Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Tohuwabohu im Bistum Chur: Liturgiemissbrauch und Messsimulationen durch Gemeindeleiterin
  2. Salzburger Erzbischof Lackner verteidigt Jungfrauenweihe im Dom
  3. „Das ging selbst einigen CSD-Fans zu weit und sorgte für Aufregung innerhalb der Homo-Szene“
  4. Papst Franziskus empfängt zum vierten Mal Transsexuelle
  5. Maria 1.0 schreibt offenen Brief an DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing
  6. Georgia ermöglicht steuerliche Begünstigungen für ungeborene Kinder
  7. Archie wurde getauft und in die katholische Kirche aufgenommen!
  8. Theologe: Christen sollten sich bei Kommentaren in den Sozialen Medien zurückzuhalten
  9. Das bundesdeutsche Bermuda-Dreieck der Großideologen
  10. „Gott ist mein Bräutigam“
  11. Psychologin Stefanie Stahl warnt davor, Kinder zu früh in die Kita zu geben
  12. „Gender widerspricht sich selbst“
  13. GENDERIRRSINN bei Audi: "Der_die BsM-Expert_in ist qualifizierte_r Fachexpert_"
  14. Die Synodale Parallelgesellschaft
  15. Ein Blick auf kirchliche Zahlen und Daten zeigt den Grad der Entfremdung

Lackner nach Ukraine-Besuch: Nicht mit der Not der Menschen abfinden

14. Juli 2022 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Bischofskonferenz nach Ukraine-Reise im Kathpress-Interview: Not der ukrainischen Kriegsopfer und die zunehmenden sozialen Probleme in Österreich gleichermaßen im Blick behalten


Lemberg (kath.net/KAP-ÖBK) "Wir dürfen uns nicht an die Not in der Ukraine gewöhnen und uns mit dem Leid der Menschen abfinden." - Diesen Appell nimmt der Salzburger Erzbischof Franz Lackner als eine von mehreren Botschaften aus der Ukraine mit nach Österreich. Die großen Probleme, die nun mit der zunehmenden Ressourcenknappheit auch auf die Menschen in Österreich zukommen, dürften nicht gegen das Leid in der Ukraine und die Not der ukrainischen Flüchtlinge ausgespielt werden. Beides gelte es gleichermaßen im Blick zu haben, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz am Mittwoch in einem Resümee seiner Reise gegenüber Kathpress.

Lackner und Krautwaschl waren Dienstag in Lemberg/Lwiw zuerst mit dem römisch-katholischen Erzbischof Mieczyslaw Mokrzycki zusammengetroffen und hatten eine Einrichtung für Flüchtlinge aus dem Osten der Ukraine besucht. In der Lemberger Garnisonskirche nahmen sie schließlich Dienstagmittag an einem Gottesdienst teil, bei dem für den Frieden, für Gerechtigkeit und die Freiheit der Ukraine gebetet wurde.

Notwendige Rehabilitationsprogramme

Erzbischof Lackner kommt von seiner Ukraine-Reise auch mit einigen ganz konkreten Projektideen zurück nach Österreich, wie er gegenüber Kathpress sagte. Das betreffe etwa einen Spielplatz für ein Benediktinerinnenkloster am Stadtrand von Lemberg, in dem Dutzende Flüchtlingsfamilien - fast ausschließlich Mütter mit ihren Kindern -, aber auch alte alleinstehende Menschen aufgenommen wurden.

Großen Bedarf gebe es auch bei der medizinischen Versorgung und vor allem Rehabilitation schwerst verwunderter Soldaten. Er würde es begrüßen, so Lackner, wenn es hier Möglichkeiten bei heimischem Spitälern, auch Ordensspitälern, und Rehabilitationszentren geben würde. Er werde dieses Anliegen jedenfalls weiter verfolgen. - In diesem Zusammenhang hatte auch der Lemberger Bürgermeister Andrij Sadowij bei seiner Begegnung mit den Bischöfen den Plan eines Rehabilitationszentrums in Lemberg vorgestellt, für das noch Unterstützung gesucht wird.

Ökumenisches Totengedenken

Am Dienstagnachmittag trafen Lackner und Krautwaschl neben dem Bürgermeister auch noch mit dem Lemberger Gouverneur Maksym Kozytskij zusammen. Erschüttert zeigten sich die heimischen Bischöfe bei ihrem anschließenden Besuch am Lytschakiwski-Friedhof, wo sie an den Gräbern der Soldaten gemeinsam mit dem orthodoxen Bischof Dymytrij von Lwiw ein ökumenisches Totengedenken abhielten. Sie beteten zudem auch spontan mit einer Mutter, die das Grab ihres gefallenen Sohnes besuchte. 140 Gefallenen wurden allein auf diesem Friedhof in den vergangenen vier Monaten bestattet.

Sicherheitsbedenken habe er bei seiner Reise vor Ort kaum gehabt, so Lackner gegenüber Kathpress. Als die beiden österreichischen Bischöfe am Dienstag in der Lemberger Garnisonskirche einen Gottesdienst feierten, wurde Luftschutzalarm ausgelöst. Lackner: "Wie ich die Leute in der bis auf den letzten Platz vollen Kirche gesehen habe, wie sie ruhig geblieben sind und weiter im Gebet verharrten, hat mir das auch Ruhe geschenkt."

Abgeschlossen wurde die Reise nach Lemberg mit einem Besuch in dem von der griechisch-katholischen Caritas und Kirche betriebenen Flüchtlingsheim "Haus der Barmherzigkeit". Dieses dient seit Kriegsausbruch u.a. als temporäre Notunterkunft für tausende Flüchtlinge, aber zudem auch als zentrale Koordinationsstelle für den Weitertransport von Hilfsgütern in den Osten der Ukraine. Ein dringliches Anliegen der Verantwortlich: Es braucht viel mehr psychologische Hilfsangebote für die unzähligen Kriegstraumatisierten im Land. Auch die psychischen Langzeitfolgen für die ukrainische Gesellschaft seien enorm, hieß es.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Foto: Lemberger Lytschakiwski-Soldatenfriedhof, BIschof Krautwaschl, Ostkirchen-Generalvikar Yurij Kolasa, Erzbischof Lackner (c) Georg Pulling/kathpress


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Gandalf 14. Juli 2022 

Putin ist ein Terrorist!

#prayforucraine - R.I.P. Liza!
Nach einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Winnyzja und ein dortiges Verwaltungsgebäude und Wohngebäude starb heute die kleine Liza, ihre Mutter Iryna Dmitrieva ist schwer verletzt und kämpft ums Überleben. Insgesamt 17 Tote bei dem Angriff auf die Stadt in der Westukraine. Shame on YOU Mr. Putin! Putin ist ein Terrorist!

mewe.com/p/kathnet


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Das ging selbst einigen CSD-Fans zu weit und sorgte für Aufregung innerhalb der Homo-Szene“
  2. Tohuwabohu im Bistum Chur: Liturgiemissbrauch und Messsimulationen durch Gemeindeleiterin
  3. Maria 1.0 schreibt offenen Brief an DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing
  4. Salzburger Erzbischof Lackner verteidigt Jungfrauenweihe im Dom
  5. DRINGEND - Bitte um Ihre Sommerspende für kath.net - DANKE!
  6. Das bundesdeutsche Bermuda-Dreieck der Großideologen
  7. Archie wurde getauft und in die katholische Kirche aufgenommen!
  8. „Gott ist mein Bräutigam“
  9. "Das ist definitiv falsch – wir haben nicht nach einem Drehbuch Dritter gehandelt!"
  10. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  11. „Gender widerspricht sich selbst“
  12. Papst Franziskus empfängt zum vierten Mal Transsexuelle
  13. Ein Blick auf kirchliche Zahlen und Daten zeigt den Grad der Entfremdung
  14. Priester und späterer Bischof Emil Stehle hatte vertuscht, wird selbst des Missbrauchs beschuldigt
  15. Psychologin Stefanie Stahl warnt davor, Kinder zu früh in die Kita zu geben

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz