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Polen: Landesweit nahmen Millionen an Fronleichnamsprozessionen teil

17. Juni 2022 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
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Einzigartige Prozessionen, ihre Teilnehmer bekennen sich offen zu ihrem Glauben und bitten um Gottes Segen – Die berühmten Blumenteppiche aus Spycimierz wurden 2021 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt


Warschau (kath.net/Polnische Bischofskonferenz/pl) kath.net dokumentiert die Pressemeldung der Polnischen katholischen Bischofskonferenz (KEP) in voller Länge in eigener Übersetzung – © für die Übersetzung: kath.net

Millionen Polen gingen durch die Straßen der Städte und Gemeinden in ganz Polen und nahmen an den traditionellen Fronleichnamsprozessionen teil. Die Polen feierten das Hochfest des Allerheiligsten Leibes und Blutes Christi am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag.

In Polen gehen die Fronleichnamsfeiern auf das 14. Jahrhundert zurück. Wirklich einzigartig sind die Prozessionen, die nach der heiligen Messe von Kirchen in Städten und Dörfern in ganz Polen am Fronleichnamsfest beginnen. Ihre Teilnehmer bekennen sich offen zu ihrem Glauben und bitten um Gottes Segen für ihre Häuser, Arbeitsplätze, Felder und Bauernhöfe.


Die zurückzulegende Strecke ist teilweise recht lang. Die Prozessionsteilnehmer halten an vier mit Blumen und Birkenzweigen geschmückten Altären, um Evangelientexte über die Eucharistie zu hören. Mit eucharistischen Liedern folgen sie dem Priester, der das Allerheiligste Sakrament trägt.

Viele Polen, die an der Prozession teilnehmen, tragen farbenfrohe Volkstrachten, die mit einer bestimmten Region Polens verbunden sind. Männer tragen Fahnen und Transparente, die Schutzheilige darstellen, während Frauen Standarten mit religiösen Motiven auf beiden Seiten tragen, alles ist mit Blumen geschmückt. Mädchen breiten bunte Blütenblätter vor dem Priester aus, der eine Monstranz trägt, und Jungen läuten Glocken, um die Annäherung des eucharistischen Herrn anzukündigen. Die Veranstaltungen werden von Orchestern und Volksmusikgruppen besucht.

Nach dem Ende der Prozessionen nehmen die Teilnehmer die Blumen und Birkenzweige von den Altären als Zeichen des Segens Gottes mit nach Hause. Bauern werfen die Zweige auf ihre Felder, um eine gute Ernte zu erzielen.

Eine weitere ungewöhnliche Tradition ist die Anfertigung von Blumenteppichen in Kirchen und Straßen entlang der Eucharistiefeier. Die hergestellt. Sie sind fast 1 km lang. Die Tradition, die auf das frühe 19. Jahrhundert zurückgeht, wurde 2021 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

 


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