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Streit um Christbaum für Petersplatz gelöst: Förster helfen aus

17. November 2022 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Ursprünglich ausgewählte Weißtanne stand in Schutzgebiet - Neuer Christbaum kommt aus Baumschule in den Abruzzen


Rom/Vatikanstadt (kath.net/KAP) Das vatikanische Christbaum-Problem scheint gelöst. Nachdem das Fällen der vorgesehenen Weißtanne in der Gemeinde Rosello verhindert worden war, haben zuständige Förster in den Abruzzen einen anderen Baum für den Petersplatz zugesagt. Das berichteten italienische Medien am Mittwoch. So soll der neue Baum aus einer Baumschule der Region kommen und in Größe und Schönheit dem vorherigen Modell entsprechen.

Die Gemeinde Rosello hat den Berichten zufolge bei der Vorbereitung des Geschenks geschlampt. So gab es nicht nur einen Disput darüber, aus welcher Region der Baum wirklich stammte. Während die schenkende Gemeinde Rosello zu den Abruzzen gehört, gab es eine Beschwerde, wonach eigentlich die benachbarte Region Molise zuständig sei.


Das größere Hindernis war, dass der ausgewählte Baum - eine stattliche Weißtanne - in einem Schutzgebiet stand. Dorthin dürfen ohne Genehmigung der zuständigen Forstbehörde keine Fahrzeuge einfahren. Fällarbeiten dürfen nur nach Umweltverträglichkeitsprüfungen stattfinden.

Das dafür nötige Beurteilungsverfahren dauert laut zuständigem Regionalrat im Regelfall etwa einen Monat und die zuständige Behörde sei zu kurzfristig informiert worden. Den Ausgang des Genehmigungsverfahrens abzuwarten, wäre somit zeitlich zu knapp geworden.

Insgesamt 43 Christbäume aus Rosello

Bereits 2020 gab die Gemeinde Rosello bekannt, den traditionellen Baum auf dem Petersplatz für das Jahr 2022 zu stiften, sowie 42 kleinere Bäume zur weiteren Weihnachtsdekoration im Vatikan. Ein Anwalt und Naturfotograf hatte daraufhin das Gewächs ausfindig gemacht und dem Papst einen Brief geschrieben. Darin habe er das Kirchenoberhaupt an sein Umweltschreiben "Laudato si" erinnert und ihn um Intervention bei der Fällung des jahrhundertealten Baumes gebeten. Eine Antwort hat er laut eigener Aussage bislang nicht erhalten.

Traditionell wird der große Christbaum auf dem Petersplatz gestiftet. Bereits zum zweiten Mal in Folge kommt er aus Italien, zuvor etwa aus Polen und Slowenien. Die Einweihung der Krippenszene und die Illumination des Christbaums sind in diesem Jahr für den 3. Dezember um 17 Uhr geplant.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

Foto: Archivbild


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