vgl. Mk 10,45).

Der wahre Hirte löst sich nicht von Gottes Volk: er ist in Gottes Volk, entweder vorne – um den Weg zu zeigen – oder in der Mitte, um es besser zu verstehen, oder hinten, um denen zu helfen, die ein wenig zurückbleiben, und auch, um sich vom Volk, der Herde, mit der Nase zeigen zu lassen, wo es neue Weiden gibt. Der wahre Hirte muss sich ständig an diesen drei Stellen bewegen: vorne, in der Mitte und hinten. Manchmal sehe ich Bücher oder Kongresse über das Priestertum, die diesen, diesen Aspekt, jenen, jenen, jenen berühren. Es ist wahr, man muss all das studieren, aber wenn all diese Aspekte nicht in der Zugehörigkeit zum heiligen, gläubigen Volk Gottes verwurzelt sind, sind sie nur akademische Überlegungen, die keinen Nutzen haben. Du bist ein Priester des heiligen, gläubigen Volkes Gottes, du bist ein Priester, weil du das Taufpriestertum hast und das kannst du nicht leugnen.

Schließlich möchte ich euren Hirten– euch und euren Kollegen: Danke – und euren Diözesangemeinschaften für das Zeugnis der kirchlichen Gemeinschaft danken, das durch die Entscheidung, die interdiözesane und regionale Institution des Seminars zu stärken, gegeben wurde: das gefällt mir sehr. Und auch aus der Notwendigkeit heraus, denn eine Diözese, die vier Seminaristen hat, kann nicht ein Seminar mit vier oder fünf oder sechs Seminaristen haben: sie braucht die Gemeinschaft. In einer Zeit, in der wir – sowohl außerhalb als auch innerhalb der Kirche – „kleinliche Verschlossenheiten“ erleben, ist die Erfahrung von Gemeinschaft, die ihr lebt, ein schönes Beispiel auch für andere Diözesen, denen durch ein gemeinsames Ausbildungsprojekt geholfen wird, Ausbilder und Lehrer zu finden, die der großen Herausforderung der Berufsbegleitung gewachsen sind.

Und eine letzte Sache. In diesen vier Dimensionen – intellektuell, pastoral, gemeinschaftlich und spirituell – werdet ihr Professoren, Ausbilder, geistliche Leiter haben, und ihr müsst mit ihnen sprechen. Aber sucht – in euren Diözesen – die alten Priester, diejenigen, die die Weisheit des guten Weines haben, diejenigen, die euch mit ihrem Zeugnis lehren werden, wie man pastorale Probleme lösen kann, diejenigen, die als Pfarrer die Namen von jedem, von jedem ihrer Gläubigen kannten, sogar den Namen von Hunden: einer von ihnen hat mir das erzählt. Aber woher wusste sie – sagte ich –, dass sie vier Gemeinden hat? "Doch, doch, das können Sie", sagte er mir bescheiden. Aber hatte er es geschafft, alle zu kennen? "Ja, ich kannte den Namen von jedem, sogar den Namen der Hunde". Und bravo. Ein Priester so nah, und auch so nah am Tabernakel: er schaute jeden mit Glauben und Geduld in Jesus an. Alte Priester, die so viele Probleme des Volkes auf ihren Schultern getragen haben und ihnen geholfen haben, mehr oder weniger gut zu leben, und allen geholfen haben, gut zu sterben. Sprechen Sie mit diesen Priestern, die der Schatz der Kirche sind. So viele von ihnen sind manchmal vergessen oder in einem Altersheim: geht hin und besucht sie. Sie sind ein Schatz.

Der heilige Josef begleite und die Gottesmutter beschütze euch. Ich segne euch, und ihr, bitte, betet für mich, denn diese Arbeit ist gar nicht so einfach! Danke!

 


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Lesermeinungen

 JP2B16 14. Juni 2021 
 

Liebe SalvatoreMio: "Euer Lohn im Himmel wird groß sein"

Ganz herzlichen Dank für Ihr tolles Zeugnis, das so sehr zur Nachahmung einlädt. Ich verneige mich davor, wie Sie das beherzigen, was uns der Herr auf dem Berg der Seligpreisungen aufgetragen hat zu tun. Ihnen auch eine reich gesegnete Woche!


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 SalvatoreMio 14. Juni 2021 
 

Persönliches an JP2B16

@JP2B16: Vielen Dank für Ihre lieben Worte! Leider habe ich keine Ahnung von Italien: habe mich nur ins Zeug gelegt für eine liebe (zuvor schon erwähnte Person), die zur missionarischen Arbeit nach Italien eingesetzt wurde unter sehr schweren Bedingungen und auch entsetzt war über die europäischen lockeren Sitten. So hatte ich die Ehre, unsere nicht in jedem Fall erfreuliche geschichtliche Entwicklung seit den 70er Jahren zu erklären, Starthilfe zu leisten und Mut zu machen, alles dank Whattsapp. Für mich eine zunächst äußerst anstrengende, doch beglückende Aufgabe. - Ihnen eine gesegnete Woche!


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 Hadrianus Antonius 13. Juni 2021 
 

@Zeitzeuge "Theologe"i

J.Bergoglio wurde 1979 wegen hochgradiger Probleme
durch seine Führung seines Amtes als Provinzial der Jesuitenprovinz enthoben. Zugleich verlor er seine Stelle als Leiter des Noviziats und bekam ein absolutes Verbot sich in einem Jesuitenhaus/-kommunität aufzuhalten. Anfang der '80er Jahren bei der Aufklärung der Greueltaten unter dem Peronisten- und Militärregiment wurde er von den Jesuiten vorerst kaltgestellt und nach Deutschland geschickt, wo er mangels Sprachkenntnisse und auch Desinteresse fast keine Spuren hinterließ. Später in Cordoba in der Provinz sehr unglücklich- freute sich jedoch sehr daß Maccarena ihn nicht vergaß ..."Franziskuspillen":-)


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 JP2B16 13. Juni 2021 
 

@SalvatoreMio / Salzburger Handschrift ...

Ihre Salzburger Handschrift ist einfach wundervoll! Tante grazie!
Ihre letzten Ausführungen (wie ja Ihr Nickname) lassen vermuten, dass Sie italienische Wurzeln haben.

Die Brasilianer, sie mögen mir verzeihen, beanspruchen für sich Gott sei ihr Landsmann. SEINE Zelte seiner einstweilen fortwährenden, irdischen Repräsentanz aber hat Gott selbstredend im Land der schönsten Landschaften seiner Schöpfung, der Apenninhalbinsel im schönsten Meer derselben aufgeschlagen. Dort wo seine Geschöpfe mit Herzblut leben, Kinder lieben und heranziehen, ihre Lebensfreude immer und überall in die Welt tragen und die Schönheit SEINER Schöpfung wie nirgends verehren und so selber Schönstes und Schönheit hervorbringen. Ich sage immer: Italien ist für uns der allererste Blick in die Himmliche Herrlichkeit!

austria-catholica.blogspot.com/2006/04/ein-priester-mu-sein.html?m=1


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 Paddel 13. Juni 2021 

@christdorn

" um in sich selbst das Idealbild des Klerikers abzubilden."
Das ist auch eine Interpretation.

Wir sind verwöhnt von zwei heiligen Vorgängerpäpste.

Ja, auch ich kämpfe mit dem aktuellen Pontifikat.
Trotzdem fährt Gott auch auf dem Unvollkommenen ja sogar auf dem BÖSEN Trittbrett. Das habe ich von dem hl. Vianney gelesen.

Papst Franziskus zu verstehen, das habe ich aufgegeben. Weder im Guten noch im Bösen.


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 Christdorn 13. Juni 2021 
 

Drei Seiten

Der Text zeigt drei Seiten des Papstes Franziskus. Am Anfang versetzht er sich in die Wirklichkeit der Familie von Nazareth. Was er über die Einfügung Jesu in die menschliche Familie sagt, ist gute Meditation. Seine Bemerkung über die Keuschheit Josefs ist schon etwas mehr eigene Interpretation. Zur Keuschheit gehört sicher mehr als Verzicht auf "Besitzergreifung". Diese zweite Seite zeigt, dass Franziskus nicht aus dem Weisheitsschatz christlicher Tradition schöpft. Sein beiläufiger Hinweis auf die Heiligen bleibt ohne konkretes Beispiel. Die dritte Seite schließlich betrifft seine persönlichen Lieblingsthemen, hier das Feindbild des Klerikalismus, ein Popanz, von dem er sich unablässig absetzen möchte, um in sich selbst das Idealbild des Klerikers abzubilden. In dieser Ichzentriertheit ist es schwer vorstellbar, dass er mit dem Vorbild und der Heiligkeit der Heiligen wirklich etwas anfangen kann. Er ist sich selbst Idealbild. Es fehlt im die Fähigkeit ontologischen Denkens.


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 Paddel 13. Juni 2021 

Alte Priester besuchen

auch das ist ein guter Gedanke.


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 JP2B16 13. Juni 2021 
 

@hape / Von einem Papst ...

Heute befinden wir uns sicherlich in dem größten geistigen Kampf der Weltgeschichte (s. Beitrag in der stets überaus enpfehlenswerten Vision2000), in dem selbst der vermeintlich unerschütterliche Petrusdienst offensichtlich wankt, wanken muss!? Deshalb bittet die Gottesmutter uns schon so lange inständig um unser Mitwirken - unser Gebet! Es ist eine Prüfung für uns, dem HERRN und seinen Weisungen, die durch den Hl. Geist verbürgt wahr sind, die Treue standfest zu halten und nicht den davon abgefallenen "Brokat-Sukzessoren der Aposteln".
In einem frühren Kommentar gebrauchte ich erstmalig und mit viel Schrecken in den Gliedern das Attribut "verstörend" bei der Charakterisierung dieses Pontifikats. Papst Franziskus bat am Abend seiner Wahl für ihn zu beten! Bat er darum im Wissen um die schlimmen Anfechtungen seiner Person(!) durch den Teufel - wie Satan in ihn spürbar einfährt und dann nicht mehr als Petrus sprechen kann (Mt 16,23)? Vieles deutet inzwischen wohl darauf hin.


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 Diadochus 13. Juni 2021 
 

@si enim fallor, sum

Das ist nicht das Problem. Ein Papst muss nicht unbedingt theologisch-philosophisch hochgebildet sein. Eine Herzensbildung sollte er dagegen schon mitbringen. Den Priestern, insbesondere den Priestern im lateinischen Ritus, könnte er mehr Liebe und Respekt entgegen bringen und ihnen danken für ihren Dienst. Meinen Sie nicht? Was macht Papst Franziskus? Er unterstellt ihnen wiederholt rigide Perversionen. Das ist eines Papstes unwürdig und verleumderisch.


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 hape 13. Juni 2021 

Von einem Papst

sollte der Katholik schon Frömmigkeit, Treue und Wahrhaftigkeit in Glaubensfragen erwarten dürfen. In dieser Hinsicht fehlt es PF allerdings an Klarheit. Stattdessen Wankelmut, Taktiererei und Politisierung. Jedenfalls nach meiner Wahrnehmung.

Im Grunde weiß niemand, wo PF steht. Vielleicht weiß er es selbst nicht. Als mein Vorbild taugt er damit nicht. Böse Absicht möchte ich ihm aber nicht unterstellen. Für mich ist dieses Pontifikat zu einer Schule der Demut geworden. Eine Schule des Leidens an der Gegenwart und der Hoffnung auf bessere Zeiten.


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 Zeitzeuge 13. Juni 2021 
 

Natürlich ist Papst Franziskus auch ein Theologe..........,

Pater Bergoglio SJ war von 1973-1979 Provinzial

der Jesuiten in Argentinien und Dozent für

Theologie, von 1980-1986 war er Rektor der

Theologischen Fakultät San Miguel!

1986 versuchte er in der Phil.-theol. Hochschule

der Jesuiten in St. Georgen/Frankfurt zu

promovieren. Die Dissertation über ein Thema

Romano Guardini betreffend blieb jedoch

unvollendet.

Jesuitentheologen vor und nach dem Konzil,

z.B. an St. Georgen erläutert, wäre ein

interessantes Dissertationsthema mit natürlich

der verbindlichen kath. Glaubens- und Morallehre

als Maßstab!


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 lakota 12. Juni 2021 
 

@si enim fallor, sum

Ich denke nicht, daß darauf ankommt, ob er philosophische und theologische Bücher schreiben kann, oder ob er ständig Umgang mit hochgebildeten Personen hat.
Es ist nicht unbedingt die Art, wie er etwas sagt, sondern das was dahintersteht.
Dieses ständige "Heruntermachen" von guten Gläubigen, dieses Beschimpfen von treuen Katholiken, die am Evangelium, am Lehramt festhalten - das ist nicht schön, nicht geschwisterlich und eines Papstes nicht würdig.


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 Zeitzeuge 12. Juni 2021 
 

Mein Dank gilt Hochw. Sch?necker für den wichtigen Hinweis auf die Treue!

Treue als Beharrlichkeit im kath. Glauben, zu dem
untrennbar auch die kath. Sittenlehre gehört, trotz
aller heutigen Schwierigkeiten ist eine Tugend und
Verpflichtung, die eng mit der übernatürlichen Tugend der christl. Hoffnung (Elpis, Spes) verbunden ist und sich auch daraus speist.
Dafür sind wir dem GOTT der Dreifaltigen Liebe
zur Dankbarkeit verpflichtet, dessen ungeschuldete
Gnade uns die übernatürliche Kraft auch zu dieser
christl. Treue schenkt.

Als kleines Dankeschön verlinke ich eine eindrucksvolle Predigt von Papst Benedikt XVI.
über das Ideal des kath. Priesters am Beispiel
des hl. Pfarrers von Ars.

Ich wünsche gerne einen gesegneten Sonntag!

www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090616_anno-sacerdotale.html


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 JP2B16 12. Juni 2021 
 

@Pfarrer Schönecker/ Starrheit im Gebet...

Ihren sehr richtigen, wichtigen und wunderbaren Aussagen zum Schlüssel einer jeden Beziehung, eine unverrückbare Standhaftigkeit,  die unablässlichlichen TREUE, kann man nur beipflichten, die sich umsomehr also solche erweist, wenn ein tiefes, dunkles Tal schier endlos scheint - eben auch das des Gebets - wenn es keinen Hörer zu finden scheint. Oh doch, es wird gehört und erhört! Nur nicht unbedingt dann, wenn wir es wünschen und erhoffen. Am Ende wird der Lohn spätestens im Himmel übergroß sein.


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 si enim fallor, sum 12. Juni 2021 
 

Franziskus ist kein Theologe und Philosoph wie Johannes Paul II und Benedikt XVI

Das ist seit Beginn seiner Amtszeit bekannt. Der Papst ist ein Pastor, der viel mit den Armenviertel eines Entwicklungslandes zu tun hat (nebenbei bemerkt, während er das Oberhaupt der argentinischen Kirche war, hat keine argentinische Regierung die Abtreibung legalisiert, aber jetzt haben sie sie legalisiert, es kann Zufall sein, aber es kann seine Fähigkeit sein, die Politik zu beeinflussen).

Und diese pastorale Erfahrung in den Armenviertel zeigt sich in seiner Sprache. Stimmt, er hat keine sehr gute Bücher über Philosophie und Theologie geschrieben, als seine Vorgänger, und er hat wenig mit hochgebildeten Menschen zu tun gehabt als jeder europäische Bischoff oder Kardinal, und er hatte auch keine Erfahrung im Vatikan, als er gewählt wurde.

Das hat natürlich Nachteile, vor allem für uns Europäer, aber in Afrika, Asien und Südamerika trifft er meiner Meinung nach besser den Nerv der Armen (ein Zustand, der in Ländern wie Brasilien, den Philippinen oder Nigeria weit verbreitet ist).


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 laudeturJC 12. Juni 2021 

Wahre und falsche (priesterliche) Demut

https://youtu.be/ruCmRFYoSe4

Ab 10:30 bis 11:55 zur wahren und falschen Demut

Besser kann man es nicht erklären, oder?

youtu.be/ruCmRFYoSe4


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 Diadochus 12. Juni 2021 
 

@lakota

Die Heiligen nannten das Trockenheit. Wer einmal ein Taborerlebnis erleben durfte, wird diese Trockenheit umso leichter überstehen.


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 lakota 12. Juni 2021 
 

@Norbert Sch?necker

Danke für Ihren Kommentar!
Ich habe manchmal auch Probleme, weil mir mein Beten oft so automatisch vorkommt, daß ich es nicht in mir fühlen kann.
Aber ich hatte vor vielen Jahren einen Pfarrer, der mir genau das gesagt hat: ich solle weiterbeten aus Treue. Dieses Wort hilft mir auch heute noch!


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 Zeitzeuge 12. Juni 2021 
 

Unklare theol. Ausdrucksweise - eine Frage der argentinischen Mentalität?

Wer das behauptet, redet Unsinn!

Ich verweise z.B. auf die glasklar katholischen
argentinischen Altbischöfe

Aguer von La Plata und Martinez von San Luis!

Besonders erwähnenswert ist der 2019 im 94. Lj.
hochbetagt verstorbene Altbischof
Juan Rudolf Laise, ebenfalls von San Luis,
der bis wenige Monate vor seinem Tod als
Beichtvater in San Giovanni Rotondo tätig war,

mehr von ihm im Link!

Diese argentinischen Bischöfe waren bzw. sind auch in ihren Verlautbarungen wahre Glaubenszeugen!


Übrigens habe ich schon etliche junge Priester
aus Indien hier in meinem Umfeld bei der hl.
Messe kennengelernt, bisher war auch bzgl. der
Predigten noch nie ein "Progressiver" darunter!

katholisch-informiert.ch/2018/07/kardinal-sarah-mit-bischof-juan-rodolfo-laise/


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 Karlmaria 12. Juni 2021 

Nie vergessen dass Papst Franziskus ein Argentinier ist

Ich verstehe Seine Heiligkeit sehr gut. Denn ich war einige entscheidende prägende Jahre in meiner Jugendzeit in Indien. Damals war ich mit meiner Wortwahl auch nicht so zimperlich wie das heute bei der allgegenwärtigen Wortpolizei üblich ist. Und Leute die in allem was einer sagt nur das Schlimmste hinein interpretieren. Das merken wir schon fast nicht mehr. Obwohl die Wahrscheinlichkeit dass diese Interpretation stimmt eher gering ist. Du sollst nicht falsch aussagen lautet das achte Gebot. Noch vor meiner Zeit in Indien hatte ich die Erfahrung mit einem Lehrer der damals 1933 wegen den Nazi nach Südafrika ausgewandert ist. Der hat es in Südafrika zum Professor gebracht und kam dann ein paar Jahre in die alte Heimat und hat wieder als normaler Lehrer gearbeitet. Den haben damals alle für einen Nazi gehalten. Weil er eben auch diese deutliche Ausdrucksweise gehabt hat. Nicht so abgeschliffen um nur nirgends anecken wie das bei uns üblich ist. Er ist doch wegen den Nazi ausgewandert!


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 claude 12. Juni 2021 
 

Was soll man mit so einem Text anfangen....?

DAs einzig Rigide, das ich mittlerweile sehe ist die Ablehnung der Einzigartigkeit des Priesterums. Ich sehe rigide Abneigung gegen Gottes Gebote. Rigide Abneigung gegenüber der schönen Liturgie - eine Liturgie, wo der Priester hinter sein Amt zurücktritt. Wo einer aussieht wie der andere... wo einem nicht frech ins GEsicht gegrinst wird....
Warum mokiert er sich über den jungen Priester? Der Stand vor dem Spiegel, weil er sich Gewand kaufen wollte. Und? Priestergewand ist das Arbeitsgewand des Geistlichen (wenn er ned in Räuberzivil herumrennt wie ein Sozialarbeiter), das sollte schon halbwegs passen. Hat er mit dem jungen Geistlichen gesprochen, dass er ihm so eine Haltung unterstellen kann? Und ja, alle jungen SEminaristen (der Tradition) freuen sich erst mal, eine Soutane tragen zu dürfen. Es ist menschlich, dass man da mal schaut.... das gibt sich schnell, es wird alltäglich.
Unser Herr selbst war wohl rigide, denn man hat sich über sein REden aufgeregt: "Wer kann das anhören?"


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 Fink 12. Juni 2021 
 

Ein Video, das das theologische Durcheinander bei Papst Franziskus zusammenfasst

Ich möchte nochmal (ein anderer hat es vor wenigen Tagen schon getan) auf ein Katechese-Video des Pater Johannes Schwarz hinweisen. Darin bietet er eine gute Zusammenfassung, was Papst Franziskus an Verwirrung hinterlässt.
Siehe Link unten !

www.youtube.com/watch?v=ruCmRFYoSe4


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 SalvatoreMio 12. Juni 2021 
 

Die Salzburger Handschrift aus dem Mittelalter

@NorbertSchne?cker! Mein + Pfarrer in Norddeutschland bekam sie einst zur Primiz. Jetzt hängt sie in meiner Wohnung. Ich hatte sie auch auf italienisch im Internet gefunden, gedruckt, eingerahmt und einem in Italien eingesetzten afrikan. Priester geschickt. Antwort: volle Begeisterung!


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 SalvatoreMio 12. Juni 2021 
 

Treue: DAS Fundament!

@NorbertSchn?ecker: Danke für Ihre wertvollen Überlegungen. Gott treu sein, in der Ehe und überhaupt treu zu Versprechen stehen, läßt sich nicht durchhalten mit Gefühlen, mit Stimmungen. Sie erfordert Arbeit an sich selbst - Selbstdisziplin.


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 Zeitzeuge 12. Juni 2021 
 

Mir ist kein Papst der Neuzeit bekannt, der soviel theologische

Ungereimtheiten von sich gegeben hat, wie bisher
unser jetziger Papst Franziskus.

Anstatt geistliche Stärkung hinterlassen seine
Botschaften und Handlungen oft nur offene theol.
Fragen und Ratlosigkeit zurück. Es gibt zuviele
nicht beantwortete Dubia in diesem Pontifikat!

Allein den Betern kann es noch gelingen!


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 Diadochus 12. Juni 2021 
 

Idealbild

Wie muss denn jemand für den Papst sein, der kein Frömmler, Rigider und Pharisäer ist? Wahrscheinlich so jemand wie Kardinal Marx, den er Bruder nennt und im Amt belässt, quasi das Idealbild für Papst Franziskus.
@Stefan Fleischer, Sie können den Papst gerne mit seinen eigenen Worten zitieren, der gesagt hat: “Da ist etwas Schlimmes mit ihm passiert “. Was ist mit Papst Franziskus passiert? Wer ist Papst Franziskus wirklich?


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 maxjosef 12. Juni 2021 
 

Es ist kein Vorteil für die Schafherde

wenn der Hirte selber auch ein Schaf ist.


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 Norbert Sch?necker 11. Juni 2021 

Starrheit im Gebet?

Im Beichtstuhl, wo ja der Hl. Geist besonders stark weht, wenn man ihn lässt, wurde ich schon recht oft mit der Sorge konfrontiert, dass das Beten manchmal nur noch automatisch verläuft. Und da kam mir der Ratschlag (wie ich hoffe, vom Hl. Geist), einfach aus Treue weiterzubeten. Denn Gott liebt an seinen Schafen die Treue, wenn manchmal auch die spontane Hingabe fehlt.

Man kann nicht bei jedem Gebet oder bei jeder Anbetung große Gefühle oder auch nur völlige Konzentration oder Versenkung erwarten; genauso, wie man in einer Ehe nicht täglich ein tiefes Gespräch erwarten darf. Aber sich täglich, aus purer Treue, für Gott bzw. seinen Partner Zeit zu nehmen - das ist die Grundlage jeder Beziehung.

Und wer das treu tut, wird manchmal auch von völlig neuen Erfahrungen überrascht werden. Sich nicht mehr überraschen zu lassen - das wäre Starrheit. Vielleicht hat der Papst das gemeint. Aber gewohnte Gebete einzuhalten, ist sicher gottgefällig.


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 Hadrianus Antonius 11. Juni 2021 
 

Gewöhnt kurios

Herzlichen Dank an @kath.net für den nicht-nachlassenden Eifer der Dokumentierung und Verbreitung der Predigten und Ansprachen von PFranziskus. Mein Archiv dazu füllt jetzt schon 4 Kartons. Und mein höchster Respekt für Armin Schwibach, der seit über 8 Jahren den Wirrwarr und sehr häufig das Setut von domus Santa Marta anhören muß. 1974 war Jorge Bergogglio SI in Cordoba schon in psychoanalytischer Behandlung. Das frühere Seminar von St.Pölten mit dem Whisky-ex-vizeregens hat natürlich mit der Hl.Familie uin Nazareth nichts zu tun.


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 Norbert Sch?necker 11. Juni 2021 

@SalvatoreMio

Danke für diese herrliche Anleitung für Priester! Ich kannte sie noch nicht; dabei liebe ich bsolche Texte. Vergelt`s Gott! Ich habe mir dieses Gedicht schon gespeichert.


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 Stefan Fleischer 11. Juni 2021 

Unser Heiliger Vater

hat wohl sehr schlechte, vielleicht auch sehr verletzende Erfahrungen mit Priestern/Menschen mit einer solchen Haltung gemacht, über welche er noch immer nicht hinweg gekommen ist. Damit aber fällt er in den gleichen Fehler der Starrheit, welche nicht in der Lage ist, der Realität des Bösen in der Welt, in allen Menschen und in sich selbst ins Auge zu sehen und dann sich bemüht, im Vertrauen auf Gott, sich jene Gelassenheit und Ergebung in Gottes Willen anzueignen, welche nur unser Glaube uns zu schenken vermag. Eines der grössten Hindernisse dafür ist – besonders heute – der Traum einer heilen Welt hier und jetzt. Christus, der Herr aber ist nicht gekommen, eine heile Welt hier und jetzt zu schaffen, sondern - durch die Erlösung aus Sünde und Schuld - bessere, heiligmässigere Menschen aus jedem Einzelnen von uns zu machen, angefangen bei mir selbst. Unser ewiges Ziel will uns anspornen, diesen Weg zu gehen.


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 Chris2 11. Juni 2021 
 

Wie üblich in diesem Pontifikat

Kaum freut man sich über den wunderbaren Text des Papstes über das Gebet, kommen irritierende Zeilen wie die bereits angesprochenen Passagen oder das "Seid keine Engel, nein. Kultiviert saubere, freudvolle, befreiende menschliche Beziehungen, voll, fähig zur Freundschaft, fähig zu Gefühlen, fähig zur Fruchtbarkeit."
Gibt es dafür auch eine Übersetzung? Oder wollen wir vielleicht gar nicht so genau wissen, was das ganz am Anfang oder am Ende bedeuten soll?


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 Paddel 11. Juni 2021 

keuscher Josef

diese Ausführung von Papst Franziskus gefällt mir.

Ansonsten kapiere ich vieles nicht was von ihm kommt und kann es nicht einsortieren.

Was definitiv mitunter eine Rolle spielt ist, dass ich auf die deutsche Übersetzung angewiesen bin. Also nie den O-Ton lesen oder hören kann.

Alles in allem können wir auf den Hl. Geist vetrauen. Was krumm ist, macht ER gerade.


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 stephanus2 11. Juni 2021 
 

[email protected],

wirklich wunderbar, die Anleitung für Priester ! Vielen Dank, war einiges zu Tippen ! :-)


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 stephanus2 11. Juni 2021 
 

An der Kleinigkeit..

..mit dem Priester, der sich im Bekleidungsgeschäft im Spiegel betrachtet, bin ich auch hängengeblieben, weil ich das so einen Unsinn fand. Es steht noch nicht mal ""selbstgefällig", der Papst wörtlich: "Ich sah ihn an: er betrachtete sich im Spiegel." Daraus schlussfolgert er schlicht, dass der Priester sich selbst feiere.."und das wird er auch vor dem Altar tun".Häh ? Nichts ist normaler,als im Bekleidungsgeschäft neue Kleidung vor einem Spiegel zu überprüfen Man kann auch einfach aus Unsicherheit mal länger in einen Spiegel schauen. Und unser derzeitiger Papst bricht mal eben den Stab über diesen Priester -und weiß nichts von ihm. Weiter konnte auch ich nicht lesen.


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 Diadochus 11. Juni 2021 
 

Ausraster

Der Papst ist wohl selbst erstarrt. Ihm fehlt die Menschlichkeit. Jedes mal, wenn es um Priester geht, rastet der Papst förmlich aus und ergeht sich in Unflat. Das ist auffallend. Dostojewski ist ein schlechter Ratgeber für Priester. Der Papst sollte es einmal mit dem Hl. Geist versuchen, auch wenn's rigide ist. Die Priester werden es ihm danken.


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 SalvatoreMio 11. Juni 2021 
 

Priesterliche Eitelkeit?

Im Text geht es um einen Priester im Bekleidungsgeschäft: er betrachtete sich selbstgefällig im Spiegel, und so wird er es auch tun am Altar!". Die Gefahr der Eitelkeit gibt es, aber heutzutage eher nicht: mancher Priester erscheint im Pfarrsaal so, als sei er auf dem Kartoffelacker! Und bei der hl. Messe soll unbedingt eine gewisse Würde auch durch die Kleidung von ihm ausstrahlen; schließlich vollzieht sich am Altar Größeres als bei jedem irdischen Fest.


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 elisabetta 11. Juni 2021 
 

Dieser Stil

ist unerträgich und eines Papstes unwürdig. Hat erkeinen anderen Wortschatz? Gibt es im Vatikan niemanden, der den Papst auf solch unverschämte Äußerungen anspricht? Wahrscheinlich nicht, weil jeder Kritiker "Seiner Heiligkeit" mit Entlassung zu rechnen hat.


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 lakota 11. Juni 2021 
 

Rigide, starr....ja, ja

"Aber wenn er kein Mensch ist, ist er nutzlos. Er soll rausgehen und Professor werden. Aber wenn er nicht menschlich ist, kann er kein Priester sein: Ihm fehlt etwas. Fehlt ihm die Sprache? Nein, er kann sprechen. Ihm fehlt das Herz."

Warum muß ich schon wieder an Kardinal Zen denken?


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 SalvatoreMio 11. Juni 2021 
 

Salzburger Handschrift aus dem Mittelalter (siehe Internet)

Diese Anleitung für Priester finde ich wunderbar für jeden Christen, auch Laien - als Ideal für mich selbst:
„Ein Priester muss sein: Ganz groß und ganz klein! Vornehmen Sinns, wie aus Königsgeschlecht; einfach und schlicht, wie ein Bauernknecht! Ein Held der sich selbst bezwungen, ein Mann der mit Gott gerungen! Ein Quell von heiligem Leben, ein Sünder, dem Gott vergeben! Ein Herr dem eigenen Verlangen, ein Diener der Schwachen und Bangen! Vor keinem Großen sich beugend, zu dem Geringsten sich neigend! Ein Schüler von seinem Meister, ein Führer im Kampf der Geister! Ein Bettler mit flehenden Händen, ein Herold mit goldenen Spenden! Ein Mann an den Kampfesstätten, eine Frau an den Krankenbetten! Ein Greis im Schauen, ein Kind im Trauen! Nach dem Höchsten trachtend, das Kleinste achtend! Bestimmt zur Freude, vertraut dem Leide, weitab dem Neide! Im Denken klar, im Reden wahr! Des Friedens Freund, der Trägheit Feind; Feststehend in sich, ganz anders als ich!“


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 Chris2 11. Juni 2021 
 

Irgendwie typisch:

Wieder prangert der Papst den "Klerikalismus" an, aber z.B. das sich-selbst-feiern ist ja gerade im Novus Ordo viel ausgeprägter als im überlieferten Ritus, wo der Priester auch formal in Persona Christi handelt und sich kaum "produzieren" kann. Vielleicht könnte der Papst auch den Begriff "Starrheit" konkretisieren: Meint er die 10 Gebote, die Moral Jesu und seiner Kirche? Will er noch mehr "unstarre" liturgische Missbräuche? Und meint er, ein Priester mit standardisiertem Collar sei eitler als einer, der sich vor den Menschen mit der neuesten Kollektion von Boss tarnt? Wie immer bleiben viele Fragen. Komm Schöpfer Geist...


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 laudeturJC 11. Juni 2021 

„du bist ein Priester, weil du das Taufpriestertum hast“

Ach, ist das Weihepriestertum nicht mehr relevant?

Ich muss aufhören, diesen Text zu lesen…es ist kaum zu ertragen.


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 laudeturJC 11. Juni 2021 

Modernismus

in Reinkultur. Und der Schweinevergleich erübrigt jeden Kommentar...er sagt alles über ihn und sein Denken.


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