Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  9. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  10. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  11. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  14. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  15. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

12. Juni 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Feier der Heiligen Dreifaltigkeit ist nicht so sehr eine theologische Übung, sondern eine Revolution in unserer Lebensweise. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Alles, was der Vater hat, ist mein. Der Geist wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden”. Angelus am Sonntag. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Joh 16,12-15).

Wir stellten fest, dass der Heilige Geist spreche, aber nicht von sich selbst: er verkünde Jesus und offenbare den Vater. Und dass der Vater, der alles besitze, weil er der Ursprung von allem ist, dem Sohn alles gebe, was er besitze: „er behält nichts für sich und gibt sich ganz dem Sohn hin“.

„Betrachten wir nun in uns selbst das, worüber wir sprechen und was wir besitzen“, so der Papst. Wenn wir sprächen, wollten wir immer etwas Gutes über uns sagen, „und oft sprechen wir nur über uns selbst und über das, was wir tun. Wie anders als der Heilige Geist, der spricht, indem er andere ankündigt!“. Über „das, was wir besitzen, wie neidisch wir darauf sind und wie schwer es uns fällt, es mit anderen zu teilen, selbst mit denen, denen das Nötigste fehlt! In Worten ist das einfach, aber in der Praxis ist es sehr schwierig“.


Deshalb sei die Feier der Heiligen Dreifaltigkeit nicht so sehr eine theologische Übung, sondern eine Revolution in unserer Lebensweise. Gott, in dem jede Person für die andere und nicht für sich selbst lebe, fordere uns auf, mit anderen und für andere zu leben. Heute könnten wir uns fragen, ob unser Leben den Gott widerspiegle, an den wir glaubten: „Glaube ich, der ich mich zum Glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist bekenne, wirklich, dass ich, um zu leben, andere brauche, dass ich mich anderen hingeben muss, dass ich anderen dienen muss? Bejahe ich dies mit Worten oder mit dem Leben?“.

Der dreieinige und einzige Gott müsse auf diese Weise gezeigt werden, mit Taten vor Worten. Gott, der der Urheber des Lebens sei, werde weniger durch Bücher als vielmehr durch das Zeugnis des Lebens vermittelt. Er, der, wie der Evangelist Johannes schreibe, „die Liebe ist“ (1 Joh 4,16), offenbare sich durch die Liebe.

„Denken wir an die guten, großzügigen, sanftmütigen Menschen“, so Franziskus, „denen wir begegnet sind: wenn wir uns an ihre Denk- und Handlungsweise erinnern, können wir einen kleinen Abglanz der Gottesliebe bekommen“.

„Und was bedeutet es, zu lieben?“, so die abschließende Frage: „nicht nur das Gute zu wollen und zu tun, sondern vor allem, an der Wurzel, andere willkommen zu heißen, Raum für andere zu schaffeUm dies besser zu verstehen, denken wir an die Namen der göttlichen Personen, die wir jedes Mal aussprächen, wenn wir das Kreuzzeichen machen: in jedem Namen sei die Gegenwart des anderen enthalten. Der Vater zum Beispiel „wäre nicht ohne den Sohn; ebenso kann der Sohn nicht allein gedacht werden, sondern immer als Sohn des Vaters. Und der Heilige Geist ist wiederum Geist des Vaters und des Sohnes“. Kurz gesagt: „die Dreifaltigkeit lehrt uns, dass das eine nie ohne das andere sein kann.  Wir sind keine Inseln, wir sind in der Welt, um nach Gottes Ebenbild zu leben: offen, auf die anderen angewiesen und darauf, anderen zu helfen“.

„Stellen wir uns also die letzte Frage“, so der Papst abschließend: „bin ich im täglichen Leben auch ein Abbild der Dreifaltigkeit? Bleibt das Kreuzzeichen, das ich jeden Tag mache, eine Geste um ihrer selbst willen oder inspiriert es meine Art zu sprechen, zu begegnen, zu antworten, zu urteilen, zu vergeben?“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 13. Juni 2022 
 

Gott ist die Liebe!

@Danke, Herr Fleischer, für Ihren Link und Ihre schönen Ausführungen zur Präfation des Hochfestes der Allerheiligsten Dreifaltigkeit! - "Gott ist die Liebe!" Mit dieser wunderbaren Aussage wird leider Schindluder getrieben: "Hauptsache lieben! Damit allerdings wollen wir vieles rechtfertigen, was in Wahrheit Eigennutz, Selbstsucht, Triebhaftigkeit, Zuchtlosigkeit, widernatürliche Sexualpraktiken und gar Verrat am Ja" zum Ehepartner beinhaltet.


0
 
 Stefan Fleischer 12. Juni 2022 

In der Predigt von heute

sprach eine Theologin vom Heiligen Geist als der "Geistkraft Gottes". Da kam mir in den Sinn, dass ich früher einmal über das Thema Dreifaltigkeit einen kurzen Text geschrieben habe. Ich hbe gesucht und gefunden:

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/dreifaltigkeit.html


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  3. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  6. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  7. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  8. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  9. Vertrauenskrise in der Kirche
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  12. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  13. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  14. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  15. 'Gut' gebrüllt, Löwe?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz