Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  4. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  5. "Vaccine Amen"
  6. Spanien am moralischen Abgrund
  7. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  15. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

Lackner: Orientierungslosigkeit in Gesellschaft und Kirche überwinden

9. November 2021 in Österreich, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz wirbt bei Festgottesdienst des heimischen Episkopats im Wiener Stephansdom für weltkirchlichen Synodalen Prozess


Wien (kath.net/KAP/ÖBK) Erzbischof Franz Lackner, der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, hat zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen, um die zunehmende Orientierungslosigkeit und den Vertrauensverlust in Gesellschaft und Kirche zu überwinden. In seiner Predigt beim Festgottesdienst der österreichischen Bischöfe am Montagabend im Wiener Stephansdom setzte er diesbezüglich auch große Hoffnungen in den von Papst Franziskus ausgerufenen weltkirchlichen Synodalen Prozess.

Noch nie habe es in der Geschichte Österreichs eine so lange Periode gegeben, in der Menschen friedlich, mit hohen sozialen Standards und Absicherungen leben konnten, wie derzeit. Dennoch stehe man vor riesigen Herausforderungen, so Lackner, der vor allem auf die Klimakrise und die Pandemie verwies. So habe etwa das Coronavirus die Gesellschaft gespalten und eine Vertrauenskrise geoffenbart. "Trotz äußerer Weltgewandtheit zeigt sich eine innere Orientierungslosigkeit", konstatierte Lackner. Er orte immer mehr Menschen, für die die Politik, das Gesundheitswesen, die Kirche und Medien unglaubwürdig seien.


Und auch in der Kirche krisle es schon seit Jahren. "Orientierungslosigkeit und Unstimmigkeiten greifen Platz." In diese Situation hinein habe Papst Franziskus eine Bischofssynode zum Thema "Synodalität" ausgerufen. Dem Papst gehe es dabei aber nicht um Meinungen und Umfrageergebnisse, sondern um einen "Hinhör-Prozess", so der Erzbischof: "Auf jeder Ebene ist die Arbeit der Synodalität ganz zu leisten. Synodalität ist kein Durchlaufposten. Wir sollen hinhören auf den sogenannten 'sensus fidei in credendo', das heißt auf den Glaubenssinn hören, so wie er sich im Moment des Glaubens zeigt."

Wie Lackner weiter sagte, bitte er nun verstärkt Menschen, ihm von ihrem Glauben zu erzählen. Das seien keine Prüfungen, niemand solle sich gedrängt fühlen, "aber die Kirche, ich, wir brauchen diese Glaubenszeugnisse". Diese schöne wie sensible Aufgabe des Hörens gelte es in den Pfarrgemeinderäten, Gruppen jeglicher Art und in den diözesanen Gremien zu leisten. Das gehe allerdings nur, "wenn wir, wie es im ersten Satz des Synodengebets heißt 'im Heiligen Geist stehen'".
Papst Franziskus verweise selbst auf das Apostelkonzil, eine erste synodale Versammlung, bei dem schließlich nach einem gewaltigen Streit gemeinsam geschwiegen habe und auf Gott gehört wurde. Das Apostelkonzil begründet seinen Entschluss schließlich mit der Feststellung: "Der Heilige Geist und wir haben beschlossen." Lackner: "Dorthin sind wir mit dem synodalen Prozess der Weltkirche unterwegs, hörend, vielleicht auch streitend, hinhörend auf das Wort Gottes und auf den Glauben unter den Menschen, aber schweigend."

Bitte um Gebet für Österreich und die ganze Welt

Kardinal Christoph Schönborn eröffnete den Gottesdienst im Stephansdom mit einer Bitte um das Gebet für Österreich und die ganze Welt. Ausdrücklich nannte der Wiener Erzbischof die Sorgen und Anliegen rund um die Corona-Pandemie, die Menschen auf der Flucht und die unter Hunger oder Krieg Leidenden.

Unter den Mitfeiernden waren auch der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, und Nuntiatursekretär Kevin Randall. Sie und der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl wurden vom Kardinal und vom Salzburger Erzbischof eigens begrüßt wurden.

Der Festgottesdienst im Stephansdom bildete den Abschluss des ersten Tages Herbst-Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz. Die Bischöfe tagen bis Donnerstag in Wien.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Archivfoto Erzbischof Lackner (c) kathpress/Franz Neumayr


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  9. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  10. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  11. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz