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Gläubiger Baggerfahrer rettet Talsperre unter hoher Lebensgefahr

20. Juli 2021 in Spirituelles, 9 Lesermeinungen
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Hubert Schilles sagt der „Frankfurter Allgemeinen“: „Wissen Sie, ich bin ein gläubiger Mensch. Ich habe mich zwei Mal gesegnet als ich runter gefahren bin. ,Du Herr, musst wissen, was passiert`, habe ich gesagt. Und ich hatte keine Sekunde Angst.“


Euskirchen (kath.net) Die Steinbach-Talsperre in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) hat in der Hochwasserkatastrophe gehalten, nicht zuletzt deshalb, weil Hubert Schilles mit seinem Bagger unter Lebensgefahr den Abfluss freigehalten hat – direkt an der Außenseite des gefährdeten Dammes, 18 Meter unter dem Wasserspiegel. Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erzählt er, dass er als Geschäftsführer eines regionalen Tiefbauunternehmens das Risiko keinem anderen zumuten wollte und deshalb selbst mit dem Bagger die Aufgabe übernommen hatte. Ihm selbst sei bewusst gewesen, „was ich mache“, doch wolle er dafür „hier nicht auf einen Eimer gehoben werden, jeder andere hätte das auch gemacht“. Wäre der Damm gebrochen, hätte es gegen die Gewalt der Wassermassen über ihm „keine Überlebenschance mehr gegeben“. Durch diesen Abfluss konnten dann 6.000 Liter pro Sekunde abfließen und der Damm erfolgreich entlastet werden.


UPDATE:

Gegenüber dem WDR schilderte Hubert Schilles: "Ich habe mich der Sache gestellt, habe meinen Rosenkranz gepackt und mich gesegnet." Zu "mich gesegnet" deutete er mit seiner rechten Hand an, dass er das Kreuzzeichen über sich gemacht hatte.

Foto: Symbolbild (c) kath.net/Petra Lorleberg


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