Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Lackner: Orientierungslosigkeit in Gesellschaft und Kirche überwinden

9. November 2021 in Österreich, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz wirbt bei Festgottesdienst des heimischen Episkopats im Wiener Stephansdom für weltkirchlichen Synodalen Prozess


Wien (kath.net/KAP/ÖBK) Erzbischof Franz Lackner, der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, hat zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen, um die zunehmende Orientierungslosigkeit und den Vertrauensverlust in Gesellschaft und Kirche zu überwinden. In seiner Predigt beim Festgottesdienst der österreichischen Bischöfe am Montagabend im Wiener Stephansdom setzte er diesbezüglich auch große Hoffnungen in den von Papst Franziskus ausgerufenen weltkirchlichen Synodalen Prozess.

Noch nie habe es in der Geschichte Österreichs eine so lange Periode gegeben, in der Menschen friedlich, mit hohen sozialen Standards und Absicherungen leben konnten, wie derzeit. Dennoch stehe man vor riesigen Herausforderungen, so Lackner, der vor allem auf die Klimakrise und die Pandemie verwies. So habe etwa das Coronavirus die Gesellschaft gespalten und eine Vertrauenskrise geoffenbart. "Trotz äußerer Weltgewandtheit zeigt sich eine innere Orientierungslosigkeit", konstatierte Lackner. Er orte immer mehr Menschen, für die die Politik, das Gesundheitswesen, die Kirche und Medien unglaubwürdig seien.


Und auch in der Kirche krisle es schon seit Jahren. "Orientierungslosigkeit und Unstimmigkeiten greifen Platz." In diese Situation hinein habe Papst Franziskus eine Bischofssynode zum Thema "Synodalität" ausgerufen. Dem Papst gehe es dabei aber nicht um Meinungen und Umfrageergebnisse, sondern um einen "Hinhör-Prozess", so der Erzbischof: "Auf jeder Ebene ist die Arbeit der Synodalität ganz zu leisten. Synodalität ist kein Durchlaufposten. Wir sollen hinhören auf den sogenannten 'sensus fidei in credendo', das heißt auf den Glaubenssinn hören, so wie er sich im Moment des Glaubens zeigt."

Wie Lackner weiter sagte, bitte er nun verstärkt Menschen, ihm von ihrem Glauben zu erzählen. Das seien keine Prüfungen, niemand solle sich gedrängt fühlen, "aber die Kirche, ich, wir brauchen diese Glaubenszeugnisse". Diese schöne wie sensible Aufgabe des Hörens gelte es in den Pfarrgemeinderäten, Gruppen jeglicher Art und in den diözesanen Gremien zu leisten. Das gehe allerdings nur, "wenn wir, wie es im ersten Satz des Synodengebets heißt 'im Heiligen Geist stehen'".
Papst Franziskus verweise selbst auf das Apostelkonzil, eine erste synodale Versammlung, bei dem schließlich nach einem gewaltigen Streit gemeinsam geschwiegen habe und auf Gott gehört wurde. Das Apostelkonzil begründet seinen Entschluss schließlich mit der Feststellung: "Der Heilige Geist und wir haben beschlossen." Lackner: "Dorthin sind wir mit dem synodalen Prozess der Weltkirche unterwegs, hörend, vielleicht auch streitend, hinhörend auf das Wort Gottes und auf den Glauben unter den Menschen, aber schweigend."

Bitte um Gebet für Österreich und die ganze Welt

Kardinal Christoph Schönborn eröffnete den Gottesdienst im Stephansdom mit einer Bitte um das Gebet für Österreich und die ganze Welt. Ausdrücklich nannte der Wiener Erzbischof die Sorgen und Anliegen rund um die Corona-Pandemie, die Menschen auf der Flucht und die unter Hunger oder Krieg Leidenden.

Unter den Mitfeiernden waren auch der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, und Nuntiatursekretär Kevin Randall. Sie und der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl wurden vom Kardinal und vom Salzburger Erzbischof eigens begrüßt wurden.

Der Festgottesdienst im Stephansdom bildete den Abschluss des ersten Tages Herbst-Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz. Die Bischöfe tagen bis Donnerstag in Wien.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Archivfoto Erzbischof Lackner (c) kathpress/Franz Neumayr


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz