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Abtreibung: Scharfe Kritik am Schweigen der Kirchen in Deutschland

6. November 2021 in Prolife, 13 Lesermeinungen
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"Gesellschaft für Innere und Äußere Mission im Sinne der lutherischen Kirche" übt scharfe Kritik an Heinrich Bedford-Strohm - Jährlich werden mehr als 100.000 Kinder im Mutterleib „zerstückelt und willkürlich umgebracht" - EDK schweigt dazu


Berlin (kath.net)

Die „Gesellschaft für Innere und Äußere Mission im Sinne der lutherischen Kirche“übt scharfe Kritik am Schweigen der Kirchen - insbesondere der evangelischen – zur Abtreibungspraxis in Deutschland. Dies berichtet "idea". Insbesondere vom bayerischen Landesbischof und scheidenden EKD-Ratsvorsitzenden, Heinrich Bedford-Strohm, sei ein „klares Wort der Kritik“ zu Abtreibungen nötig. Das fordert der erste Obmann der theologisch konservativen Gesellschaft, Pfarrer Detlev Graf von der Pahlen. In einem Brief an Bedford-Strohm fordert er diesen auf, das Thema in kirchlichen Gremien „wachzuhalten“ und Veranstaltungen von Lebensschützern wie den „Marsch für das Leben“ zu unterstützen.


Der Pfarrer erinnert daran, dass in Deutschland jährlich mehr als 100.000 Kinder im Mutterleib „zerstückelt und willkürlich umgebracht“ werden und fragt: „Sind die Kinder im Mutterleib etwa lebensunwertes Leben?“ Es sei ein Skandal, dass das Abtreiben und Austragen von Kindern als gleichwertige Alternativen erschienen. Hier sei die Kirche als moralische Instanz und Bildungsrichtung gefordert. Am "Marsch für das Leben“ am 18. September hat niemand vom Rat der EKD teilgenommen oder diesen durch ein Grußwort unterstützt. Bedford-Strohm hatte hingegen die Teilnahme von Ratsmitgliedern an einer Klimaschutzdemonstration am 24. September in Hannover unterstützt.


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