Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  2. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  11. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  12. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  13. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'

Die Wissenschaft ist eine großartige Ressource, um den Frieden aufzubauen

6. Juli 2021 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: keine wissenschaftliche Erkenntnis darf allein gehen und sich selbstgenügsam fühlen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Im Folgenden veröffentlichen wir den Text der Videobotschaft, die Papst Franziskus anlässlich der Eröffnung der Arbeiten an die Teilnehmer des von der Diözese Teramo-Atri und der Universität Teramo geförderten Internationalen Treffens „Wissenschaft für den Frieden“ sendete, das am 2. und 3. Juli 2021 in der Universität Teramo und im Heiligtum von San Gabriele dell'Addolorata im Rahmen des Jubiläums von San Gabriele stattfand:

Wissenschaft für den Frieden

Ich möchte den Organisatoren des Treffens „Wissenschaft für den Frieden“ anlässlich des Jubiläums von San Gabriele [der Schmerzhaften Muttergottes], deren Heiligtum an den Hängen des Gran Sasso liegt, Sitz der Nationalen Laboratorien für Kernphysik, meinen Dank aussprechen.

Ich grüße die akademischen und wissenschaftlichen Autoritäten, die Gäste aus nationalen und europäischen Institutionen und alle Männer und Frauen, die in der wissenschaftlichen Forschung tätig sind.

Unter ihnen möchte ich an Prof. Antonino Zichichi erinnern, den Präsidenten der „World Federation of Scientists“ – de r bei dieser Gelegenheit mit der höchsten Auszeichnung der Universität Teramo geehrt wurde –, der sein Leben weiterhin der Entwicklung der Wissenschaft und der Ausbildung der neuen Generationen widmet.


Liebe verehrte Wissenschaftler, Sie zu treffen ist ein großes Geschenk der Hoffnung für die Menschheit. Noch nie war die Notwendigkeit einer Wiederbelebung der wissenschaftlichen Forschung so stark spürbar, um den Herausforderungen der heutigen Gesellschaft zu begegnen. Und ich freue mich, dass es die Diözesangemeinschaft von Teramo ist, die dieses Treffen fördert und damit bezeugt, dass es keinen Gegensatz zwischen Glauben und Wissenschaft geben kann und darf.

Wie ich in der Enzyklika Fratelli tutti in Erinnerung gerufen habe, besteht ein dringendes Bedürfnis, „die Wirklichkeit zu kennen, um gemeinsam zu bauen“ (Nr. 204). Um den Wunsch nach Wissen, der im Herzen eines jeden Mannes und einer jeden Frau verborgen ist, zu steigern und zu entwickeln, muss die wissenschaftliche Forschung ihre eigenen Hinweise in den Dienst aller stellen und stets nach neuen Formen der Zusammenarbeit, des Austauschs von Ergebnissen und des Aufbaus von Netzwerken suchen.

Weiter sollte das Risiko nicht unterschätzt werden, „dass ein wissenschaftlicher Fortschritt für den einzig möglichen Ansatz zum Verständnis eines bestimmten Aspekts des Lebens, der Gesellschaft und der Welt gehalten wird“ (ebd.).

Die Erfahrung des Gesundheitsnotstandes hat die Wissenschaft noch mehr und in gewisser Weise noch dringlicher dazu gedrängt, die Perspektiven der Prävention, der Therapie und der Gesundheitsorganisation unter Berücksichtigung der anthropologischen Implikationen in Bezug auf die Sozialität und die Qualität der Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern und vor allem zwischen den Generationen neu zu überdenken.

Keine wissenschaftliche Erkenntnis darf allein gehen und sich selbstgenügsam fühlen. Die historische Wirklichkeit wird immer mehr zu einer einzigen (vgl. ebd.) und muss in der Pluralität des Wissens bedient werden, das in seiner Besonderheit zum Wachstum einer neuen Kultur beiträgt, die fähig ist, die Gesellschaft aufzubauen, indem sie die Würde und die Entwicklung eines jeden Menschen fördert.

Angesichts der neuen Herausforderungen ist Ihnen, liebe Freunde der Wissenschaft, die Aufgabe anvertraut, zu bezeugen, wie es möglich ist, ein neues gesellschaftliches Band zu knüpfen, indem Sie sich verpflichten, die wissenschaftliche Forschung der ganzen Gemeinschaft nahe zu bringen, von der lokalen bis zur internationalen, und dass es gemeinsam möglich ist, jeden Konflikt zu überwinden.

Die Wissenschaft ist eine großartige Ressource, um den Frieden aufzubauen!

Ich bitte Sie, die Ausbildung der neuen Generationen zu begleiten und sie zu lehren, die Anstrengung der Forschung nicht zu scheuen. Auch der Meister lässt sich suchen: er flößt jedem die Gewissheit ein, dass man, wenn man ehrlich sucht, auf die Wahrheit stößt. Der Epochenwandel braucht neue Jünger des Wissens, und Sie, liebe Wissenschaftler, sind die Lehrer einer neuen Generation von Friedensstiftern.

Ich versichere Sie, ich bin Ihnen nahe und die ganze Kirche ist Ihnen nahe, mit Gebet und Ermutigung.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  3. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  4. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  5. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  6. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  7. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  8. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  9. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  10. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  11. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  12. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  13. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz