Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

Kardinal Schönborn: Pfarren müssen "missionarischer" werden

24. Oktober 2022 in Österreich, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof bei Predigt in Wien-Aspern: Offene Kirchen und Offenheit für Kirchenferne, Einsatz für Notleidende und Bewusstsein der Vergänglichkeit sind Wesensmerkmale für Mission


Wien (kath.net/KAP) Pfarren im 21. Jahrhundert sind notwendigerweise Orte kirchlicher Mission: Darauf hat Kardinal Schönborn in einer Predigt zum "Weltmissionssonntag" in Wien-Aspern hingewiesen. Die im nördlich der Donau gelegenen 22. Gemeindebezirk gelegene Pfarre, zu deren Gebiet auch das Stadtentwicklungsgebiet Asperner Seestadt gehört, ist mit über 12.000 Katholiken die größte der Bundeshauptstadt. Sie sei ein "riesiges Missionsgebiet, das sich immer mehr ausbreitet", sagte Schönborn im Rahmen des Festgottesdienstes, bei dem Robert Rys (46) als neuer Pfarrer ins Amt eingeführt wurde.

Als erste von drei Voraussetzungen für eine "missionierende Pfarre" nannte der Wiener Erzbischof die Offenheit. Einerseits sei dies wörtlich zu verstehen, "denn die Kirchen sollen tagsüber auch zugänglich sein für alle, die hier ein Gebet sprechen oder eine Kerze anzünden wollen", unterstrich der Kardinal. Da ihm dieses Thema besonders wichtig sei, habe er in der Erzdiözese Wien einen eigenen Mitarbeiter dafür abgestellt. Das Projekt "Offene Kirchen" (www.erzdioezese-wien.at/offenekirche) wirbt dafür, dass 840 Kirchen im Diözesangebiet trotz aller Vorbehalte tagsüber tatsächlich zum Gebet geöffnet sind.


Offenheit sei jedoch auch so zu verstehen, dass eine Pfarrgemeinde nicht auf Menschen herabsehen oder sie verurteilen dürfe, betonte Schönborn. "Auch nicht auf die, die einen weiten Bogen um die Pfarre machen, die nicht glauben, die uns kritisieren oder uns als Heuchler oder 'Kerzerlschlucker' bezeichnen." Als grundlegend bezeichnete Schönborn dabei das Bewusstsein, "dass wir alle sowohl zum Guten als auch zum Bösen fähig sind". Dass deshalb auch "Superfromme" nicht anderen überlegen fühlen dürften, habe Jesus habe im Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner sehr klar ausgedrückt.

Für eine missionarische Pfarre entscheidend ist laut Schönborn weiters auch der Blick für Menschen in Not. "In den immer schwierigeren Zeiten werden die Gemeinden immer wichtiger. Wir müssen mehr zusammenhalten und brauchen den Dienst für die Armen", so der Kardinal. Ebenso komme es schließlich auch auf einen guten Umgang mit dem Tod an. Kirchliche Seelsorge müsse bewusst machen, "dass unser Leben ein Durchgang ist und wir nur Gäste auf Erden sind". Daraus ergebe sich, "dass wir die Erde pflegen müssen statt sie zu verwüsten, und nicht nur Besitz anhäufen dürfen, sondern auch loslassen lernen müssen".

Einen besonderen "Weg als missionarische Gemeinde", mit dessen Weiterführung Schönborn den neuen Asperner Pfarrer Rys bei der Amtseinführung beauftragte, hat die Donaustädter Pfarre bereits unter Rys' Vorgänger begonnen. Der zu Weihnachten 2021 verstorbene Langzeit-Pfarrer Georg Stockert hatte bis zuletzt alle Katholiken im Pfarrgebiet zu runden Geburtstagen mit dem Fahrrad besucht, um eine Glückwunschkarte mitsamt einer Einladung zur monatlichen Geburtstagsmesse persönlich zu überbringen. Sein seit 1. September amtierender Nachfolger führt diese Tradition fort, wie er auf Anfrage von Kathpress erklärte.

Bereits am Vortag hatte Kardinal Schönborn auch die Asperner Nachbarpfarre, die vom Salesianerorden betreute Stadlau besucht und in einem weiteren Festgottesdienst die Altarweihe in der umgestalteten Herz-Jesu-Kirche vorgenommen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto: Kardinal Schönborn erteilt den Eucharistischen Segen (c) kathpress/Pernsteiner


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  13. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  14. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz