Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang

Wehrschütz: Sind bei Kriegsberichterstattung "in Gottes Hand"

13. November 2022 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


ORF-Ukraine-Korrespondent überstand kürzlich mit Team einen Beschuss in Nikopol


Wien/Kiew (kath.net/KAP) "Wir wissen, dass wir in Gottes Hand sind, wenn wir in diese Kriegsgebiete fahren. Das hat immer sehr pathetisch geklungen, aber es ist so." Mit diesen Worten hat der ORF-Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz am Mittwoch im Interview mit ORF III seine innere Haltung nach einem kürzlich überstandenen Beschuss im Kriegsgebiet umschrieben. Ereignet hatte sich der Beschuss in Nikopol (Region Dnipropetrowsk) in der Nähe von Saporischschja in der Nacht auf Samstag gegen 1 Uhr. Das Hotel, in dem Wehrschütz mit seinem Team nächtigte, war von russischen Granaten getroffen worden. Wie durch ein Wunder blieben alle unverletzt, es entstand nur ein Sachschaden.

Der letztlich glücklich überstanden Beschuss sei wieder ein Beweis dafür gewesen, "dass man sehr vorsichtig sein soll bei dem, was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen", führte Wehrschütz schmunzelnd weiter aus. Er habe nämlich im Vorfeld des Ereignisses zu seiner Crew gesagt, man wolle in Nikopol deswegen übernachten, um im Falle eines Beschusses der Stadt nahe zu sein und ihn filmen zu können. "Dass er so nahe war, haben wir nicht gedacht und nicht erwartet und nicht erhofft gehabt", so Wehrschütz sichtlich gelöst.


Durch den anhaltenden Beschuss auf zivile Ziele, insbesondere die Energieversorgung, habe er mit seinem Team Vorkehrungen getroffen, um auch unter Einschränkungen weiter aus Kiew berichten zu können. Wehrschütz dazu: "Ich stelle mich auf einen Kriegswinter ein - mit Ausnahme auf das Christkind, weil das möchten wir mit unserer Enkeltochter in Salzburg feiern." Es müsste sich schon etwas "ganz Katastrophales" ereignen, das nicht zu tun.

Christian Wehrschütz berichtet sei Beginn des russischen Angriffs Russland auf die Ukraine am 24. Februar nahezu täglich aus den verschiedenen Kriegsschauplätzen. Immer wieder besucht er dabei auch kirchliche Hilfsorganisationen und Einrichtungen, um ein umfassendes Bild von den Auswirkungen des Krieges auf die Menschen zu vermitteln. So hat Wehrschütz hat u.a. auch den Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz bei dessen Solidaritätsbesuch in der Ukraine  journalistisch begleitet. Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner und der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl hatten Mitte Juli in Lemberg kirchliche Vertreter und etliche Hilfseinrichtungen mit österreichischer Unterstützung besucht.

Als ORF-Korrespondent in Belgrad berichtet der ausgewiesene Balkan-Experte seit 1999 über Südost-Europa. Seit 2015 leitet Wehrschütz das damals vom ORF neu eingerichtete Korrespondentenbüro in Kiew. Für seine journalistischen Leistungen im Zusammenhang mit der Kriegsberichterstattung aus der Ukraine wurde ihm heuer die "Romy" als Sonderpreis der Jury verliehen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  8. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  9. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  10. Grösse
  11. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  12. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz