Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

12. Juni 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Feier der Heiligen Dreifaltigkeit ist nicht so sehr eine theologische Übung, sondern eine Revolution in unserer Lebensweise. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Alles, was der Vater hat, ist mein. Der Geist wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden”. Angelus am Sonntag. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Joh 16,12-15).

Wir stellten fest, dass der Heilige Geist spreche, aber nicht von sich selbst: er verkünde Jesus und offenbare den Vater. Und dass der Vater, der alles besitze, weil er der Ursprung von allem ist, dem Sohn alles gebe, was er besitze: „er behält nichts für sich und gibt sich ganz dem Sohn hin“.

„Betrachten wir nun in uns selbst das, worüber wir sprechen und was wir besitzen“, so der Papst. Wenn wir sprächen, wollten wir immer etwas Gutes über uns sagen, „und oft sprechen wir nur über uns selbst und über das, was wir tun. Wie anders als der Heilige Geist, der spricht, indem er andere ankündigt!“. Über „das, was wir besitzen, wie neidisch wir darauf sind und wie schwer es uns fällt, es mit anderen zu teilen, selbst mit denen, denen das Nötigste fehlt! In Worten ist das einfach, aber in der Praxis ist es sehr schwierig“.


Deshalb sei die Feier der Heiligen Dreifaltigkeit nicht so sehr eine theologische Übung, sondern eine Revolution in unserer Lebensweise. Gott, in dem jede Person für die andere und nicht für sich selbst lebe, fordere uns auf, mit anderen und für andere zu leben. Heute könnten wir uns fragen, ob unser Leben den Gott widerspiegle, an den wir glaubten: „Glaube ich, der ich mich zum Glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist bekenne, wirklich, dass ich, um zu leben, andere brauche, dass ich mich anderen hingeben muss, dass ich anderen dienen muss? Bejahe ich dies mit Worten oder mit dem Leben?“.

Der dreieinige und einzige Gott müsse auf diese Weise gezeigt werden, mit Taten vor Worten. Gott, der der Urheber des Lebens sei, werde weniger durch Bücher als vielmehr durch das Zeugnis des Lebens vermittelt. Er, der, wie der Evangelist Johannes schreibe, „die Liebe ist“ (1 Joh 4,16), offenbare sich durch die Liebe.

„Denken wir an die guten, großzügigen, sanftmütigen Menschen“, so Franziskus, „denen wir begegnet sind: wenn wir uns an ihre Denk- und Handlungsweise erinnern, können wir einen kleinen Abglanz der Gottesliebe bekommen“.

„Und was bedeutet es, zu lieben?“, so die abschließende Frage: „nicht nur das Gute zu wollen und zu tun, sondern vor allem, an der Wurzel, andere willkommen zu heißen, Raum für andere zu schaffeUm dies besser zu verstehen, denken wir an die Namen der göttlichen Personen, die wir jedes Mal aussprächen, wenn wir das Kreuzzeichen machen: in jedem Namen sei die Gegenwart des anderen enthalten. Der Vater zum Beispiel „wäre nicht ohne den Sohn; ebenso kann der Sohn nicht allein gedacht werden, sondern immer als Sohn des Vaters. Und der Heilige Geist ist wiederum Geist des Vaters und des Sohnes“. Kurz gesagt: „die Dreifaltigkeit lehrt uns, dass das eine nie ohne das andere sein kann.  Wir sind keine Inseln, wir sind in der Welt, um nach Gottes Ebenbild zu leben: offen, auf die anderen angewiesen und darauf, anderen zu helfen“.

„Stellen wir uns also die letzte Frage“, so der Papst abschließend: „bin ich im täglichen Leben auch ein Abbild der Dreifaltigkeit? Bleibt das Kreuzzeichen, das ich jeden Tag mache, eine Geste um ihrer selbst willen oder inspiriert es meine Art zu sprechen, zu begegnen, zu antworten, zu urteilen, zu vergeben?“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz