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| ![]() Die Wehen der Schöpfung. Die Geschichte der Kreatur als Geheimnis der Geburt in den Himmel hinein24. August 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung Franziskus: Abschluss der Katechesenreihe zum Alter. ‚Ja, liebe Brüder und Schwestern, vor allem ihr Älteren, das Beste im Leben liegt noch vor euch‘. Das große Ziel, die endgültige Bestimmung unseres Lebens. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) „Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber nicht nur das, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden. Denn auf Hoffnung hin sind wir gerettet“ (Röm 7,22-24). Papst Franziskus beendete seine Katechesenreihe zum Alter. Die achtzehnte Katechese stellte er unter das Thema: „Die Wehen der Schöpfung. Die Geschichte der Kreatur als Geheimnis der Schwangerschaft“. Der Papst erinnerte daran, dass kürzlich das Hochfest „Mariä Himmelfahrt“ gefeiert worden ist: „mit dem Bild der in den Himmel aufgenommenen Jungfrau Maria möchte ich den Katechesenzyklus über das Alter beschließen“. Die Aufnahme in den Himmel, die sich an Maria bereits ereignet habe, sei unser aller letzte Bestimmung. In Anlehnung an die Worte Jesu an Nikodemus (vgl. Joh 3,3-8) könnte man von der Auferstehung als einer erneuten Geburt sprechen, einer Geburt in den Himmel hinein. So wie wir nach der Geburt immer noch dieselben seien wie im Mutterleib, so würden wir nach der Geburt in den Himmel hinein weiterhin dieselben Menschen sein wie hier auf Erden. Das werde auch deutlich, wenn der auferstandene Herr den Jüngern seine verklärten Wunden zeige. Unser Leib, unsere Beziehungen und alles, was unser irdisches Leben und unsere Identität ausmache, werde im Jenseits nicht ausgelöscht und vergessen sein, sondern in einer uns jetzt noch verborgenen Art und Weise fortbestehen. Der Herr habe den Seinen versprochen, dass er ihnen einen Platz im Himmel bereite, damit auch sie dort seien, wo er schon sei: „wir werden uns dort an den Früchten all dessen erfreuen können, was wir hier auf Erden – auch im Kleinen – an Gutem ausgesät haben“. Unser ganzes irdisches Leben sei wie ein Samen, der erst begraben werden müsse, damit er zur Blüte gelangen und Frucht bringen könne. Der Auferstandene lebe so in Gottes Welt, in der es für jeden einen Platz gebe, in der eine neue Erde entstehe und die himmlische Stadt, die endgültige Wohnstätte des Menschen, gebaut werde: „wir können uns diese Verklärung unseres sterblichen Leibes nicht vorstellen, aber wir sind sicher, dass wir dadurch unser Gesicht erkennen und im Himmel Gottes menschlich bleiben können“. Es werde uns erlauben, mit erhabenen Gefühlen am unendlichen und glückseligen Überschwang von Gottes schöpferischem Akt teilzunehmen, dessen unendliche Abenteuer wir aus erster Hand erleben würden. Die Erfahrung der Jünger, denen er vierzig Tage lang nach seiner Auferstehung erschienen sei, sage uns dies. Der Herr zeige ihnen die Wunden, die sein Opfer besiegelten. Aber sie seien nicht mehr die Hässlichkeit der schmerzlich erlittenen Verzagtheit, sie seien jetzt der unauslöschliche Beweis seiner treuen Liebe bis zum Ende. Der auferstandene Jesus lebe mit seinem Leib in der trinitarischen Intimität Gottes. Dabei verliere er nicht sein Gedächtnis, er gebe seine Geschichte nicht auf, er löse die Beziehungen nicht auf, in denen er auf der Erde gelebt habe. Wenn Jesus vom Reich Gottes spreche, beschreibe er es als ein Hochzeitsmahl, als ein Festmahl mit Freunden, als die Arbeit, die das Haus perfekt mache, oder die Überraschungen, die die Ernte reicher machten als die Aussaat. Wenn wir die Worte des Evangeliums über das Reich Gottes ernst nähmen, könnten wir uns an Gottes wirkender und schöpferischer Liebe erfreuen und uns auf das unvorhersehbare Ziel des Lebens, das wir säten, einstimmen. Im Alter werde die Bedeutung der vielen „Kleinigkeiten“, aus denen das Leben bestehe - eine Zärtlichkeit, ein Lächeln, eine Geste, eine geschätzte Arbeit, eine unerwartete Überraschung, eine gastfreundliche Fröhlichkeit, eine treue Bindung - immer deutlicher. Das Wesentliche im Leben, das uns am meisten am Herzen liege, wenn wir uns dem Abschied näherten, werde uns endgültig klar. Hier: „diese Weisheit des Alters ist der Ort unserer Reifung, die das Leben der Kinder, der Jugendlichen, der Erwachsenen, der ganzen Gemeinschaft erhellt“. Unser ganzes Leben erscheine wie ein Samenkorn, das vergraben werden müsse, damit seine Blüte und seine Frucht geboren werden könnten. Sie werde geboren werden, wie alles andere auf der Welt auch: „nicht ohne Geburtswehen, nicht ohne Schmerzen, aber es wird geboren werden (vgl. Joh 16,21-23)“. Und das Leben des auferstandenen Leibes werde hunderttausendmal lebendiger sein, als wir es auf dieser Erde gekostet hätten (vgl. Mk 10,28-31). Der auferstandene Herr warte nicht zufällig am Ufer des Sees auf die Apostel und brate ihnen einen Fisch (vgl. Joh 21,9), den er ihnen dann anbiete. Diese Geste der fürsorglichen Liebe gebeuns einen Einblick in das, was uns erwarte, wenn wir das andere Ufer e1rreichen: „ Ja, liebe Brüder und Schwestern, vor allem ihr Älteren, das Beste im Leben liegt noch vor euch. Die Mutter des Herrn und unsere Mutter, die uns in den Himmel vorausgegangen ist, möge uns die Unruhe des Wartens nehmen“. Am Ende der Generalaudienz, sechs Monate nach dem Ausbruch des Konflikts in der Ukraine, appellierte Franziskus, „das Risiko einer nuklearen Katastrophe in Saporischschja abzuwenden“. Der Papst wendete sich den Flüchtlingen und Kindern zu und erwähnte das Attentat auf Darya Dugina, die Tochter des Ideologen Putins. Und er erinnerte an die Konflikte in Syrien und im Jemen und an die Tragödie der Rohingya. Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten: Herzlich grüße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache. In diesen Sommerwochen sind viele Menschen zu verschiedenen Urlaubszielen aufgebrochen. Vergessen wir angesichts der vielen Ziele, die wir im Leben verfolgen, nicht das große Ziel, die endgültige Bestimmung unseres Lebens: die Einheit und Gemeinschaft mit Gott.
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