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Erzdiözese Wien übergibt weiteres Gotteshaus an serbisch-orthodoxe Christen

14. April 2022 in Österreich, 4 Lesermeinungen
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Bischofsvikar Schutzki: "Eine Pfarre aufgeben zu müssen, ist immer schmerzlich" - Übergabe der bisherigen katholischen Pfarrkirche "Am Schöpfwerk" soll Erhalt als christliche Gottesdienststätte garantieren


Wien (kath.net/KAP) Die Erzdiözese Wien übergibt mit der Pfarrkirche "Am Schöpfwerk" in Wien-Meidling ein weiteres Gotteshaus an die serbisch-orthodoxe Kirche. Pfarrgemeinderat und Vermögensverwaltungsrat der Pfarre hätten den Schritt im Einvernehmen mit der Diözesanleitung einstimmig beschlossen, hieß es in einer Aussendung der Erzdiözese am Montag. Die Übergabe garantiere den Erhalt der bisher katholischen Pfarrkirche als christliche Gottesdienststätte. Die örtliche katholische Pfarrgemeinde mit dem bisherigen Pfarrgebiet wird wieder Teil der "Mutterpfarre" Altmannsdorf, von der sie 1982 abgetrennt worden war.


"Eine Pfarre aufgeben zu müssen, ist immer schmerzlich", erklärte Bischofsvikar für das Vikariat Wien-Stadt der Erzdiözese Wien, P. Dariusz Schutzki: "Zugleich ist es erfreulich, dass die Kirche als christliches, im konkreten Fall serbisch-orthodoxes, Gotteshaus erhalten bleibt, das in Zukunft nun der großen und jungen serbisch-orthodoxen Gemeinde am Standort zur Verfügung stehen wird." 2014 hatte die Erzdiözese Wien bereits die Pfarrkirche Neulerchenfeld in Ottakring an die serbisch-orthodoxe Kirche übergeben.

Zur Zeit der Gründung der Pfarre Am Schöpfwerk im Jahr 1982 lebten dort nach Angaben der Erzdiözese Wien rund 5.000 Katholikinnen und Katholiken. Die Pfarre war als integrativer Teil zahlreicher damals neu entstehender Wohnbauanlagen im 12. Wiener Gemeindebezirk konzipiert worden. Durch die demographische Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten sank jedoch die Zahl der Katholiken auf zuletzt knapp 1.000. Gleichzeitig stieg der Anteil der Bewohner mit orthodoxer Konfessionszugehörigkeit.

Der Wiener serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) erklärte in der Mitteilung, dass seine Kirche sich ausgesprochen ökumenisch verstehe. Er sei daher sicher, dass die Übernahme der Kirche am Schöpfwerk auch zur Zufriedenheit der bisherigen katholischen Kirchengemeinde erfolgen werde. Cilerdzic zeigte sich "ausgesprochen dankbar" für das Verständnis und die Unterstützung der katholischen Kirche in Wien; er wolle in Zukunft auch mit den Katholiken in der Kirche am Schöpfwerk gemeinsam beten, so der serbisch-orthodoxe Bischof.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 14. April 2022 
 

@Chris2

Епископ шумадијски Јован служио архијерејску литургију у манастиру Драча.Bischof Jovan von Schumadijo zelebriert ein Pontifikalamt im Kloster Dratsch. (Serbisch orthodoxe Liturgie in serbischer Sprache). Link unten!

www.youtube.com/watch?v=uPZkibkiZHU


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 Chris2 14. April 2022 
 

@Hängematte

Danke für den Hinweis auf Fuchs. Leider bin ich mir bei seiner Konversion nicht so sicher, hatte er doch u.a. auch eine buchstäblich dämonische "Auferstehungsszene" (den Link erspare ich uns) und ein ebensolches Tryptichon für eine Kirche gemalt.
Die Kirche selbst ist durchaus interessante moderne Architektur. Ich bin gespannt, wie gut sie sich in eine orthodoxe Kirche umgestalten lassen wird.


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 Chris2 14. April 2022 
 

Grundsätzlich ist es gut, dass eine Kirche,

anstatt profanen Zwecken zugeführt zu werden, zumindest als christliche Kirche erhalten bleibt. Möge die junge Gemeinde frei von zerstörerischen nationalistischen Verstrickungen bleiben, die die Mutterkirche während des Balkankrieges in den 1990ern schwer belasteten (gesunden Patriotismus meine ich damit nicht). Und mögen dort künftig wunderbare orthodoxe Gesänge den Herrn preisen (schönes Beispiel im Link, leider im falschen Format und in lausiger Bildqualität)

www.youtube.com/watch?v=MKLwutElZ-s&list=RDEMUy2K4DBxyPO7Lk7yV74QGQ&index=1


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 Hängematte 14. April 2022 
 

Das Altarbild in dieser Kirche

zu Ehren des Pfarrpatrons, des hl. Franz von Assisi, stammt von einem Sohn des bekannten Malers der Wiener phantasmagorischen Schule Ernst Fuchs.
Dieser Sohn Michael Fuchs ist zusammen mit seiner Frau zur katholischen Kirche konvertiert und hat sich taufen lassen.


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