Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  14. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  15. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen

„Gendern widerspricht vielen Prinzipien natürlicher Sprache“

21. September 2022 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Linguistin Prof. Katerina Stathi verweist darauf, dass sich Sprache bewusst kurz halte, um möglichst viel Information zu vermitteln. Dem widerspricht die Genderpraxis, die nicht von oben verordnet werden könne.


Münster (kath.net/mk) Die an der Uni Münster lehrende Sprachwissenschaftlerin Prof. Katerina Stathi hat sich neben hunderten Kollegen aus ganz Deutschland in einem Papier gegen das Gendern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk positioniert. In einem Interview erklärt sie die dahinter stehenden Überlegungen aus linguistischen Ansätzen heraus: Sprache habe nämlich grundsätzlich nicht die Funktion, Gerechtigkeit abzubilden, sondern folge ökonomischen Gesichtspunkten, also in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Information zu vermitteln. Die Befürworter der Genderpraxis, die sich am generischen Maskulinum (zB „Arzt“ für beide Geschlechter) stießen, würden dieses grammatische mit dem biologischen Geschlecht vermengen. Dies sei verfehlt, weil sich die Sprache hier einfach der kürzesten Form bediene und bewusst keine weiteren Informationen (etwa zur Größe, zum Alter, zur Nationalität, zum Geschlecht des Arztes) gebe. Jeder Sprecher, der das weibliche Geschlecht bewusst betonen möchte, könne „Ärztin“ verwenden.


Stathi plädiert dafür, moralisierende Begriffe wie „geschlechtergerecht“ oder „geschlechtersensibel“ nicht zu verwenden und die ideologisch geführte Debatte nicht durch Vorschriften anzuheizen. Wenn man den Menschen auf der Straße, abseits von bestimmten politischen oder akademischen Kreisen zuhöre, sei die Verwendung des generischen Maskulinums nach wie vor der Normalfall. Ein natürlicher Sprachwandel könne nicht abrupt und von oben verordnet geschehen, sondern brauche Zeit. Dass sich die aktuell in manchen Bereichen vorherrschende Genderpraxis auf natürliche Weise in der Bevölkerung verbreiten werde, bezweifelt die Linguistin allerdings, denn das Gendern widerspreche einfach vielen Prinzipien natürlicher Sprache, eben etwa dem Fokus auf Ökonomie. Stathi verweist schließlich darauf, dass der Rat für deutsche Rechtschreibung die künstlichen Formen bisher nicht anerkannt habe: sie seien also nach wie vor als Rechtschreibfehler zu werten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Bin ich Konvertitin oder von Kindesbeinen an katholisch?“
  4. Auf Christus schauen!
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Tschechien: Kirchenkommission warnt vor prorussischer Desinformation
  7. Die Geburt des neuen Antisemitismus aus dem verurteilten alten Antisemitismus
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst Leo XIV. berät mit seinen Behördenleitern
  10. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  11. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  12. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  13. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  14. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  15. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz