Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  6. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Die Wissenschaft ist eine großartige Ressource, um den Frieden aufzubauen

6. Juli 2021 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: keine wissenschaftliche Erkenntnis darf allein gehen und sich selbstgenügsam fühlen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Im Folgenden veröffentlichen wir den Text der Videobotschaft, die Papst Franziskus anlässlich der Eröffnung der Arbeiten an die Teilnehmer des von der Diözese Teramo-Atri und der Universität Teramo geförderten Internationalen Treffens „Wissenschaft für den Frieden“ sendete, das am 2. und 3. Juli 2021 in der Universität Teramo und im Heiligtum von San Gabriele dell'Addolorata im Rahmen des Jubiläums von San Gabriele stattfand:

Wissenschaft für den Frieden

Ich möchte den Organisatoren des Treffens „Wissenschaft für den Frieden“ anlässlich des Jubiläums von San Gabriele [der Schmerzhaften Muttergottes], deren Heiligtum an den Hängen des Gran Sasso liegt, Sitz der Nationalen Laboratorien für Kernphysik, meinen Dank aussprechen.

Ich grüße die akademischen und wissenschaftlichen Autoritäten, die Gäste aus nationalen und europäischen Institutionen und alle Männer und Frauen, die in der wissenschaftlichen Forschung tätig sind.

Unter ihnen möchte ich an Prof. Antonino Zichichi erinnern, den Präsidenten der „World Federation of Scientists“ – de r bei dieser Gelegenheit mit der höchsten Auszeichnung der Universität Teramo geehrt wurde –, der sein Leben weiterhin der Entwicklung der Wissenschaft und der Ausbildung der neuen Generationen widmet.


Liebe verehrte Wissenschaftler, Sie zu treffen ist ein großes Geschenk der Hoffnung für die Menschheit. Noch nie war die Notwendigkeit einer Wiederbelebung der wissenschaftlichen Forschung so stark spürbar, um den Herausforderungen der heutigen Gesellschaft zu begegnen. Und ich freue mich, dass es die Diözesangemeinschaft von Teramo ist, die dieses Treffen fördert und damit bezeugt, dass es keinen Gegensatz zwischen Glauben und Wissenschaft geben kann und darf.

Wie ich in der Enzyklika Fratelli tutti in Erinnerung gerufen habe, besteht ein dringendes Bedürfnis, „die Wirklichkeit zu kennen, um gemeinsam zu bauen“ (Nr. 204). Um den Wunsch nach Wissen, der im Herzen eines jeden Mannes und einer jeden Frau verborgen ist, zu steigern und zu entwickeln, muss die wissenschaftliche Forschung ihre eigenen Hinweise in den Dienst aller stellen und stets nach neuen Formen der Zusammenarbeit, des Austauschs von Ergebnissen und des Aufbaus von Netzwerken suchen.

Weiter sollte das Risiko nicht unterschätzt werden, „dass ein wissenschaftlicher Fortschritt für den einzig möglichen Ansatz zum Verständnis eines bestimmten Aspekts des Lebens, der Gesellschaft und der Welt gehalten wird“ (ebd.).

Die Erfahrung des Gesundheitsnotstandes hat die Wissenschaft noch mehr und in gewisser Weise noch dringlicher dazu gedrängt, die Perspektiven der Prävention, der Therapie und der Gesundheitsorganisation unter Berücksichtigung der anthropologischen Implikationen in Bezug auf die Sozialität und die Qualität der Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern und vor allem zwischen den Generationen neu zu überdenken.

Keine wissenschaftliche Erkenntnis darf allein gehen und sich selbstgenügsam fühlen. Die historische Wirklichkeit wird immer mehr zu einer einzigen (vgl. ebd.) und muss in der Pluralität des Wissens bedient werden, das in seiner Besonderheit zum Wachstum einer neuen Kultur beiträgt, die fähig ist, die Gesellschaft aufzubauen, indem sie die Würde und die Entwicklung eines jeden Menschen fördert.

Angesichts der neuen Herausforderungen ist Ihnen, liebe Freunde der Wissenschaft, die Aufgabe anvertraut, zu bezeugen, wie es möglich ist, ein neues gesellschaftliches Band zu knüpfen, indem Sie sich verpflichten, die wissenschaftliche Forschung der ganzen Gemeinschaft nahe zu bringen, von der lokalen bis zur internationalen, und dass es gemeinsam möglich ist, jeden Konflikt zu überwinden.

Die Wissenschaft ist eine großartige Ressource, um den Frieden aufzubauen!

Ich bitte Sie, die Ausbildung der neuen Generationen zu begleiten und sie zu lehren, die Anstrengung der Forschung nicht zu scheuen. Auch der Meister lässt sich suchen: er flößt jedem die Gewissheit ein, dass man, wenn man ehrlich sucht, auf die Wahrheit stößt. Der Epochenwandel braucht neue Jünger des Wissens, und Sie, liebe Wissenschaftler, sind die Lehrer einer neuen Generation von Friedensstiftern.

Ich versichere Sie, ich bin Ihnen nahe und die ganze Kirche ist Ihnen nahe, mit Gebet und Ermutigung.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Diadochus 7. Juli 2021 
 

Fabelei

Selig, die Wissenschaftler, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. (frei nach Papst Franziskus).

Ohne die neuen Friedensstifter können wir nicht überleben. Sie "bauen die Gesellschaft auf". Ein bisschen Sarkasmus muss sein.


1
 
 Chris2 6. Juli 2021 
 

Schade nur, dass rationale Wissenschaft

in Zeiten von Gender- Homo-, Muktikulti und diversen anderen Ideologien nichts mehr zählt. Gemerkt? Alle drei genannten Ideologien sind jeweils miteinander inkompatibel, was den Zeitgeist aber ebensowenig stört, wie das Absägen des eigenen Astes, auf dem man sitzt (Sicherheit, Wohlstand, Freiheit, Wirtschaft...)


1
 
 Totus Tuus 6. Juli 2021 
 

Es gibt eine Wissenschaft von Oben, und eine von Unten.

Die wahre Wissenschaft, eine Gabe des Heiligen Geistes, ist niemals im Widerspruch zur Lehre der Kirche. Die heutige oft gottlose Wissenschaft, welche sich selber zu Gott erklärt ist im kompletten Widerspruch zur Lehre. Wenn man schaut, dass man Menschen clownt, wenn man Menschen und Tiere vermischt, wenn man Gen Therapien verkauft, dann erkennen wir, die heutige Wissenschaft dient in wenigen Fällen wirklich dem Frieden sondern dem TEUFEL.


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  3. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  4. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  5. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  6. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  9. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  10. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  11. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
  14. „Die fünfsaitige Lyra der Pentarchie neu zum Klingen bringen“
  15. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz