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Papst: Habe nie an Rücktritt gedacht

1. September 2021 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
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Franziskus spricht in spanischem TV-Interview über seine Darm-OP, kritisiert Afghanistan-Rückzug der USA


Madrid (kath.net/KAP) Trotz gravierender gesundheitlicher Probleme sind Papst Franziskus bislang keinerlei Rücktrittsgedanken in den Sinn gekommen. Entsprechende Medienspekulationen wies er in einem Interview des spanischen Senders Cope (Mittwoch) zurück: "Ich weiß nicht, wie sie auf die Idee gekommen sind." Wenn ein Papst krank sei, gebe es offenbar immer entsprechende Gerüchte.

Er sei froh, noch am Leben zu sein, sagte das Kirchenoberhaupt mit Blick auf seine Darm-OP Anfang Juli. Dies sei in erster Linie einem Krankenpfleger des medizinischen Dienstes im Vatikan zu verdanken. Der "erfahrene Mann" habe ihm dringend zu dem Eingriff geraten. Andere Stimmen hätten zunächst eine medikamentöse Therapie mit Antibiotika vorgeschlagen.

"Er hat mein Leben gerettet", so der Papst in dem ersten ausführlichen Interview seit der Operation. Ihm war am 4. Juli bei einer geplanten dreistündigen Prozedur ein Teil des Dickdarms entfernt worden. Abschließende Untersuchungen hätten bestätigt, dass ein Abschnitt des Darms bereits nekrotisch (abgestorben) gewesen sei, so der 84-Jährige. Nun müsse sich sein Körper erst einmal daran gewöhnen, dass ein 33 Zentimeter langes Stück fehle. Er könne aber "alles essen" und seinen Tagesablauf "völlig normal" gestalten, versicherte Franziskus.


Abzug aus Afghanistan "naiv"

Unter den im Interview angesprochenen Themen war auch der Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan, über deren Art und Weise sich der Papst kritisch äußerte. Seiner Meinung nach seien bei der Planung "nicht alle Eventualitäten" in Betracht gezogen worden. Er wolle nicht urteilen, sagte er, doch offenbar sei "viel Naivität" mit im Spiel gewesen. Der Abzug an sich sei zwar rechtmäßig. Es komme jedoch auf die Modalitäten und die entsprechenden Verhandlungen an. Keinesfalls dürfe die afghanische Bevölkerung einfach ihrem Schicksal überlassen werden.

Der Vatikan wolle sich auf diplomatischem Wege für die Menschen in Afghanistan einsetzen. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sei "wirklich der beste Diplomat", den er kenne, betonte Franziskus. "Ich bin sicher, dass er hilft oder zumindest Hilfe anbietet." Die Situation sei schwierig. Seine persönliche Aufgabe als Papst sehe er darin, die Christen zu Gebet und Fasten aufzurufen, so der 84-Jährige.

Seinen jüngsten Erlass zur Einschränkung der "alten Messe" verteidigte das Kirchenoberhaupt. Bei einer Befragung unter Bischöfen im Jahr 2020 habe sich gezeigt, dass aus dem ursprünglich pastoralen Anliegen Benedikts XVI., Anhängern der tridentinischen Messform entgegenzukommen, "eine Ideologie" geworden sei. "Wir mussten also mit klaren Regeln reagieren." Es gehe jetzt darum, mit pastoraler Sorgfalt "Exzesse" zu vermeiden.

Der Papst verteidigte auch den Dialog mit China. Der sei "nicht einfach, aber ich bin überzeugt, dass wir den Dialog nicht aufgeben sollten." Man könne sich täuschen, Fehler machen - dennoch sei dies der richtige Weg. Einzelne konkrete Dinge wie die Ernennung neuer Bischöfe seien vorsichtige Schritte, auch wenn "deren Ergebnisse auf der einen oder anderen Seite fragwürdig erscheinen können".

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Montfort 5. September 2021 

Danke, @golden, für den Hinweis auf den Kommentar

von Hw. Georg May zu "Traditionis custodes"!

Sehr bedenkenswert!

www.glaubenswahrheit.org/traditionis_custodes/


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 golden 3. September 2021 
 

Hw. May: Kommentar zu Traditionis Custodes !!!

[email protected]
hERR,hilf !


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 Montfort 3. September 2021 

"Papst: Habe nie an Rücktritt gedacht"

Leider!


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 Alecos 2. September 2021 
 

Deal mit China kein Dialog, sondern ein Skandal.

Der Deal des Papstes/Vatikan mit China ist kein Dialog, sondern Unterwerfung an China, ein Verrat an den Chinesischen Katholiken und der Ausverkauf der Untergrundkirche an dem Regime. Außerdem mit traditionellen Katholiken ist dieser Papst nie im Dialog. Vielmehr ist sein Verhältnis zu konservativen Katholiken wie ein Despot zu seinen Untertanen. Die glaubenstreuen Katholiken sind nur Befehlsempfänger  und Franziskus ihr feindseliger Befehlsgeber.


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 Herbstlicht 2. September 2021 
 

zweierlei Maß, denn Dialog nicht mit jedem!

Darüber, dass Franziskus wieder "alles essen" und seinen Tagesablauf "völlig normal" gestalten kann, darüber darf er sich mit Recht freuen.
Dass er dem Pfleger vieles verdankt und nach seiner Wahrnehmung sogar sein Leben, ist auch ein nachvollziehbarer Grund, dankbar zu sein.

Doch nun zu anderen Aussagen:
Was mögen Chinas Untergrund-Christen empfinden, wenn sich Franziskus überzeugt zeigt, "dass wir den Dialog nicht aufgeben sollten."
Ein Dialog ist in den meisten Fällen gut und sinnvoll.
Doch einen Dialog mit jenen Politikern, von den sie unterdrückt und kleingehalten wurden und unter denen sie sehr gelitten haben, beurteilen die Untergrund-Christen vielleicht etwas anders.

Einen Dialog aber mit jenen, die die Hl. Messe im Alten Ritus bevorzugen, hält Franziskus dagegen nicht für geboten.
In diesem Zusammenhang spricht er von "Ideologie", von "Exzessen", mit denen man "mit klaren Regeln reagieren" müsse.


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 Chris2 1. September 2021 
 

Böse Gläubige, gute Kommunisten

Erstere sind offenbar so böse, dass man ihnen den Gnadenhahn zudrehen muss, während letztere wohl so schafsfellfromm geworden sind, dass man ihnen die jahrzehntelang treu gebliebenen Untergrundchristen und -bischöfe opfern kann.
Gut, dass wir das jetzt auch wissen. Und dann freuen sich hier auch noch welche über starke Führer oder wünschen sich solche Zustände noch lange Zeit...


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 Chris2 1. September 2021 
 

@padre14.9.

Die Frage ist nur: Wohin?


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 padre14.9. 1. September 2021 

Papst Franziskus ist ein starker Mann ... er führt!

ich wünsche unserem Papst, Gesundheit, nach der doch schweren Operation.


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 claude 1. September 2021 
 

Der Papst ist also der Ansicht, Christen zu GEbet und Fasten aufrufen zu müssen...

... ja, darin tut er gut.

Warum will er dann jene Gemeinschaften ruinieren, die Gebet und Fasten traditionsgemäß praktizieren, weit über das hinaus, was heute geboten ist...?!!


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 SVD98 1. September 2021 
 

Ich bin froh, dass an den Gerüchten nichts ist und uns Franziskus als Papst erhalten bleibt. Gott schenke ihm Gesundheit!


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 girsberg74 1. September 2021 
 

Wer soviel Gelegenheit zum Reden erhält,

denkt nicht an Rücktritt.


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 Hadrianus Antonius 1. September 2021 
 

Inkohärenz und Besserwisserei

PF, der immer wieder das Be/Verteilen verpönt weil man dann selbst be/ver/urteilt wird (cfr. Amoris laetitia), urteilt jetzt plötzlich selbst und wohl auf einem Gebiet (miltärisch) wovon er null Ahnung hat :-)
Der Rückzug aus Afghanistan ist überhaupt nicht "rechtmäßig" weil die Invasion dort auch nicht 2rechtmäßig" war. Offiziell wurde nie ein Krieg deklariert; G.W. Bush2 plapperte wohl überall von Kriegen mit X und Y und Z, aber Irak, Guantanamo und Afghan. haben mit der Haager Kriegsordnung nichts zu tun.
und unabhängige Staaten und Völker muß man stets sich selbst überlase- der Test ist antiquierter Patriarchalismus und rassisch-pseudokolnialistisches Denken. Leider noch so in Feuerland in den Jahren '50 und '60, aber damals ohne Beurteilung und Modalitäten und so...


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 Christa.marga 1. September 2021 
 

Gebet und Fasten???

Gebet ist immer gut, aber wenn ich faste, dann hilft das den Frauen und Mädchen in Afghanistan meiner Ansicht nach nicht.

Die Regierungen setzen sich schon auf diplomatischem Weg mit den radikalen Taliban auseinander, bin mir sicher, dass Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin auch nicht mehr erreicht, als unser Außenminister.

Mit den Taliban, dieser radikal islamistischen Gruppierung wird keine Einigung erreicht werden. Die errichten ein Kalifat, wo Frauenrechte mit Füßen getreten und Christen umgebracht oder verstümmelt werden.

Der radikale IS und die Taliban sind eine religiöse Ideologie, die lassen sich auch vom Papst nicht beeindrucken.

Es gibt keine gemäßigten Taliban, das ist ein Wunschdenken.


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 golden 1. September 2021 
 

einenPius XIII bzw einen Benedikt XVII zu finden, ist das Problem-

woran man nicht denkt, darauf kann man ja hinweisen...


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