Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Foto mit AfD-Politiker - Pfarrer entpflichtet Oberministranten im Bistum Passau
  2. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  3. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  4. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  5. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  6. Parolin: „Segne uns, Heiliger Vater Johannes Paul II.! Segne diese Kirche des Herrn auf ihrem Weg“
  7. Alexander Kissler: Kirchen sorgen für ‚Entchristianisierung‘ Deutschlands
  8. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  11. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik
  12. Immer mehr Hass-Übergriffe auf Priester in Polen
  13. Orthodoxe Kirche von Zypern übt heftige Kritik am Westen
  14. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  15. Hexenfestival: Streit zwischen Exorzisten und Bürgermeister

Bischof von Odessa: "Nur die Armen sind geblieben"

11. März 2022 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Szyrokoradiuk: Alltag mit Warnsirenen und im Bunker, Versorgung mit Lebensmitteln derzeit noch besser als in östlicher gelegenen Städten der Ukraine


Kiew/Wien (kath.net/KAP) Von gespenstischen Szenen in der ukrainischen Schwarzmeermetropole Odessa berichtet der römisch-katholische Ortsbischof Stanislaw Szyrokoradiuk. "Die Stadt ist halbleer, denn alle, die die Möglichkeit dazu hatten, haben sie verlassen. Geblieben sind die Armen", sagte Szyrokoradiuk am Mittwoch in einem Interview der Nachrichtenagentur Kathpress. Seit Tagen schon bereitet sich die strategisch bedeutsame Stadt mit Sandsäcken und Straßensperren auf die Verteidigung gegen einen befürchteten russischen Angriff vor, der außer auf dem Landweg auch vom Meer aus erfolgen könnte.

Auch jetzt schon heulen in Odessa ständig die Warnsirenen, zehnmal allein am Dienstag. "Zehn russische Raketen sind niedergegangen, davon eine auf die Stadt selbst, die auf der Straße explodiert ist. Die anderen waren gegen die beim Meer gelegene Militärbasis gerichtet." Die Flucht in die Keller gehört für die Menschen - und auch für den Bischof - mittlerweile zur Gewohnheit, nachts wird meist auch dort geschlafen. Die vier Gottesdienste, die Szyrokoradiuk täglich feiert, können derzeit allerdings in der Kirche stattfinden. "Wir beten dabei besonders den Kreuzweg und für die Gefallenen und Gestorbenen."


Was die römisch-katholische Kirche in Odessa betrifft - deren Anhänger in der Region nur eine winzige Minderheit ausmachen -, können derzeit Hilfsangebote wie etwa Lebensmittelausgaben an besonders Bedürftige weitergeführt werden. Einerseits, da etliche Supermärkte in der Stadt noch geöffnet sind und auch die Banken noch funktionieren. So könne mit Spendengeldern weiterhin eingekauft werden, zudem seien kürzlich zwei Hilfstransporte aus Lemberg eingetroffen. Zwischen 70 und 90 besonders bedürftige Personen werden weiterhin von der lokalen Caritas mit einem täglichen Mittagessen versorgt.
Die Situation sei insgesamt bedrückend, jedoch nicht vergleichbar mit der "furchtbaren" Lage in den weiter östlich gelegenen ukrainischen Städten, betonte der Bischof. Darunter etwa in der 200 Kilometer entfernten Cherson: Dass derzeit keine Hilfstransporte in die schon früh von Russen eingenommenen 300.000-Einwohner-Stadt kommen, ist für den ukrainischen Caritas-Bischof das Schlimmste. "Die katholischen Priester sind in der Stadt geblieben und leisten weiter Seelsorge für die Menschen. Sie haben selbst noch einige Reserven, doch auch für sie wird die Nahrung knapp", berichtete Szyrokoradiuk. In seiner früheren Bischofsstadt Charkiw, um die weiter gekämpft wird, gebe es schon "in jedem Stadtviertel Zerstörungen".

Russlands nun schon zwei Wochen dauernder Angriffskrieg gegen die Ukraine kenne keine Regeln, sagte der Bischof. Es würden Wohnviertel mit Raketen beschossen und selbst Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten zerstört. Unter den Tausenden getöteten Zivilisten zähle die Ukraine bisher bereits 54 Kinder. Auch auf der Gegenseite seien laut seinen Informationen bereits 13.000 russische Soldaten gefallen, was im russischen Fernsehen jedoch konsequent verschwiegen werde. "Ich habe nie gedacht, dass so etwas möglich ist in unserer Zeit", so der Bischof über die Realität des Krieges.
Kritisch äußerte sich Szyorkoradiuk angesichts der noch zu geringen internationalen Unterstützung für sein Land. "Die Ukraine verteidigt sich gegen den Angriff und ist stark, aber Russland hat so viele Flugzeuge, Bomben und Raketen. Die Verluste sind enorm - und die Welt schaut nur zu", so der Bischof. An ein Flugverbot, wofür derzeit Anstrengungen laufen, werde sich Russland wohl kaum halten. Die Ukraine brauche momentan "selbstverständlich politische und militärische Unterstützung".

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCV 13. März 2022 
 

Kriegsverbrecher Putin ist der Antichrist

dies sagt der ukrainische orthodoxe Erzbischof Evstratiy in einem Interview in der Welt. Unglaublich, dass Putin in der Ukraine Krankenhäuser und Kirchen bombardieren lässt und das Land systematisch zerstört.

Der mutige Erzbischof steht auf der Exekutionsliste des Massenmörders Putin.

www.welt.de/politik/ausland/article237513895/Ukrainischer-Erzbischof-Putin-ist-der-Antichrist.html


1
 
 bibelfreund 12. März 2022 
 

Heuchelei

Wo sind die Kirchen, die sich denen in den Weg stellen, die über genug oligarchische Gelder verfügen, um in den Westen flüchten zu können — sozusagen dem Geld hinterher—- und noch schlimmer: die halbe Ukraine scheint ja voll zu sein von schwarzen „Studierenden“ ohne pass — nur noch irre!


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  2. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  4. Foto mit AfD-Politiker - Pfarrer entpflichtet Oberministranten im Bistum Passau
  5. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  6. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  7. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  8. Das Wunder des Karol Wojtyła
  9. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  10. Alexander Kissler: Kirchen sorgen für ‚Entchristianisierung‘ Deutschlands
  11. Hexenfestival: Streit zwischen Exorzisten und Bürgermeister
  12. Orthodoxe Kirche von Zypern übt heftige Kritik am Westen
  13. 200 Quadratmeter für den Papst
  14. Nach ‚schwarzer Messe‘ in Kansas: Organisator von der Polizei verhaftet
  15. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz