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Viele Belgier beantragen, dass ihre Taufe aus dem Taufregister gestrichen wird

8. Dezember 2022 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
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Die Zahlen zeigen einen fast 300-prozentigen Anstieg dieser Anträge seit 2019.


Brüssel (kath.net/pl) Die Zahl jener Belgier, die beantragen, dass ihre Taufe aus den Kirchenbüchern gestrichen wird, steigt rapide an. Das berichtet das katholische Nachrichtenportal „aleteia“ anhand einer Darstellung des US-amerikanischen „The Pillar“. Es handle sich um eine Flut von Anträgen, schreibt „aleteia“. Die Zahlen zeigen einen fast 300-prozentigen Anstieg der Löschung der Taufeinträge seit 2019, gemäß „The Pillar“ 5.237 Anträge auf Änderung von Taufregistereinträgen im Jahr 2021, also fast dreimal so viel wie die 1.800 Anträge im Jahr 2019. Da eine „Enttaufung“ nach katholischem Verständnis nicht möglich ist, wird der Änderungswunsch aber immerhin im Taufregister vermerkt.


Diese Entwicklung lasse die katholische Kirche in Belgien nach Antworten suchen. Denn auch die anderen Sakramente kriseln in Belgien. Beispielsweise besuchten weniger als 17.000 Katholiken die Messe an einem durchschnittlichen Sonntag im Jahr 2021, was einem Rückgang von über 241.000 im Jahr 2019 entspricht, so „aleteia“ weiter. Auch in den Weihnachtsgottesdiensten sei dies spürbar: Im Jahr 2021 wurden nur noch knapp über 347.000 Besucher der Weihnachtsmessen verzeichnet. Dies ist ein Rückgang gegenüber über 551.000 im Jahr 2019. Schätzungsweise besuchten nur 2,5 % der 6,7 Millionen Katholiken Belgiens im Jahr 2021 die Sonntagsmesse besuchten. Ähnliche Abnahmen wurden auch bei den anderen Sakramenten beobachtet: Erstkommunionen, Konfirmationen, katholische Hochzeiten und Beerdigungen waren im Jahr 2021 im Vergleich zu 2019 alle rückläufig. Allerdings könnten diese Zahlen aus dem Jahr 2021 aufgrund der COVID-19-Pandemie anomal sein, erinnert „aleteia“.


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