Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Schönborn: Russland betreibt "gezielte Vernichtung" der Ukraine

26. November 2022 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal in Gratiszeitung "Heute": "Ich denke ständig an die zahllosen Alten, Kinder und Kranken, die Krieg und Kälte wehrlos ausgeliefert sind" - Kiewer Weihbischof schildert dramatische Lage vor Ort - Aufruf zu weiterer Hilfe.


Wien (kath.net/KAP)

Mit scharfen Worten hat Kardinal Christoph Schönborn am Freitag in seiner Kolumne in der Gratiszeitung "Heute" den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt: "Man muss es beim Namen nennen: Das ist gezielte Vernichtung! Ich denke ständig an die zahllosen Alten, Kinder und Kranken, die Krieg und Kälte wehrlos ausgeliefert sind", so Schönborn wörtlich. Nachsatz: "Wann endet dieses himmelschreiende Unrecht?"

Dieser Tage habe etwa die Weltgesundheitsorganisation darauf hingewiesen, dass es bisher 700 gezielte russische Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen der Ukraine gegeben hat, gegen alles humanitäre Völkerrecht. Das sei, so die WHO, "die größte Attacke auf die Gesundheitsversorgung auf europäischem Boden seit dem Zweiten Weltkrieg".

Systematisch werde die Energieversorgung der Bevölkerung durch russische Raketen zerstört. Hunderttausende Haushalte, Schulen, Krankenhäuser seien ohne Strom und ohne Heizung, und das bei bitteren Minustemperaturen. Es sei mit vielen Kältetoten zu rechnen. Hinzu kämen Folter, Vergewaltigungen, Erschießungen. - Angesichts des Grauens appellierte Schönborn an alle Menschen in Österreich: "Lassen wir bitte nicht nach im Helfen!"


 

"Ganzes Land leidet"

Über die äußerst schwierigen Zustände in der Ukraine berichtet aktuell der Weihbischof von Kiew-Zhytomyr, Oleksandr Yazlovetskiy, in einem Interview mit "Radio Vatikan". Ganze Städte würden derzeit nach der Zerstörung von bereits 30 Prozent der Energie-Infrastruktur des Landes und des weiter anhaltenden massiven Angriffs Russlands in verschiedenen Landesteilen aufgrund des Zusammenbruchs des Stromsystems im Dunkeln liegen. Auch die Heizung, die Wasserversorgung, das Internet und das Telefonnetz funktionierten in Folge nicht. Um vor neuen russischen Raketenbeschüssen zu warnen, seien derzeit handbetriebene Sirenen und Lautsprecher im Einsatz.

Unter derartigen Zuständen leide derzeit die ganze Ukraine, sagte Yazlovetskiy. In der Hauptstadt Kiew, wo der Strom schon zuvor rationiert und immer wieder stundenweise abgeschaltet war, seien am Donnerstag 70 Prozent der Bewohner ohne Elektrizität gewesen. Die Menschen müssten somit in den ganzen Tag über in der Kälte ausharren, auch Familie und ältere Menschen. Alle seien verängstigt und erschöpft vom monatelangen Krieg und der ständigen Suche nach einem sicheren Zufluchtsort. "Das ganze Land wird bombardiert. Und alles steht still: U-Bahnen, Busse, Verkehrsmittel. Diejenigen, die an Gott glauben, beten", erklärte der Weihbischof.

Der Staat und die Kirchen in der Ukraine würden Hand in Hand arbeiten, um die Notlage zu bewältigen, doch viel benötigtes Material sei nur schwer zu bekommen. Vor allem Generatoren sind Mangelware, die zur Wärme- und Lichterzeugung benötigt werden. "Wir versuchen, Generatoren zu kaufen, aber in der Ukraine gibt es keine mehr, die Läden auch in angrenzenden Ländern sind leergeräumt", so Bischof Yazlovetskiy. In den großen Städten habe die Regierung einige Heizungsstellen eingerichtet, wo Menschen Licht, Internetanschluss und vor allem ein wenig Wärme finden könnten.

Ein wichtiger Bezugspunkt ist für viele Menschen in der Ukraine die Kirche mit den beiden Caritasverbänden der römisch-katholischen beziehungsweise der griechisch-katholischen Kirche. Yazlovetskiy zufolge würden derzeit Lebensmittel, Decken und Einkaufsgutscheine verteilt. "Jede Pfarre ist zu einer kleinen Caritas geworden." Hilfe aus dem Ausland sei dringend nötig: Der Weihbischof appellierte hier vor allem zum Gebet, "und, wenn Sie können, indem Sie einen Generator für unsere Leute kaufen oder vielleicht einige Familien aus der Ukraine aufnehmen".

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Christoph Kardinal Schönborn (C) Erzdiözese Wien


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz