Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. 'Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder'
  4. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  5. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  6. Genderkompatible Monstranz
  7. Die österreichischen Bischöfe möchten wieder FFP2-Masken bei Messen - Auch für Geimpfte!
  8. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  9. Ein 'Katholik aus dem Rheinland'
  10. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  11. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  12. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  13. Franziskus wünscht sich lebendige und kreative Kirche in Europa
  14. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  15. Frankfurter Bibelhaus Erlebnis Museum bringt ‚Jesus als queere Person’ auf die Bühne

"Das erbärmliche Schweigen"

2. August 2021 in Kommentar, 65 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die "Bild am Sonntag" berichtet über einen katholischen Pfarrer im deutschen Flutkatastrophengebiet, der nicht mehr beten kann und mit Gott nicht mehr redet. Nicht nur die Leser sind erstaunt - Ein kath.net-Kommentar von Peter Hahne


Berlin (kath.net)

Leser fragen sich heute: Wo bleiben eigentlich die Bischöfe in solch einem Fall? Ja, wo sind sie überhaupt in dieser Katastrophe? Das Flutkatastrophen-Gebiet sei doch eine Hochburg des Katholizismus. Und selbst Margot Käßmann, sonst dem Zeitgeist wohl zugetan, ist erstaunt: Ob es denn dem Herrn Kollegen noch nichtmal zum Psalm 23 gereicht hätte. So die Bild am Sonntag. Die hatte das Ganze überhaupt erst ins Rollen gebracht mit einer Balkenüberschrift auf der Titelseite: „Pfarrer: ich rede nicht mehr mit Gott.“ Eine Woche lang habe ich überlegt, ob man das thematisieren soll. Ich fasse es einfach nicht, wie jemand so denken, ja vor allem reden kann.

Natürlich gibt es Momente, wo man mit Jesus Christus schreien möchte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?!“. Doch als Christ weiß man doch aus der Heiligen Schrift, was danach kam, die letzten Worte Jesu am Kreuz, Worte der Gewißheit in allem Zweifel und der Zuflucht im größten Elend: „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist“. Ihm kann ich mein Leben, mein Schicksal, ja sogar meinen Unglauben bringen. Weiß das alles der Herr Pfarrer nicht, Seelsorger in dem meist betroffenen Ort des Katastrophengebietes. „Beten Sie?“ fragt die Reporterin. Antwort: „Nein, ich rede im Moment gar nicht mit Gott…. Die Worte, die ich sonst gebraucht habe, passen nicht.“ Ich wäre hier der Letzte, der einen Stab über diesem armen Mann brechen würde. Nein, wir alle können in eine solche Lage kommen.


Doch genauso wenig, wie ein Kanzlerkandidat, wenn er jemals als Autorität ernst genommen werden will, mitten in den Trümmern des Elends lachen darf, so darf um alles in der Welt ein Pfarrer so etwas öffentlich nicht sagen. Denn der Zeitung, der meist gelesenen Sonntagszeitung Europas, ging es ja darum, die Menschen zu trösten. Deshalb der Anruf beim Pfarrer. Ich fasse es immer noch nicht. Er habe am Telefon geweint, hieß es. Ja, das verstehe ich. Aber ich kenne auch das Lied von Julie Hausmann, das aus tiefster Not geboren ist: „Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele, auch bei der Nacht. So nimm denn meine Hände….“

Karl Carstens, einer der großen unter den Bundespräsidenten (typisch, dass er vergessen ist), erzählte mir als blutjungem Reporter einst, wie er durch das Zeugnis seiner Frau Veronika zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Sie war eine angesehene Ärztin. Und dann sein Rat an den Jungspund: „Christen müssen immer identifizierbar bleiben, egal ob Schüler oder Lehrer, ob Ärztin oder Hausfrau.“ Und es würde die Zeit kommen, dass das Evangelium nicht mehr von Kanzeln und Funktionären zu den Leuten gelangt: „Es ist der normale Mensch in seinem Alltag, der Jesus bezeugen wird und die Menschen zum Glauben ruft. Wie es die Bibel sagt: Wenn der Klerus verstummt, schreien die Steine.“ Und wie die schreien! Da ist der Tiefbau-Unternehmer, der einen ganzen Landstrich vor dem Untergang bewahrte. Er zog unter Lebensgefahr den „Stöpsel“ einer Talsprerre: „Ich habe gebetet, ich habe mich segnen lassen. ich wußte: Gott hilft mir.“

Was für ein Zeugnis! Oder der Feuerwehrmann, der sich in reißender Flut an ein steinernes Grabkreuz klammerte, sechs lange Stunden: „Das Kreuz von Jesus hat mir das Leben gerettet.“ Das Kreuz, das der zeitgeistliche Oberklerus in Jerusalem verleugnet hat! Ja, es ist die Stunde der „Laien“. Eine tief gläubige Frau aus Ahrweiler berichtet, wie einzig ihr Haus in der ganzen Straße von allem Schaden bewahrt blieb. Einzig und allein. „Wir leben mit Jesus. Und er läßt uns nicht im Stich.“ Glaube ist keine Leid-Verhinderungs-Versicherung. Das ist wahr. Und Gott macht das Leid vielleicht nicht erklärlicher. Aber auf jedenfall erträglicher. Trost heißt: Gegenwart Gottes im Leid.

Diese Lektion will ich neu wieder lernen. Vielleicht tut es ja auch der Pfarrer aus dem Katastrophengebiet. Ach so: in einem stimme ich ihm zu. Er sagte der Bild am Sonntag: „Mit Kirche habe ich momentan nichts am Hut. Das Allerletzte, woran ich gerade denke, ist das System Kirche. Gehen Sie davon aus, dass ich für den Laden Kirche gerade gar nichts mache.“ Klar, der beschäftigt sich auf seinen synodalen Irr- und Holzwegen ja auch gerade mit viel Wesentlicherem, mit Gender, Liturgie-Verboten, Schlepper-Schiffen, Pseudo-Rücktrittsangeboten, der Zerstörung der kleinen, effektiven pastoralen Einheiten etc pp. Ja, das alles ist erbärmlich. Des Erbarmens (und der Fürbitte) würdig. So wie jener Pfarrer, der nicht mehr beten kann.

 

BUCHTIPP

Peter Hahne

Leid - Warum lässt Gott das zu? 

160 Seiten

 

 

 

 


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 grumpycath. 5. August 2021 
 

@proelio

Wir haben übrigens das auch bereits am letzten Sonntag via Bibel.tv ausgestrahlte "Wort des Bischofs (Woelki)" keineswegs wie Sie als "Gelaber" verstanden und aufgenommen sondern vielmehr als wirkliche Betroffenheit und Mitfühlen mit den in den Katastrophen Regionen betroffenen Menschen.

So unterschiedlich also die eigene Wahrnehmung auch dieses übrigens im Urlaub! des Bischofs erstellte Video.

Wir, meine Frau und ich, halten viel von Kardinal Woelki und denken, dass er diese Menschen mit ihrem Leid in sein persönliches Gebet einschließt und ehrlich darüber nachdenkt, wie er ihnen auch sonst noch helfen kann.


2

2
 
 stephanus2 5. August 2021 
 

geehrter @hape

Nur ein Missverständnis! Sie schrieben, Sie wollen niemand und besonders keinen Priester anklagen, "der in erbärmliches Schweigen verfällt ". Das griff ich so auf,dass ich schrieb,dass ich (aber) Priester kritisiere, die ihren -wenn auch befristeten- Glaubens- und Vertrauensabfall der Öffentlichkeit in einer großen Krise präsentieren (wie in der BILD ).
Mein Zusatz bezog sich nicht auf Sie, sondern auf eine nicht veröffentlichte Mail von mir, an @schlegl und Franzisk.
Sie haben mich Null angegriffen. Ich bin froh, dass ich nochmal in diesen Strang geschaut habe . Gott zum Gruß ! PS, ich bin eine Frau.


2

0
 
 proelio 4. August 2021 
 

Kleiner Hinweis am Rande!

Mitten im Katastrophengebiet wohnt der allseits bekannte Großkanzler des Malteserordens Albrecht Freiherr von Boeselager.Genau jener Großkanzler, der vor fünf Jahren einen unglaublichen Skandal auslöste. Zunächst von seiner Position enthoben, weil er in Afrika Kondome verteilen ließ, wurde er durch das persönliche Eingreifen von Papst Franziskus, ein offensichtlicher Völkerrechtsbruch, wieder rehabilitiert. Der Maltesorden wurde hierdurch in die größte Krise seit seinem Bestehen gestürzt.


5

1
 
 Karlmaria 4. August 2021 

Dass man nicht mehr beten kann

Das habe ich auch schon erlebt. Da hoffe ich dann auf die Unterstützung der Geschwister im Glauben. Wir glauben doch an die Gemeinschaft der Heiligen. Wenn einer nicht mehr kann dann helfen die anderen. Das wenigste was ich da brauche sind solche Freunde wie die Freunde Hiobs die alles noch schlimmer machen. Eventuell indem sie sagen du hast womöglich ein paarmal Handkommunion gemacht und deshalb kommt das so. Wenn einer einmal verstanden hat wie weit wir weg sind von dem wie wir sein sollten dann regt der sich auch nicht mehr über ein paar Regenbogenfahnen auf. Regenbogler sind auch Menschen die Gott geschaffen hat und die Er liebt und wo Er will dass sie sich bekehren und zum ewigen Heil kommen. Ich beichte ja auch regelmäßig. Da muss man einmal die extreme Diaspora in Nordindien erlebt haben. Damals haben wir uns gefreut über jeden einzelnen der an den dreifaltigen Gott geglaubt hat. Denn die Gemeinschaft der Heiligen ist etwas sehr Wertvolles. Da unterstützt einer den anderen!


2

0
 
 grumpycath. 4. August 2021 
 

@lakota

Ich sehe das genauso wie Sie - ein Anruf an die gesamte Menschheit, an uns alle!

Auch Diadochus hat mit seinen ernsten Überlegungen durchaus recht.

Kehren wir also, sofern nicht bereits geschehen, um und wenden uns Gott und Seinem
Wort zu und befolgen es treu.

So sind wir, selbst wenn kommende Katastrophen vielleicht nicht abwendbar sind, doch wenigstens persönlich vorbereitet und gerüstet.


4

0
 
 Diadochus 4. August 2021 
 

@grumpycath.

Apropos Strafgericht: Hamburg liegt am Meer, bzw. das ganze sogenannte norddeutsche Tiefland ist in Gefahr. Es kann im Meer versinken, wenn der Aufforderung Jesu zu Gebet und Umkehr keine Folge geleistet wird. Die Flutkatastrophe in NRW ist erst der Beginn. Sievernich selbst, obwohl am Rand des Flutgebietes, blieb übrigens verschont.


1

0
 
 lakota 4. August 2021 
 

@grumpycath.

Nur so ein Gedanke zu Ihrem Kommentar an @mampa:

Ich würde so etwas wie diese Flutkatastrophe nicht als "Strafgericht" bezeichnen, aber als deutliche Mahnung, Warnung, als Aufforderung zur Umkehr.

WO diese Katastrophe eintritt, liegt wohl nicht daran, weil da die Menschen gottloser sind - sonst müßte Gott ja wieder eine Sintflut schicken.
Auch wenn ich 400km von der Gegend entfernt bin, kann ich es als Anruf Gottes verstehen, mein Leben zu ändern...überhaupt mal wieder an Gott zu denken, was viele ja nicht mehr tun.


4

0
 
 hape 4. August 2021 

Werte/r @stephanus2

irgendwie kann ich den Kommentar an mich kaum verstehen. Sie hatten selbst angedeutet, dass das mit technischen Problemen zu tun haben könnte, sodass nur Teile des Kommentars veröffentlicht wurden. Auch ich habe mit den Uploads regelmäßig Probleme, die einen Gedankenaustausch natürlich schwer machen.

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie sich von mir persönlich angegriffen fühlten? Das muss ein Missverständnis sein. Nichts liegt mir ferner! Als ich meinen Kommentar schrieb, hatte ich nicht Sie, sondern Peter Hahne im Blick.

Angesicht der technischen Probleme, überhaupt zu kommentieren, sollten wir das vielleicht so stehen lassen. Wenn ich Sie beleidigt haben sollte, tut es mir aufrichtig leid. Das war wirklich nicht meine Absicht und ich bitte um Verzeihung.

Im Gebet verbunden, hape.


1

0
 
 SalvatoreMio 4. August 2021 
 

Das hl. Vermächtnis der Gegenwart Christi in Brot und Wein

@Diadochus @ grumpycath.: besten Dank! Ihre Beiträge geben mir Mut, nicht lockerzulassen. Aufstehen gegen Verirrungen und Verwirrungen ist wichtig für die ganze Kirche, und in diesem Fall geht es um das kostbare Vermächtnis Christi: um das Eucharistische Hochgebet und die Wandlung! - Ja, grumpycath, Sie haben Recht! Telefonieren kostet mich mehr Mut, aber das Schreiben macht Sinn. Man kann sich so besser vorbereiten und jedes Wort erwägen. - Gesegneten Mittwoch!


3

0
 
 grumpycath. 3. August 2021 
 

@SalvatoreMio

Sie tun recht daran, gegen liturgische Eigenmächtigkeiten und andere Missbräuche zu protestieren. Eine/r muss es schließlich tun!

Meine Empfehlung machen Sie es (auch) schriftlich mit Datum und Beschreibung.

Macht zwar erstmal mehr Arbeit, aber Sie haben dann immer etwas in der Hand. Ich empfehle Schreiben an den Pfarrer per Email. Da können Sie ggf. am PC sogar PRÜFEN, ob und ggf. wann er Ihr Schreiben zum Lesen geöffnet hat. Zudem sparen Sie so fruchtlose Wartezeit am Telefon, wenn Sie ihn nicht erreichen können.

Seien Sie deutlich aber möglichst sachlich und bleiben Sie höflich, das wirkt nämlich auch auf Dritte zunächst Unbeteiligte, die vielleicht Ihr Schreiben später zusätzlich zu lesen bekommen.

Ich habe jedenfalls mit Emails bisher ganz gute Erfahrungen gemacht, auch wenn meine letzte wohlweislich bislang mit Hinweis auf In-Urlaub-gehen des Pfarrers nicht beantwortet wurde - gelesen hat er sie jedenfalls, und das reicht mir erstmal.


4

0
 
 Diadochus 3. August 2021 
 

@SalvatoreMio

Gott lässt sich Seiner nicht spotten. Er jagt die Geldwechsler aus Seinem Tempel. In Sievernich hat Jesus in der Gestalt des Prager Jesuleins vor schweren Unwettern gewarnt und zum Gebet aufgerufen. Keiner wollte auf Ihn hören. Zuvor warnte Er schon vor den wehenden Fahnen (Regenbogenflaggen). Es kam, was kommen musste. Sind die Menschen aufgewacht? Nein, selbst der Kardinal plappert das Klimagedöns. Es kommt, was kommen muss. Jesus reinigt Seinen Tempel. Die Gläubigen und Hirten werden das Gespür für das Heilige wieder lernen.


3

0
 
 grumpycath. 3. August 2021 
 

@mampa - empfehle Zurückhaltung beim "Erklären" von Strafgerichten

Ich glaube einfach nicht, dass die Menschen in den Katastrophengebieten (mehr) Schuld auf sich geladen haben als andere, so dass sie jetzt das Hochwasser als ein göttliches Strafgericht ereilte.

Die Menschen hier in meiner Umgebung in der Metropolregion Hamburgs halte ich für deutlich gottvergessener bzw. gottloser als die Menschen z.B. im Ahrtal - aber wir hier hatten gottlob "nur" 1 Stunde Starkregen, so dass bei uns z. B. "nur" die Kanalisation in einigen Straßen absoff, einige Keller vollliefen aber hier bei uns z.B. keine Menschen zu Schaden kamen.

Deshalb sind aber hier die Leute keineswegs besser als in RP oder NRW.

Bereits in Lk 13,4 warnt der Herr selbst davor, den Opfern von Unglücken oder schweren Schicksalsschlägen als "Erklärung" ein besonderes Maß an vorheriger Schuld und Sündhaftigkeit zuzubilligen.

Vielmehr ist das ein Anlass, dass wir uns ALLE bekehren sollten!


2

1
 
 stephanus2 3. August 2021 
 

leider wurde nur 'Zusatz' von mir veröffentlicht

..der jetzt leer und nichtssagend im Raum steht. Ich hatte an Franzisk deutliche Worte gerichtet, da ihm übel wird beim Lesen der Stellungnahmen hier (seine Worte), dass mir seine Posts auch kein Vergnügen bereiten.Und @schlegl hatte ich geschrieben, dass er m.E. zu sehr auf Ärzten/Kapazitäten und seinen Kontakten zu diesen herumreitet. Und dass ich lieber vor dem Tabernakel um Führung bete.


3

1
 
 stephanus2 3. August 2021 
 

@hape

Ich möchte auch niemand verurteilen, der in Schweigen verfällt und in NICHT-Beten angesichts von Katastrophen, obwohl ich es bedaure. Aber als Seelsorger, Priester, Hirte muss man, so meine ich, in solchen Krisen schweigen und nicht noch andere Menschen überflüssigerweise mit Hoffnungslosigkeit anstecken, und schon gar nicht über ein Massenblatt. -Ansonsten lese ich Ihre Kommentare mit Vergnügen und großem Gewinn.


5

0
 
 SalvatoreMio 3. August 2021 
 

Wir dürfen nicht schweigen ...

@mampa @ Elisabetta und andere: seit längerer Zeit wird uns das Empfinden für das Heilige ausgetrieben. Ganz fatal ist das für die Heranwachsenden. Nun werden Kirchen entweiht für Rummel und Vergnügen aller Art. Auch wenn das Allerheiligsten nicht in der Kirche wäre: es sind Räume, die Gott geweiht sind.
Kirchengremien haben oftmals kein Gespür mehr für das Richtige. - Also: ob Sie, ob wir, den Mut aufbringen, Protest einzulegen, telefonisch - schriftlich? Irgendjemand muss es tun, auch wenn sich äußerlich nichts ändert. - Ich habe heute 2x versucht, einen Pfarrer anzurufen, der am Sonntag das komplette Hochgebet einschl. der Wandlungsworte umgewandelt hat. Wir müssen die Gewissen aufrütteln, auch wenn sie nicht hören wollen!


6

0
 
 mampa 3. August 2021 
 

Elisabetta

Auch ich sehe es so wie Sie. Meine Beobachtung:
Nach der Pachamama-Verehrung im vatikanischen Garten und die anschließenden Prozession mit Bischöfen in den Petersdom, kam bald darauf die Corona Pandemie. Nach den Protesten mit den Regenbogenfahnen vor den Kirchen zum Verbot der gleichgeschlechtlichen Paar-Segnungen kam die Flutwelle.
Dies sind natürlich nur meine Beobachtungen.
Dieser Tage las ich in unserer Tageszeitung:
In einer kath. Johanneskirche wird zum 2. Mal
ein Kultursommer gehalten. Verschiedenste Veranstaltungen werden 11 Tage dort gehalten.
Zum Auftakt haben das Freiburger Chaos-Theater
"Oropax" die Aufführung. In der BZ kann man lesen wie unter anderem obzöne Darstellungen
aufgeführt wurden, die ich hier aus Schamgefühl nicht erwähnen möchte.
Und das lässt der zuständige Gemeinde-Priester
von Emmendingen zu.
Wie ist sein Bezug zum Allerheiligsten Altarsakrament, das vermutlich wärend der Aufführung in der Kirche gegenwärtig war?
Daraufhin konnte ich kaum schlafen



u


4

0
 
 hape 3. August 2021 

@bibelfreund: drei Gedanken

a) Ganze Seite? – Toll. Kommt aber drauf an, wie groß die Buchstaben sind. Bei der Bild-Zeitung passt dann auf die ganze Seite nicht mehr, wie anderswo auf einen Bierdeckel.

b) Größte Kanzel Bild-Zeitung? – Vom Geld- und Personaleinsatz her, müsste die größte Kanzel Deutschlands doch eher das offiziell inoffizielle Web-Portal der DBK sein. Gleich danach käme dann, würde ich sagen, reitschuster.de – der hat alleine schon mehr Abonnenten als alle deutsche Tageszeitungen zusammen.

c) Entscheidender Moment? – Wenn eine Katastrophe wirklich der entscheidende Moment für die Evangelisation wäre, wieso geschah dann die historische Menschwerdung Jesu Christi, abseits von der Welt, in einem Stall, bei Nacht und Nebel, im engsten Familienkreis? Wieso geschieht dann heute das Wunder der Menschwerdung in jeder Hl. Messe, ohne dass deswegen der Katastrophenschutz anrücken müsste?


4

1
 
 grumpycath. 3. August 2021 
 

Verstummtes Gebet

Meine Liebe Frau, die allzeit ihres Lebens gläubig war und auch in schwersten Zeiten stets an Gott und seinem Wort festhielt und betete, berichtete mir dass es einmal eine für sie persönlich so extrem schwere Zeit gab, in der sie nicht einmal mehr ein Gebet formulieren konnte, sondern nur noch einen Rosenkranz mit Kreuz krampfhaft gepresst festhielt und mit Blick auf Jesus nur NOCH still dabei denken/beten konnte: "Jetzt habe ich nur noch DICH!"


9

0
 
 bibelfreund 3. August 2021 
 

Größte Kanzel Europas

Viele hier scheinen nicht zu begreifen, um was es hier im Kern geht>. Das Massenblatt Bild am >Sonntag, von Millionen gelesen, die größte Sonntagszeitung Europas, gibt einem Pfarrer die SELTENE Gelegenheit, auf einer GANZEN Seite den Glauben an Jesus Christus zu bezeugen, also die größte Kanzel zu nutzen, die es Sonntags gibt — und er nutzt das nicht. Was soll das Geschwätz von Evangelisierung, wenn man sie im entscheidenden Moment nicht nur verschläft, sondern ins Gegenteil verkehrt?! Und von einem Bischof erwartet man kein Klima-Geschwätz, sondern JESUS!!! ,


3

2
 
 elisabetta 3. August 2021 
 

Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken?

Wie kann ein Pfarrer, der nicht mehr betet, noch treu sein Hirtenamt ausüben? Aber es geht heute auch von kirchlicher Seite oft nur mehr um das irdische, von Menschenhand geschaffene Wohlergehen der Menschen, obwohl Jesus gesagt hat: „Wer mein Jünger sein will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“ Dass es sich bei den gegenwärtig immer häufiger auftretenden Katastrophen auch um Sündenstrafen als Folge unserer Sünden handelt, darauf müsste konkret hingewiesen werden, das wird aber ängstlich verschwiegen, man teilt lieber die Meinung der Menschen: „Wie kann der „liebe Gott“ das nur zulassen?“ Es wird Gott, mit dem man nicht mehr reden will, der Vorwurf gemacht, er überlasse uns dem Untergang. Im heutigen Evangelium hören wir, dass Petrus zum Herrn gerufen hat: „Herr, rette mich!“ Auch wenn wir zu den „Kleingläubigen“ gehören, bitten wir nicht umsonst, aber Voraussetzung ist Umkehr zu einem Leben nach Gottes Geboten und davon sind wir meilenweit entfernt, denn Sünde gibt es


6

0
 
 lakota 3. August 2021 
 

@hape

Danke! Ich bin froh, daß es nicht nur mir so geht
(am Rande des Übergewichts zu wandeln) :-)

Aber im Ernst: auch ich hatte Zeiten, wo ich nicht mehr beten konnte, da habe ich mich an einen Satz geklammert: "Jesus, halt mich fest".

ER hat mich immer festgehalten, bis ich aus dem Abgrund wieder heraus war!


7

0
 
 proelio 3. August 2021 
 

Heiligmachende Gnade

Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass man angesichts einer solchen Flutkatastrophe vor unfassbarem Leid steht und hier zunächst mit allen möglichen Mitteln zu helfen ist. Auch kann man durchaus über die naturwissenschaftlichen Ursachen solcher Katastrophen nachdenken und nach Möglichkeit diese abstellen. Als katholischer Christ muss ich aber wissen, dass ich urplötzlich vor dem Richterstuhl Gottes stehen werde, denn der Tod kommt bekanntlich "wie ein Dieb in der Nacht". Hier gibt es dann nur noch eine Frage: Habe ich das Taufgewand, das mir die heiligmachende Gnade geschenkt hat, noch an oder nicht. Wenn nicht, habe ich mein ewiges Heil verfehlt und muss mit dem Schlimmsten rechnen, dem ewigen Höllenfeuer! Sollten uns solche Katastrophen also nicht doch zuerst zur Umkehr und Buße bewegen?


9

0
 
 hape 3. August 2021 

Erbärmliches Schweigen? 3/3

Ich erinnere auch an die Dunkelheit, von der sich die Hl. Mutter Theresa umgeben sah. Mehrere Jahrzehnte litt sie unter schweren Zweifeln. Was sie freilich nicht davon abhielt, an Gott festzuhalten und was Gott nicht davon abhielt, aus ihr eine Heilige zu formen.

Insofern würde ich es nicht wagen, jemanden dafür anzuklagen, dass er im Angesicht schwersten Leids in erbärmliches Schweigen verfällt. Schon garnicht einen Priester.


6

2
 
 hape 3. August 2021 

Erbärmliches Schweigen? 2/3

Das Verstummen des Gebets im Angesicht von Leid und Elend kenne ich aus eigener Erfahrung. Dann kann ich nicht viel mehr tun, als Gott mein Leid wortlos hinzuhalten. In der Hoffnung, dass er schon weis, wie ich das meine. Während ich weis, das er weis, wie er mich zu nehmen hat. Solches Schweigen ist in der Tat erbärmlich. Eine sinnlich erfahrbare Demütigung vor Gott. Ein bewusst werden, der eigenen Ohnmacht. Zugleich ermöglicht solche Erbärmlichkeit des Schweigens aber die Begegnung mit der Barmherzigkeit Gottes, der womöglich sogar die Gnade einer Reinigung von Hochmut und Stolz gewährt. Denn „das geknickte Rohr zerbricht er nicht und den glimmenden Docht löscht er nicht aus.“ (Jes 42,3)


6

0
 
 hape 3. August 2021 

Erbärmliches Schweigen? 1/3

Nach meiner Wahrnehmung gehen Menschen sehr unterschiedlich mit Leid und Stress um. Die einen essen mehr als ihnen gut tut. Die anderen fangen an zu fasten und zu hungern. Deswegen wandle ich ständig am Rande des Übergewichts, während meine Frau stets etwas untergewichtig ist. Ein anders Beispiel: die Schrecken der Nazizeit lehren, dass manche ausgerechnet im KZ zum Glauben an Gott fanden. Andere wurden durch das KZ im Glauben bestärkt. Wieder andere haben im KZ den Glauben verloren.


6

0
 
 Grego 3. August 2021 
 

Gregor

Vor Jahren holte ich seelische bei einem Pater. Habe von ihm gelernt was "Messe lesen" heisst. Seine Abschlussworte: Ich wuensche ihnen vie Kraft und beten sie viel. Ich werde auch fuer sie beten. Wenn ich heutzutage einen Messe lesen moechte muss ich zu den Petru- oder Piusbruedern gehen. Wird sowas ueberhaupt noch in den Priesterseminaren gelehrt, frage ich mich manchmal.


7

0
 
 ChemMJW 3. August 2021 
 

@proelio

Sie haben geschrieben:
Fazit Kardinal Woelki:
"Es ist Zeit, unseren Umgang mit der Schöpfung noch stärker zu überdenken!" Ist das die entscheidende Botschaft eines katholischen Bischofs?

Nein, die *entscheidende* Botschaft des Bischofs ist das nicht, aber *eine* Botschaft ist das schon. Wenn das Haus brennt, löscht "eine Mahnung zu Umkehr und Buße" keine Flammen. Wenn Überschwemmungen immer häufiger drohen, packt man das Übel an der Wurzel, indem man versucht mit der Schöpfung vernünftiger und nachhaltiger umzugehen. Umkehr und Buße sind immer ein guter Vorschlag, aber selbst wenn man diese praktiziert, befreien sie einen nicht von der Pflicht, die unmittelbaren Ursachen des Problems zu bekämpfen.


4

3
 
 Diadochus 3. August 2021 
 

@blaulaub

Niedergang? Der Mensch, die "Krone der Schöpfung", hat sein Haupt von Gott abgewendet. Gott ist weiterhin da und wartet, bis der Mensch sein Haupt wieder Ihm zuwendet. Wie gerne würde der Herr seinen verlorenen Sohn wieder in Seine Arme schließen.


6

0
 
 blaulaub 3. August 2021 
 

Peter Hahnes Artikel bzw. Theodizee-Frage

Nicht "Wie kann Gott so etwas zulassen?" ist die entscheidende Frage, sondern "Wie kann der Mensch nur so etwas zulassen...?" müsste es immer wieder lauten.
Das ganze Dilemma besteht im Grunde an der 'Fehlkonstruktion' des Menschen. Will ich noch nicht einmal Gott anlasten. Aber die "Krone der Schöpfung"?! Wenn die Antwort immer noch "Ja" lauten sollte, wie kann es dann sein, dass diese sich gerade jetzt und mehr denn je für uns alle sichtbar und evident im Niedergang befindet...?


2

0
 
 stephanus2 3. August 2021 
 

Zusatz

Natürlich habe ich auch ärztliche Meinungen eingeholt und die wissenschaftliche Debatte eine Zeitlang verfolgt.


0

0
 
 Kleine Maus 2. August 2021 
 

Wenn er noch weinen kann....

Noch ein Gedanke kam mir, als ich diesen Artikel las: Es heißt da, der Pfarrer habe am Telefon geweint. Es gibt heute so viele Menschen, die sich kalten Herzens von Gott los sagen. Wenn einer noch weinen kann, in dem brennt noch die Sehnsucht nach Gott. Vielleicht sind seine Tränen sein Gebet. Gott möge ihn liebevoll in die Arme nehmen, damit der wieder glauben und beten und den Glauben seiner Mitchristen stärken kann.


4

0
 
 Kleine Maus 2. August 2021 
 

Eine Frage, die mir mal so kam...

Seit langem unterstütze ich die Deutsche Bibelhilfe. Da las ich, wie dankbar viele Menschen im schwer von Corona betroffenen Indien sind, in ihrer seelischen und oft auch materiellen Not eine Bibel zu bekommen: Die Worte, die von Christus zeugen, geben Trost und Halt. Und da kam mir mal so eine Frage in den Sinn: Auch hier in den Hochwassergebieten haben Menschen Hab und Gut, ja manche sogar einen lieben Angehörigen verloren. Und jetzt sitzen sie vielleicht in irgendwelchen Notquartieren. Ob wohl jemand auf die Idee gekommen ist, dort vielleicht auf einem Tisch ein paar Neue Testamente, vielleicht ein paar Gesangbücher, Rosenkränze oder womöglich einfach ein paar Andachtsbildchen oder irgend etwas in der Art auszulegen, um den Menschen zu zeigen, dass sie bei alledem nicht von Gott verlassen sind?? Oder gibt die Bibel nur noch Trost in fernen Ländern??


4

0
 
 Diadochus 2. August 2021 
 

@DavidH

Wir sind hier nur Gast auf Erden. Auf unserer Wanderung der ewigen Heimat zu müssen wir so manch finstere Schlucht durchwaten. Seien Sie gewiss, Gott mutet uns nicht mehr zu, als wir tragen können. Wenn die Kräfte erlahmen, dürfen wir aufschauen zum Kreuz: "Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid: Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last leicht." (Mt. 11, 28-30) Wenn wir im Gebet sind und zu Jesus schauen, ist so manches Problem kein Problem mehr, wenn Er die drückende Last von unserer Seele nimmt. Die Bibelstelle hat mich schon oft getröstet. Auf unserer Wanderung werden wir geläutert wie Gold im Feuer, denn schmutzige Seelen können vor Gott nicht bestehen. Unser Leben ist eine Kreuzesnachfolge.

@Frater Wilhelm, Gott hat Sie zu einem kostbaren Edelstein geschliffen.


4

0
 
 Kleine Maus 2. August 2021 
 

Eine Frage, die mir mal so kam,


0

0
 
 apostolisch 2. August 2021 
 

Kein Zufall

@Wiederkunft
Nein, ich sehe es als klaren Fingerzeig Gottes. Im Juni wurde allenthalben - auch vor den Kirchen hier im Rheinland und in vielen anderen Regionen - die Regenbogen-Flagge gehisst. Nach unserem Glauben symbolisiert sie das Versprechen Gottes, dass es zu keiner Sintflut mehr kommen wird, aber hierzulande wurde die Bedeutung pervertiert und Gottes Zeichen verspottet. Gott lässt sich nicht verspotten (Gal 6,7:Täuscht euch nicht: Gott lässt keinen Spott mit sich treiben; was der Mensch sät, wird er ernten.")


7

0
 
 Gandalf 2. August 2021 

An so manche BILD-Hater...

Weil hier 2-3 Leute immer mit dem Motto "Von der BILD, da brauchen wir ja gar nicht diskutieren" reinschneien - Forget it! Das ist hier off-topic. Die BILD hat einige Schwächen, aber sie hat auch Stärken wie z.B. "Kritisch gegenüber der Merkel-Regierung zumind. in einigen Punkten usw." - Nur wer hier ein Grundsatzdiskussion zu BILD führen möchte, der ist hier falsch am Platz. Diskutiert das woanders aus. Das ist hier NICHT das Thema!


5

3
 
 Chris2 2. August 2021 
 

... und es sei an den Unternehmer erinnert,

der unter Lebensgefahr mit seinem Bagger und dem Rosenkranz einen Damm vor dem Bersten rettete. Aber egal mit welcher Motivation: Dank und Gottes Segen allen, die uneigenntützig oder gar unter Lebensgefahr geholfen haben!


11

0
 
 Zeitzeuge 2. August 2021 
 

Im Link mehr zur Theodizee aus kathtube!

Unser User

Uwe C. Lay hat verfaßt:

Die Übel und der gute GOTT!

Dank an Frater Wilhelm für sein bewegendes
Zeugnis; aus meiner Familiengeschichte (und
meiner eigenen) gäbe es auch so manches
zu berichten über die Kraft unseres kath.
Glaubens - auch bei der Bewältigung von
Schicksalsschlägen....... .

www.kathtube.com/player.php?typ=X&benutzer=0&suchtext=Theodizee


7

0
 
 J. Rückert 2. August 2021 
 

Strafe Gottes?

In Linz sollte vor Jahren einer Weihbischof werden. Es gab Vorbehalte, da er als strenggläubig galt. Ein Wirbelsturm hatte New Orleans unter Wasser gesetzt. Der Weihbischof in spe fragte, ob in der Katastrophe nicht eine Strafe Gottes zu sehen sein könne. Eine vergiftete Gegenfrage wurde ihm gestellt: Sollte Gott die Kinder dort in Kindergärten ertränkt haben, um zu strafen?

Die Strafen Gottes sind leider meist wenig spezifisch. Die Guten sterben mit den Schlechten. Wir können Gott eben nicht erklären, aber ich habe keinen Zweifel, dass alle Europäer Zeitgenossen einer gewaltigen Katastrophe sein werden.


7

0
 
 bibelfreund 2. August 2021 
 

Hahne Leid-Buch lesen!

Ich habe das unter dem Text angegebene Buch von Peter Hahne oft verschenkt —- das um hoch wichtige Lebvenszeugnisse angereicherte frühere Taschenbuch. Das wurde seinerzeit allen Opfern/Angehörigen des furchtbaren ICE-Unglücks von Eschede geschenkt. Da schreibt einer in normal-verständlichem Deutsch über das schwere Thema.


3

0
 
 SalvatoreMio 2. August 2021 
 

Amen! So ist es!

@Frater Wilhelm! Innigen Dank für Ihr Bekenntnis!


7

0
 
 iteatthomam 2. August 2021 

Theodizee: Christus ist die Antwort

@DavidH
Bedenkenswerte Stichworte sind auch: Freiheit der Wahl, Verantwortlichkeit und das Leben in einer gefallenen Schöpfung.
Ein Buchtipp wäre auch: Alexander vom Stein; Hiobs Botschaft


4

0
 
 hape 2. August 2021 

@Frater Wilhelm: genauso isses!

Vergelt's Gott für Ihr bewegendes Zeugnis.


6

0
 
 proelio 2. August 2021 
 

Fazit Kardinal Woelki:

"Es ist Zeit, unseren Umgang mit der Schöpfung noch stärker zu überdenken!"
Ist das die entscheidende Botschaft eines katholischen Bischofs? Was ist mit der Mahnung zu Umkehr und Buße? Ist unser Ziel die diesseitige Schöpfung oder die Ewigkeit? Bin ich im Zeitpunkt des Todes gerettet oder wegen einer Todsünde für immer verloren? Was soll das ganze Diesseitigkeitsgeschwätz?


10

1
 
 Frater Wilhelm 2. August 2021 
 

In höchster Not bleibt nur der Herr allein!

Nach 33 Jahren Depressionen, Scheitern im Beruf und im Alltag war ich verzweifelt und am Boden zerstört - Da habe mich aufgegeben und Gott mein Herz geöffnet. Das war meine Rettung. Er hat es mit Seiner Liebe gefüllt. Da erst habe ich gesehen, wie gut Er während meines ganzen Lebens zu mir war. Im Kampf um das Glück auf dieser Welt, haben wir Gott vergessen. Er lässt es zu, und überlässt uns unseren eigenen Ratschlüssen, wie es schon in den Psalmen heißt. Jesus Christus jedenfalls ist die Liebe meines Lebens. Es geht NICHT um das Glück auf Erden, sondern um das Glück in unseren Herzen und im ewigen Leben!


13

0
 
 J. Rückert 2. August 2021 
 

Theodizee

Die Massensterben in der Evolution sind zunehmend gut dokumentiert. Der „Biss in den Apfel“ erklärt das letzte große Aussterben vor 66 Mio Jahren so wenig wie der Wille des Vaters zum Kreuzestod seines Sohnes erklärlich ist. Aber wer den Menschen keine Begründungen anbietet verliert sie. Sie rennen dann zu anderen „Erklärern“. So geht die „Psychodizee“.

proelio: Verzeihung. Ich habe versehentlich den roten statt den grünen Knopf gedrückt.


3

4
 
 Stock 2. August 2021 
 

@proelio

Dass der Kölner Erzbischof "janz flott" betroffene Gebiete in seinem Bistum aufsuchte und keineswegs "laberte" möchte ich nur zur freundlichen Kenntnisnahme mitteilen.


8

2
 
 J. Rückert 2. August 2021 
 

Ein Gott aus Zuckerguss

löst sich im Regenguss und schwimmt in vollem Schuss ins weite Meer.

In den Fürbitten sind die Katholiken aber immer aktuell: „Wir bitten für die Opfer des Busunglückes in A, des Feuers in B und der Flut in C.“ „Wir sind auch noch da!“, so die drängende Botschaft.

Nebenbei tragische Komik pur: Die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung, das zentrale Hirn des Katastrophenschutzes der BRD; liegt in Bad Neuenahr-Ahrweiler, dem Zentrum der Zerstörung. Die „geballte Macht“ der Regenbogen-Demokratie, zeigte Gesicht. Und weiter so.


8

0
 
 Stephan M. 2. August 2021 
 

Keine Don Camillos mehr!

Es fehlen weit und breit an "der Baureihe Don Camillo" die unerschütterlich die Messe lesen, auch wenn ihnen das Wasser bis zur obersten Stufe des Altares steht. Warum ist das wohl so? Ich habe da so meine Gedanken!


9

0
 
 Wiederkunft 2. August 2021 
 

Flutkatastrophe

Was mir am Anfang auffiel, war das gerade die Länder am Meisten betroffen waren, die am Lautesten gegen Viktor Orban und seine Gesetzesänderung punkto Homosexualität geschrien haben. Deutschland, Belgien. Niederlande... Alles nur Zufall?


7

2
 
 Stephan M. 2. August 2021 
 

@DavidH

Sofern ich mich noch an mein Studium erinnern kann, ist die Theodizeefrage in einem philosophischen Salon in seiner heute bekannten Form formuliert worden, nach dem großen Erdbeben von Lissabon 1755. Sie ist eine philosophische Denkfigur des "grünen Tisches", fernab des erlebten und durchlittenen Leides. Es gäbe vieles zu bedenken (Sündenfall, Hiob, der leidende Gottesknecht, die Passion. Aber die schon erwähnten Lebenszeugnisse derer, die aufgrund oder trotz ihrer Leiderfahrung Gott als Herrn über Leben und Tod erfahren und bekannt haben, führen uns auf die Spur des liebenden Gottes und weg von den Theorien, wie Gott eigentlich sein sollte, damit er einer bestimmten Vorstellung von Gott nach x öder y entspricht.


6

0
 
 SalvatoreMio 2. August 2021 
 

Theodizee-Frage

@DavidH.: nur ein bescheidener Versuch! Bei mir zuhause gibt es nur noch die Hl. Schrift und Bücher des Jesuiten Ladislaus Boros: Philosoph, Theologe, Professor f. Religionswissenschaft; 1981 mit ca. 54 Jahren gestorben. Seine Gedanken zu Sterben/Tod z.  finde ich wunderbar. (Leider gab es in seinem Leben einen Bruch, der ihn in frommen Kreisen wohl unbeliebt machte). Im Buch „Im Leben Gott erfahren“ (Berührungen) bringt er viele ‚Aufsätze‘, wie: „Gott der Geduld“; „Gott der Sehnsucht“; „Der immer neue Gott“; „Gott der Sympathie“; „Gott der Mitte“; Der lichthafte Gott“; „Der kosmische Gott“; „Gott menschlichen Fragens“. Er ‚behandelt‘ Gott nicht wissenschaftlich, sondern bringt seine Gedanken anhand von Schrifttexten; anhand von Heiligen oder anderer Persönlichkeiten der Weltgeschichte. In „Der bedrohende Gott“ schreibt er Gedanken zu Elia. - Die Bücher kann man über diverse Internet-Plattformen günstig erwerben.


3

0
 
 Mehlwurm 2. August 2021 

@DavidH

Ich hoffe, Sie finden etwas richtig Gutes zu dem Thema.
In meiner schlimmsten Lebenskrise stand bei mir die Frage im Vordergrund: Warum ignorieren die Mitchristen mein Leid? Wo sind die Katholiken aus meiner Gemeinde? Wo der Pfarrer?
Die Frage nach Gott war auch da. Von Jugend an hänge ich an ihm, und dann ging es mir so schlecht. Da hatte ich auch keine Antwort.
Aber rückblickend muss ich sagen, falls Gott seine Hände im Spiel hatte- perfektes Timing! Die Krise ist überwunden und die Situation, die wir jetzt haben, mag ich überhaupt nicht, haut mich aber nicht um. Also, das was ich da gelernt habe, nützt mir jetzt.


8

0
 
 Winrod 2. August 2021 
 

Gerade in diese "himmelsschreiende" Not...

wohin soll sie denn schreien, wenn nicht zum Himmel?
Und ist "Bild am Sonntag" der richtige Ort, wohin man als Pfarrer schreien muss?


4

1
 
 SalvatoreMio 2. August 2021 
 

Paul Gerhard & Co.

@Mehlwurm: danke für Ihren Beitrag! Ja, besonders Paul Gerhard und Angelus Silesius! Mir fiel auf, dass um den 30jährigen Krieg herum und bald danach sehr innige Glaubenslieder entstanden:
1630: "Herzliebster Jesu"
1636: "Nun danket alle Gott"
1637: "Macht hoch die Tür"
1637: "Zu Betlehem geboren
1657: "Morgenstern, der finstern Nacht"


11

0
 
 DavidH 2. August 2021 
 

Theodizee - Literatur?

Ich gehe davon aus, dass hier in den Kommentarspalten viele theologisch informierte Leser unterwegs sind. Daher meine Frage bzw. Bitte: Hätte vielleicht jemand den einen oder anderen Literaturtipp zum Theodizeeproblem für mich? (Denn darum geht es ja im Grunde genommen im Falle dieses Pfarrers.)

Hintergrund: Für mich als früher gläubigem Menschen war das Theodizeeproblem der Sargnagel für meinen Glauben. Die "Antworten", die man in Predigten hören konnten waren für mich nur hohle Ausflüchte. Aber interessieren würden mich theologisch fundierte Antworten von Fachleuten, die insbesondere auch die philosophische/ethische/logische Komplexität des Themas erfassen.

Im Voraus: Vielen Dank!


5

0
 
 proelio 2. August 2021 
 

Wie der Herr, so`s Gescherr!

Leider bringt es auch der Kardinal aus Köln wieder einmal nicht auf den Punkt. Er labert und labert in seiner gestrigen Videoansprache, was er alles vor Ort erlebt hat und kommt am Ende zu dem Ergebnis, den Umgang mit der Schöpfung noch mehr zu bedenken. Man könnte gerade meinen, er hält eine Wahlrede für die Grünen. Einfach nur noch lächerlich!
https://www.domradio.de/


6

3
 
 bibelfreund 2. August 2021 
 

Danke an kath.net

…. dieses traurige Thema so prominent zu positionieren. Hahne spießt ohne Selbstgerechtigkeit das ganze Elend heutiger Kirche und Theologie auf. ALLE Choräle sind aus der Not geboren. Trost in Leid und Tod aus lebendigerGottesetrfahrung. Ja, uns geht es einfach zu gut….


10

0
 
 Fink 2. August 2021 
 

"Mein Gott mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

Wenn der am Kreuz sterbende Jesus das fragt, dann betet (!) er den Psalm 22 !
Wenn man das weiß, dann erübrigen sich die Spekulationen der liberalen Theologie zu dieser Stelle im Evangelium !
Im Übrigen: Das Ganze läuft unter der Überschrift "Wenn Theologen im Glauben schwach geworden sind- oder den Glauben ganz verloren haben."


7

0
 
 Mehlwurm 2. August 2021 

@SalvatoreMio

Ja, das fällt mir auch auf.
Der Wohlstand und Sicherheit ist für meine Generation eine Selbstverständlichkeit.
Dafür könnten wir dankbar sein.
Die Frage "Warum lässt Gott das zu?" kommt oft von Menschen, denen Gott die ganze Zeit egal war.
Wenn es von Gläubigen kommt ist das schade. Mein leuchtendes Vorbild ist Paul Gerhard. Was hat er an persönlichem Leid erlebt! Und dann schreibt er so wundervolle Lieder voller Vertrauen!


11

0
 
 girsberg74 2. August 2021 
 

Wenn man Peter Hahnes Beitrag nicht als Rundumschlag sieht,

gäbe es schon einiges zu bedenken.

Ich meine aber gelesen zu haben, dass zumindest ein Hirte die Orte / Pfarreien besucht hat; es müssen ja nicht die Worte sein.

Und „erklären“ kann man ohnehin nicht(s).


3

2
 
 SCV 2. August 2021 
 

Hier die Aktivitäten aus dem Bistum Trier

Ich erkenne hier keine Untätigkeit. Der Bischof hat hier ganz schnell reagiert.

www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser/


1

2
 
 Mehlwurm 2. August 2021 

Wo bleiben die Bischöfe?

Es ist immer wieder interessant, ob, wann und in welcher Weise sich die Bischöfe äußern.
Ich verfolge gerne die Homepages des Bistums und der Pfarreien, die ich kenne. Verglichen mit anderen Themen ist es dort gerade ziemlich still.
Aber: Unser Bischof hat Geld aus der Bistumskasse für die Flutopfer zugesagt. Das ist ein Zeichen, das mehr ist als warme Worte oder eine Kerze im Fenster.


8

1
 
 padre14.9. 2. August 2021 

Peter Hahne "Ja, es ist die Stunde der „Laien“.

Dank an Peter Hahne!


11

0
 
 SalvatoreMio 2. August 2021 
 

Nicht mehr beten können ...

Was mich seit jeher wundert: ich kenne Mütter, die auf der Flucht aus Ostpreußen ihre erfrorenen Babies am Straßenrand ablegen mussten und doch dem Glauben an Christus treu blieben; junge Männer, die mitten im Grauen, in Schützengräben, ums Überleben zitterten und danach Priester wurden, um Gott zu dienen und zu ehren. - Und jetzt ist da die Nachkriegsgeneration, die nie frieren, hungern und unter Bombenhagel ums Überleben flehen musste, aber sagt: "Es kann gar keinen Gott geben! Wieso lässt der all das zu?"


18

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  4. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  5. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“
  6. Götzen und Göttern oder Gott dienen?
  7. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  8. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  9. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  10. Genderkompatible Monstranz
  11. Sieben von 68 katholischen Bischöfen/Weihbischöfen senden Grußwort zum Marsch für das Leben/Berlin
  12. „Willkommen bei Maria vom Sieg!“
  13. Mel Gibson: ‚Ich bin ein Sünder, aber ich kenne den Unterschied zwischen Hirten und Mietling’
  14. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  15. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz