Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Zeitliche und ewige Zukunft
  11. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  12. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  13. Neuer Papst erweist sich als Publikumsmagnet
  14. Massive Mehrheit in Österreich sieht Leben mit Muslimen kritisch
  15. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat

"Infiziert vom Virus der Falschheit?"

22. September 2021 in Kommentar, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Auch in sogenannten 'katholischen' Medien wird angstvoll und anbiedernd schräg über den Marsch für das Leben berichtet." - Man schreibt "Abtreibungsgegner", meidet aber Begriffe "Lebensgegner/Lebensrechtsgegner" - Gastkommentar von Martin Lohmann


Bonn (kath.net) Es fällt immer wieder auf: Wenn über den jährlichen „Marsch für das Leben“ in Berlin berichtet wird, dann haben offensichtlich auch sogenannte katholische Medien lieber eine Schere im Kopf als den Mut zur fairen Berichterstattung. Immerhin: Sie berichten wenigstens. Sie kommen ja auch längst nicht mehr daran vorbei, dass jedes Jahr mehrere Tausend Menschen aller Altersgruppen und verschiedener Glaubensüberzeugungen in der Hauptstadt ein klares Zeugnis für das Leben und das unteilbare Recht auf Leben geben. Friedlich. Vorwurfsfrei. Logisch. Menschengerecht.

Doch die mentale Verklemmung verrät sich dann immer wieder bei so manchen Formulierungen. Wie selbstverständlich schreibt man von „Abtreibungsgegnern“. Gemeint sind wohl jene, die Tötungsgegner sind und mit ihrem eindeutigen Ja zum Leben nichts Verbotenes, sondern etwas notwendig Gebotenes tun und verkünden.

Die Beschreibung der Gegner dieses Rechts als „Lebensgegner“ oder „Lebensrechtsgegner“ sucht man vergebens. Obwohl: Das wäre nur zu logisch und in der Sache auch korrekt.


Ebenso werden diejenigen, die sich für den Schutz des Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod engagieren, als Gegner eines „Rechts auf Abtreibung“ bezeichnet, oder besser: diffamiert. Als gebe es dieses „Menschenrecht“ auf Tötung von (noch nicht geborenen) Menschen!

Und auf katholisch.de, dem inoffiziell offiziellen beziehungsweise offiziell inoffiziellen Portal der Bischofskonferenz (siehe Link), werden dann auch bessere Schutzmaßnahmen für das Leben, wie es sie beispielsweise in Texas jetzt gibt, diskreditierend als „restriktive Regelungen“ bezeichnet, die – oh Schreck – Lebensschützer und Lebensrechtler doch tatsächlich als „großen Fortschritt“ sehen. Aber „zum Glück“ und geradezu erleichternd kann man auch gleich erwähnen, dass es „doch gegen den Marsch auch Protest gab“.

Tja, und damit niemand auf die Idee kommt, fair und frei über dieses Engagement für das Leben zu denken, liefert man dann abschließend noch rasch die übliche Denkkeule, vor der man gefälligst zurückschrecken und sich ducken sollte. Man erklärt den Marsch für „umstritten“. Huihuihui. Das liege „an der Nähe der Lebensschutzbewegung zur AfD“. Treffer. Versenkt. Das geht nun gar nicht. Ob es stimmt, spielt da keine Rolle mehr. Hauptsache: Verunglimpft, diskreditiert, beschädigt. Denn mit dieser so unmöglichen Partei, bei der eine Differenzierung in der Bewertung schon lebensgefährlich sein könnte, darf es nun mal auf Kilometer keine irgendwie geartete Überzeugungsverbindung geben. Wenn DIE für den Lebensschutz sind, dann ist halt der Lebensschutz insgesamt iggiddegitt. Oder, wie man das gerne so nennt: höchst „umstritten“. Würde jemand von der Linken für das Leben sein, wäre das wohl kein Problem. Absurd. Oder nur infantil?

CancelCulture. Kontaktschuld. Die Mechanismen der Extremisten funktionieren bis in die Kirche hinein. Diese Werkzeuge der Antidemokraten wirken, sind längst salonfähig gemacht worden - und werden durch solche „Berichterstattungen“ sanktioniert. Das ist weder christlich noch fair. Schon gar nicht katholisch. Und wenn dann noch behauptet wird, wegen der unterstellten Nähe zu einer im Bundestag und in anderen Parlamenten vertretenen demokratisch gewählten Partei würden „oft nur wenige Bischöfe an der Veranstaltung“ teilnehmen, dann ist das geradezu perfide.

Es hat ein Geschmäckle und atmet den Geist der Unterwerfung und der Lebensrechtsphobie. Schräg. Ganz schräg. Schade und nun wirklich bedenklich, dass auch sogenannte katholische Medien, die mit satten Kirchensteuergeldern finanziert und gepampert werden, den linksextremen Rattenfängern auf den Leim gehen und in vorauseilendem Gehorsam mit einem mentalen Kotau das Virus der Falschheit willigst empfangen. Qualitätsjournalismus jedenfalls sieht anders aus.  

Foto oben: Martin Lohmann (c) LohmannMedia

Foto unten: Zur Dokumentation: Selbstbeschreibung von katholisch.de im September 2021

 

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  3. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  4. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  5. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  8. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  9. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  14. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  15. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz