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Open-Doors-Gründer van der Bijl mit 94 Jahren gestorben

1. Oktober 2022 in Chronik, 1 Lesermeinung
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"Bruder Andrew" wurde unter anderem durch Schmuggel von Millionen Bibeln in die Ostblock-Staaten bekannt - Hilfswerk setzt sich heute für verfolgte Christen weltweit ein.


Amsterdam/Wien (kath.net/ KAP)

Der Gründer des internationalen Hilfswerks Open Doors, Anne van der Bijl, ist am Dienstag im Alter von 94 Jahren gestorben. Das teilte die christliche Organisation am Mittwoch mit. Der als "Bruder Andrew" bekannte Niederländer hatte Open Doors 1955 gegründet. Er habe für seinen Dienst an verfolgten Christen hohe persönliche Risiken in Kauf genommen, würdigte Kurt Igler, Österreich-Geschäftsführer von Open Doors, in einer Aussendung den Verstorbenen.

Bekannt wurde der evangelische Missionar durch die von ihm verfassten Bücher, allen voran die 1967 erschienenen Autobiografie "Der Schmuggler Gottes", in der seine Grenzübertritte mit gefüllten Bibelkoffern in die damals kommunistischen Ostblock-Länder, seine Verfolgung durch den KGB und Begegnungen mit isoliert lebenden Christen geschildert sind. 1981 brachte er in einer Großaktion eine Million Bibeln per Schiff in die Volksrepublik China.

Seit der "Wende" richtete der Open-Doors-Gründer seine Aufmerksamkeit besonders auf die muslimischen Länder im Nahen Osten und Südasien sowie auf die Situation von zum Christentum Konvertierten. Privat traf er dabei die Leiter mehrerer islamisch-fundamentalistischen Gruppen, wie etwa der Hamas und Hisbollah. Stets forderte er dabei, Christen dürften Muslime wie auch alle politischen oder religiösen Gruppen nicht als Feinde wahrnehmen, sondern müssten sie "aufrichtig lieben".

Heute unterstützt das überkonfessionelle Hilfswerk nach eigenen Angaben mit rund 1.400 Mitarbeitern verfolgte Christen in rund 70 Ländern. Zu den Projekten zählen unter anderem Engagement für Gefangene, Nothilfe und Trauma-Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christlicher Literatur, die Ausbildung von Gemeindeleitern sowie die Unterstützung von Familien ermordeter Christen. Dazu gibt es auch Informationsveranstaltungen, wie etwa am Samstag den "Open Doors Tag" in Wien über geschlechtsspezifische Verfolgung von Christinnen im Nahen Osten. (Infos: www.opendoors.at)

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 

Foto: Bruder Andrew © Open Doors


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Lesermeinungen

 Chris2 1. Oktober 2022 
 

Großartig

Wahrlich ein christozentrisches Leben!
R.I.P.
Möge der Herr alle Menschen guten Willens in sein himmlisches Reich führen
(A propos "christozentrisch" und "guten Willens": Und was tut stattdessen die Mehrheit der "katholischen" Parallelkirche auf deutschem Boden? Sie ruft die Auflehnung gegen Gott und Kirche und ein "anderes Evangelium" aus, kündigt Häresie und Schisma an mit ihrem Beschluss ganz am Anfang, die Papiere des SW auch dann umzusetzen, wenn sie der Lehre der Kirche widersprechen. Welch eine Hybris! "Und ihr werdet sein wie Gott!". Halten wir uns an gute Pfarreien (aktiv im Umfeld suchen, man könnte auch einmal positiv überrascht werden!), bilden Fahrgemeinschaften und sammeln uns um katholisch gebliebene Priester, Orden und Gemeinschaften. Denn die Pforten der Hölle werden die Kirche nicht überwinden!


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