Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

Großbritannien: Lebensschützerin wegen stillen Gebets vor Abtreibungsklinik verhaftet

10. Jänner 2023 in Prolife, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hintergrund ist eine von der Stadt Birmingham erlassene Bannmeile, die jegliche Meinungsäußerung rund um die Klinik verbietet. ADF International ortet in der Verbreitung solcher Verbote eine zunehmende „Diktatur der Mehrheit“ - VIDEO DER VERHAFTUNG!


Kings Norton, Birmingham (kath.net/mk) Die britische Lebensschützerin Isabel Vaughan-Spruce wurde im Dezember vor einer Abtreibungsklinik in Birmingham von der Polizei verhaftet, weil sie dort still gebetet hatte. Das berichtet der Catholic Herald. Die 45-jährige Katholikin erklärte dem einschreitenden Polizisten auf die Frage, ob sie bete, ausdrücklich, dass sie „höchstens still bete, aber nicht laut“. Daraufhin wurde sie aufgefordert mitzukommen, und auf ihre Weigerung hin schließlich durchsucht und verhaftet.

Der Hintergrund des Vorfalls ist eine Bannmeile, die der Stadtrat von Birmingham vergangenen September erließ, um zu verhindern, dass jemand vor einer Abtreibungsklinik „irgendeine Form der Zustimmung oder Ablehnung“ in Bezug auf Abtreibung kundtut, einschließlich über „schriftliche Mittel, Gebet oder Beratung“. Dieses Totalverbot jeglicher Stellungnahme sei notwendig, um Menschen, die die Klinik besuchen oder dort arbeiten, freien Zugang ohne Angst vor einer Konfrontation zu ermöglichen.


Vaughan-Spruce sieht sich jetzt mit einer Anklage konfrontiert, am 2. Februar wird eine Gerichtsverhandlung stattfinden. In der Zwischenzeit darf sie an keinerlei öffentlichem Gebet teilnehmen. Die Lebensschützerin verwies darauf, dass ihr Glaube einen wesentlichen Bestandteil ihrer Identität ausmache: „Ich gehe daher regelmäßig an Abtreibungskliniken vorbei und bete … für Freunde, die eine Abtreibung hinter sich haben, oder Frauen, die mit dem Gedanken daran spielen.“ Sie habe einfach ihre Religionsfreiheit ausgeübt – und zwar durch ihr stilles Gebet bloß in ihrem eigenen Herzen.

Die Angeklagte wird von der christlichen Menschenrechtsorganisation ADF International vertreten, die auch ein Video über den Vorfall ins Netz gestellt hat, siehe unten. Ihr Anwalt strich hervor, dass nun bereits „falsche“ Gedanken zu einer Verhaftung und Anklage führen könnten. Eine reife Demokratie müsste die friedliche Ausübung von Grundrechten schützen, während die Zunahme solcher Bannmeilen hingegen zu einer „Diktatur der Mehrheit“ führe.

Tatsächlich existieren derartige behördliche Verbote, auf deren Übertretung zum Teil Gefängnisstrafen stehen, schon an mehreren Orten Großbritanniens oder werden von der Gesetzgebung überlegt. Obwohl eine Untersuchung der Regierung 2018 zum Ergebnis kam, dass Lebensschützer in aller Regel friedlich und schweigend beten oder Flugblätter anbieten, ohne dass man von einer Belästigung sprechen könnte, entschied das britische Höchstgericht, dass Bannmeilen in Nordirland nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen würden.

 

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  2. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  3. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  4. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  5. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  6. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  7. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  8. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  11. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  12. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  13. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  14. Tantum ergo Sacramentum
  15. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz