Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  12. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen
  15. Viel Lärm um nichts?

Das Erzbistum Köln nimmt Stellung zu neuen Vorwürfen

9. November 2022 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbistum: Auch die­ser er­neute Ver­such, Kar­dinal Rainer Maria Woelki eine fal­sche Eides­statt­liche Ver­siche­rung zu unter­stellen, ist un­begrün­det.


Köln (kath.net/pek) Die Staats­anwalt­schaft Köln hat heu­te dem Erzbistum Köln mit­ge­teilt, dass sie nach ei­nem Be­richt ei­ner Köl­ner Zei­tung gegen Kar­dinal Rainer Maria Woelki we­gen des An­fangs­ver­dachts ei­ner fal­schen Eides­statt­lichen Ver­siche­rung er­mitteln wird. Das be­deutet nicht, dass die Staats­anwalt­schaft ei­nen Ver­dacht be­stätigt hat, son­dern nur, dass sie prüft, ob sich über­haupt ein Ver­dacht er­härtet. Zwei­mal hatte es die Er­mitt­lungs­behör­de bis­her ab­gelehnt, we­gen eines nicht ein­mal vor­han­denen An­fangs­ver­dachts ent­sprechen­de Er­mitt­lungen zu füh­ren. Mit der Än­derung ihrer Vor­gehens­weise steht keines­wegs fest, dass der Vor­wurf ge­gen den Erz­bischof be­rechtigt ist. Die Er­mitt­lungen grün­den sich auf Ein­lassun­gen ei­ner ehe­maligen Mit­arbei­terin im Gene­ral­vika­riat im Erz­bistum Köln in ei­nem Zeitungs­inter­view. Ob da­mit wirk­lich ein neu­er Er­kennt­nis­gewinn für die Staats­anwalt­schaft ver­bun­den ist, wer­den jetzt die Er­mitt­lungen zei­gen.

Zu den Aus­sagen der Mit­arbeite­rin nimmt das Erz­bistum wie folgt Stellung:


Auch die­ser er­neute Ver­such, Kar­dinal Rainer Maria Woelki eine fal­sche Eides­statt­liche Ver­siche­rung zu unter­stellen, ist un­begrün­det. Wie be­reits mehr­fach mit­ge­teilt, wur­de der Erz­bischof erst­mals im Juni 2022 mit den Msgr. P. be­treffen­den Vor­wür­fen be­fasst. An dieser Aus­sage gibt es auch nichts zu rütteln. „Mag sein, dass er sich das Blatt mit Pilz und den an­deren 13 Namen nicht an­geschaut hat“, sagt die ehe­malige Mit­arbei­terin im General­vikariat selbst der Zei­tung. Sie weiß also gar nicht, ob der Kar­dinal die­se, eine an­dere oder gar keine Liste ge­sehen hat, be­hauptet die­ses aber ein­fach ins Blaue hi­nein. Dann er­geht sich die Inter­view­part­nerin der Zei­tung in wei­teren Speku­latio­nen. Da­rin er­zählt sie von einer zwei­ten Liste, die „möglicher­weise“ vom da­maligen Inter­ventions­beauf­tragten er­stellt wor­den sei. Soweit Frau Dahm also meint, Kar­dinal Woelki habe eine von ihr er­stell­te Lis­te mit dem Namen Pilz er­hal­ten, ist das eine frei­hän­dige Ver­mutung und nicht ein­mal eine ei­gene Beo­bach­tung. Im Übrigen hat der Erz­bischof auch nie­mals ver­sichert, dass Msgr. P. nicht auf einer von wem auch immer er­stell­ten Lis­te stand – er hat ver­sichert, dass er die Akte nicht kann­te. Und es für ihn auch kei­nen er­kenn­baren Grund gab, die­se anzu­for­dern. Auch hält es Frau Dahm für aus­ge­schlossen, dass die Akte P. be­reits ge­schlossen war, als der Herr Kar­dinal sei­nen Dienst als Erz­bischof von Köln im Sep­tem­ber 2014 auf­nahm. Das ist aus­weis­lich der Inter­ventions­akte falsch. Die vor Sep­tem­ber 2014 ver­ein­barte Raten­zahlung ver­lief tat­säch­lich noch in die Amts­zeit des Erz­bischofs hi­nein. Der Ein­gang der Zah­lun­gen wurde immer Frau Dahm mit­geteilt – und keines­wegs dem Erz­bischof.

Wie mehr­fach von die­ser Stelle be­richtet, hat der Erz­bischof in der Tat eine Excel-Datei ein­gefor­dert, die An­gaben über Zahlun­gen des Erz­bistums an Be­troffene ent­hielt. Diese Auf­stellung exis­tiert heute nicht mehr. Auch das wurde be­reits mehr­fach be­rich­tet. Der Sprecher des Erz­bistums er­klärt dazu wei­ter: „Nach meinem per­sön­lichen Ein­druck ver­dichten sich die An­zei­chen, dass der Kölner Erz­bischof vor sei­nem bevor­stehen­den Besuch beim Hei­ligen Vater in Rom (ad Limina ab 15. No­vem­ber) von in­teressier­ten Krei­sen noch ein­mal mit ur­alten Ge­schich­ten, die längst ge­klärt sind, an den Pran­ger ge­stellt wer­den soll. Außer­dem ist es höchst be­dauer­lich und auch un­üblich, dass der Kölner Stadt-An­zeiger Kar­dinal Woelki ent­gegen sei­ner presse­recht­lichen Pflich­ten vor der Ver­öffent­lichung des Inter­views kei­ne Ge­legen­heit gege­ben hat, die Vor­würfe zu ent­kräf­ten.“

Das Erz­bistum wird jetzt prü­fen, ob gegen die ehe­malige Mit­arbei­terin im General­vika­riat, die seit vie­len Jah­ren an einer an­deren Stelle ein­gesetzt ist, ar­beits­recht­liche Schritte ein­gelei­tet wer­den müssen. Denn diese hat aus dem sen­siblen Be­reich der Per­sonal­füh­rung be­rich­tet und da­für ihre Ver­trauens­stellung be­nutzt. Das ist streng unter­sagt und das kann kein Arbeit­geber dul­den. Schon allein im In­teresse der vie­len Mit­arbei­ten­den nicht, die sich immer korrekt ver­halten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. "Derselbe Polarstern"
  10. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  11. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz