Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Papst Franziskus’ ‚gnadenloser Krieg gegen den Alten Ritus’

28. Juli 2021 in Weltkirche, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Tim Stanley wirft Franziskus eine intolerante Form von Liberalismus vor, die Konformität von allen verlangt. Die Einschränkung der Alten Messe sei das ‚verzweifelte letzte Gefecht’ von Klerikern aus den 1960er Jahren.


London (kath.net/jg)

Das Motu proprio „Traditionis custodes“ ist nicht nur ein verzweifeltes letztes Gefecht der Generation der Kleriker aus den 1960er Jahren gegen die außerordentliche Form des Römischen Messritus. Es ist auch ein Lehrbeispiel für den Liberalismus in seiner „gerontokratischen, Breschnew-artigen“ Ausprägung: intolerant gegenüber allen, die von der Parteilinie abweichen, schreibt der britische Historiker und Journalist Tim Stanley in einem Kommentar für das konservative Magazin The Spectator.

Die Einschränkungen der außerordentlichen Form durch „Traditionis custodes“ decke auf drei Ebenen auf, wie mangelhaft das Vorgehen von Papst Franziskus ist, fährt Stanley fort.


Papst Franziskus präsentiere sich als „Papst der Barmherzigkeit“, sei aber unbarmherzig gegenüber denjenigen, die den Alten Ritus schätzen. Er habe wiederholt die Hartherzigkeit verurteilt, könne aber selbst hartherzig sein. Er wolle Einheit schaffen, das Motu proprio sei aber viel eher dazu geeignet, Spaltungen zu vertiefen: „Kurz gesagt“, fasst Stanley zusammen, „ein klassischer Fall von Heuchelei, ein Politiker, der genau das ist, was er der Opposition vorwirft“.

Zweitens stelle Franziskus die Absicht falsch dar, die Papst Benedikt XVI. zu „Summorum pontificum“ bewogen habe. Er behaupte, Papst Benedikt habe den Alten Ritus wegen einer handvoll aussterbender Traditionalisten zugelassen. Es sei aber offensichtlich, dass der emeritierte Papst mit „Summorum pontificum“ ein anderes Anliegen verfolgt habe. Er habe den Alten Ritus für die Gegenwart aktualisieren und gleichzeitig Missbräuche im Novus Ordo bekämpfen wollen. Benedikt habe klargestellt, dass die außerordentliche Form ein gültiger Ausdruck des katholischen Glaubens sei. Die Orte an denen die Alte Messe gefeiert werde, seien die wenigen Orte des Wachstums in der Kirche in westlichen Ländern. Die beste Wirkung von „Summorum pontificum“ sei gewesen, den Alten Ritus in die Mitte der Kirche zu holen. Mit „Traditionis custodes“ sei er wieder umstritten und an den Rand gedrängt worden.

Drittens sei dies ein „verzweifeltes letztes Gefecht der 1960er Generation von Klerikern“, eine Generation, die in zehn Jahren nichts mehr zu sagen habe. In den Priesterseminaren gebe es viele junge Männer, die gerne die außerordentliche Form des Römischen Ritus feiern wollten. Für sie sei „Traditionis custodes“ ein schwerer Schlag, doch Stanley legt ihnen nahe Geduld zu haben.

Der Liberalismus habe früher Vielfalt gepredigt. Jetzt sei er an der Macht und habe sich verengt und verhärtet. Das hätten die Konservativen früher auch gemacht, räumt Stanley ein. Doch die Konservativen hätten verloren und wollten nur in Ruhe gelassen werden. Das sei nun nicht mehr möglich.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  2. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  3. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  4. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  5. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  6. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie
  7. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  8. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  9. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  10. Vom Elend der Fürbitten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz