Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  7. Vom Benehmen mit Majestäten
  8. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  9. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  12. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. "Wir haben Maria neue Hände gegeben"
  15. Ein Akt der Demut?

Langjährige Presse-Kolumnistin Walterskirchen wegen politisch unliebsamer Meinungen abgesetzt

19. April 2022 in Österreich, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die „Querschreiberin“ hatte zuletzt den amtierenden Bundespräsidenten in ein schiefes Licht gerückt, aber sich auch politisch unbequem zur Covid-Impfpflicht sowie zum Russland-Ukraine-Krieg geäußert.


Wien (kath.net/mk) Die Historikerin und wöchentliche Presse-Kolumnistin Gudula Walterskirchen veröffentlichte Anfang der Karwoche ihren – wie sie selbst ankündigte – letzten Kommentar unter der Rubrik „Quergeschrieben“. Vordergründig forderte Walterskirchen in ihrem Abschluss-Artikel eine Rückbesinnung auf die journalistischen Grundregeln, nämlich eine wertneutrale und differenzierte Berichterstattung statt „Erziehungs- und Haltungsjournalismus“. Sie sei der festen Überzeugung, dass es in einer Demokratie die Vielfalt der Meinungen brauche. „Auch wenn mir vor wenigen Tagen, nach meinen kritischen Reflexionen über den Bundespräsidenten und seine Umgebung, der Chefredakteur der ‚Presse‘ überraschend mitgeteilt hat, dass mein Platz als Querschreiberin künftig von jemand anders eingenommen wird“, wie Walterskirchen lapidar bemerkte.


Über die Hintergründe dieses Rauswurfs kann nur gemutmaßt werden. Zwei Wochen zuvor hatte Walterskirchen in ihrer Kolumne eingemahnt, dass das Amt des Bundespräsidenten nicht beschädigt werden dürfe, und dabei den Amtsinhaber Alexander van der Bellen wegen „Kompetenzüberschreitungen und fragwürdigen Aktivitäten seines Umfelds“ in ein schiefes Licht gerückt. Auch dessen Rolle als Oberbefehlshaber des Bundesheers war Thema, im Zusammenhang mit dem nun vielfach geforderten EU-Heer, mit dem van der Bellen kein Problem habe. War es diese „Majestätsbeleidigung“, die der langjährigen und gerade wegen ihrer kritischen Haltung Anklang findenden Querschreiberin und einstigen Presse-Redakteurin zum Verhängnis wurde?

Wenn man sich ihre Kommentare der letzten Monate durchsieht, kann man zu dem Schluss kommen, dass ihr unbequemer Artikel über den Bundespräsidenten nur der letzte Auslöser war, und dass Walterskirchen auch in anderen Themenbereichen zu unliebsame Meinungen geäußert hatte. Während ihr Eintreten vor Jahren gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, Sexualerziehung in Kindergärten und Volksschulen sowie die Fristenlösung offenbar noch „salonfähig“ war, ging sie der „Presse“ mit ihrem vehementen Einsatz gegen die Covid-Impfpflicht Anfang des Jahres wohl einen Schritt zu weit. So ortete Walterskirchen „autoritäre Tendenzen“ in der (Regierungs-)Politik, die mit den Covid-Maßnahmen die Grundregeln der Demokratie missachte und damit zunehmendes Misstrauen und Entfremdung bei den Bürgern schaffe. Österreich sei mit seiner allgemeinen Impfpflicht ein international abschreckendes Beispiel geworden und in eine „fragwürdige Liga“ mit wenigen Ländern wie Tadschikistan und Turkmenistan abgestiegen, schrieb die Kolumnistin kurz nach dem Parlamentsbeschluss.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  6. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  7. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  8. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  10. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  11. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  12. Vom Benehmen mit Majestäten
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. Ein Akt der Demut?
  15. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz