Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  15. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

12. Juni 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Feier der Heiligen Dreifaltigkeit ist nicht so sehr eine theologische Übung, sondern eine Revolution in unserer Lebensweise. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Alles, was der Vater hat, ist mein. Der Geist wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden”. Angelus am Sonntag. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Joh 16,12-15).

Wir stellten fest, dass der Heilige Geist spreche, aber nicht von sich selbst: er verkünde Jesus und offenbare den Vater. Und dass der Vater, der alles besitze, weil er der Ursprung von allem ist, dem Sohn alles gebe, was er besitze: „er behält nichts für sich und gibt sich ganz dem Sohn hin“.

„Betrachten wir nun in uns selbst das, worüber wir sprechen und was wir besitzen“, so der Papst. Wenn wir sprächen, wollten wir immer etwas Gutes über uns sagen, „und oft sprechen wir nur über uns selbst und über das, was wir tun. Wie anders als der Heilige Geist, der spricht, indem er andere ankündigt!“. Über „das, was wir besitzen, wie neidisch wir darauf sind und wie schwer es uns fällt, es mit anderen zu teilen, selbst mit denen, denen das Nötigste fehlt! In Worten ist das einfach, aber in der Praxis ist es sehr schwierig“.


Deshalb sei die Feier der Heiligen Dreifaltigkeit nicht so sehr eine theologische Übung, sondern eine Revolution in unserer Lebensweise. Gott, in dem jede Person für die andere und nicht für sich selbst lebe, fordere uns auf, mit anderen und für andere zu leben. Heute könnten wir uns fragen, ob unser Leben den Gott widerspiegle, an den wir glaubten: „Glaube ich, der ich mich zum Glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist bekenne, wirklich, dass ich, um zu leben, andere brauche, dass ich mich anderen hingeben muss, dass ich anderen dienen muss? Bejahe ich dies mit Worten oder mit dem Leben?“.

Der dreieinige und einzige Gott müsse auf diese Weise gezeigt werden, mit Taten vor Worten. Gott, der der Urheber des Lebens sei, werde weniger durch Bücher als vielmehr durch das Zeugnis des Lebens vermittelt. Er, der, wie der Evangelist Johannes schreibe, „die Liebe ist“ (1 Joh 4,16), offenbare sich durch die Liebe.

„Denken wir an die guten, großzügigen, sanftmütigen Menschen“, so Franziskus, „denen wir begegnet sind: wenn wir uns an ihre Denk- und Handlungsweise erinnern, können wir einen kleinen Abglanz der Gottesliebe bekommen“.

„Und was bedeutet es, zu lieben?“, so die abschließende Frage: „nicht nur das Gute zu wollen und zu tun, sondern vor allem, an der Wurzel, andere willkommen zu heißen, Raum für andere zu schaffeUm dies besser zu verstehen, denken wir an die Namen der göttlichen Personen, die wir jedes Mal aussprächen, wenn wir das Kreuzzeichen machen: in jedem Namen sei die Gegenwart des anderen enthalten. Der Vater zum Beispiel „wäre nicht ohne den Sohn; ebenso kann der Sohn nicht allein gedacht werden, sondern immer als Sohn des Vaters. Und der Heilige Geist ist wiederum Geist des Vaters und des Sohnes“. Kurz gesagt: „die Dreifaltigkeit lehrt uns, dass das eine nie ohne das andere sein kann.  Wir sind keine Inseln, wir sind in der Welt, um nach Gottes Ebenbild zu leben: offen, auf die anderen angewiesen und darauf, anderen zu helfen“.

„Stellen wir uns also die letzte Frage“, so der Papst abschließend: „bin ich im täglichen Leben auch ein Abbild der Dreifaltigkeit? Bleibt das Kreuzzeichen, das ich jeden Tag mache, eine Geste um ihrer selbst willen oder inspiriert es meine Art zu sprechen, zu begegnen, zu antworten, zu urteilen, zu vergeben?“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  3. „Das Ende von Maria 2.0“
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  10. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  11. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  12. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz