Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  11. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken

Gänswein: Habe alle privaten Briefe von Benedikt XVI. vernichtet

9. März 2023 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dies wurde von Benedikt XVI. im Testament so verfügt, berichtet der langjährige Sekretär des emeritieren Papstes im Interview der "Bild"-Zeitung - Deutschsprachige Ausgabe von Gänswein-Buch im Handel


Berlin  (kath.net/KAP) Erzbischof Georg Gänswein hat nach eigenen Angaben alle privaten Briefe des früheren Papstes Benedikt XVI. nach dessen Tod vernichtet. Dies sei im Testament verfügt worden; die Schriftstücke habe er geschreddert, sagte der langjährige Privatsekretär des deutschen Papstes in einem Interview der "Bild"-Zeitung (Donnerstag). Der Hauptteil des Nachlasses wie Bücher und Manuskripte ging nach Regensburg ins "Institut Papst Benedikt XVI.".

Ein kleinerer Teil bleibe im Vatikan, zum Beispiel Briefwechsel mit seinem Vorgänger. Ihm selbst habe der emeritierte Papst einen Tabernakel für seine neue Wohnung geschenkt, sagte Gänswein. "Dazu einige Erinnerungsstücke, zum Beispiel eine Holzfigur des Kirchenvaters Augustinus, der sein erster großer Lehrer war, diese steht jetzt in meiner Kapelle." Hinzu komme ein "sehr schönes Holzkreuz", das Benedikt vor Jahrzehnten selbst geschenkt bekommen habe. Gut zwei Monate nach dem Tod des früheren Papstes fühle er Schmerz und eine "große Leere", sagte Gänswein der Zeitung.


Zugleich betonte er: "Mit den Augen des Glaubens bin ich im Frieden. Ich habe Papst Benedikt bis an die Pforte des Himmels begleitet. Ich hoffe, Petrus hat ihm aufgemacht." Benedikt sei jetzt dort, wo er hinwollte, "in der Freude des Glaubens". Das sei ein großer Trost für ihn, bekannte Gänswein. Bisher habe er für Benedikt gebetet, jetzt bete er zu ihm. Mit Benedikt über Buch gesprochen Gänswein hatte am Dienstagabend in München sein nun auch auf Deutsch im Herder-Verlag erschienenes Buch "Nichts als die Wahrheit. Mein Leben mit Benedikt XVI." vorgestellt.

Der "Bild"-Zeitung sagte der 66-jährige Erzbischof, er habe im Oktober, also wenige Wochen vor dem Tod des früheren Papstes Benedikt XVI., noch mit diesem über das Buch gesprochen. Benedikt habe gefragt, warum sein langjähriger Sekretär dieses Buch plane. "Ich sagte: Nach Ihrem Tode werden Publikationen erscheinen, die wohl alles Mögliche behaupten - deshalb halte ich es für wichtig, dass ich meine Stimme erhebe, die aus nächster Nähe berichten und berichtigen kann."

Im Interview erklärte Gänswein, er habe Joseph Ratzinger gesagt, dass er ihn "wie noch nie zuvor" habe leiden sehen, weil man ihm einen Vorwurf gemacht habe, der nicht stimme. "Der Vorwurf, von dem ich sprach, war, dass er ein Lügner sei. Wer Papst Benedikt auch nur ein wenig kennt und die Lauterkeit seiner Person, kann sich vorstellen, wie ihn das zutiefst erschüttert hat." Hintergrund ist das Missbrauchsgutachten für die Erzdiözese München und Freising von 2022, das auch Benedikt XVI. belastet: Als Münchner Erzbischof (1977-1982) habe er sich in vier Fällen fehlerhaft verhalten.

Völlig gefehlt habe die Sorge um die Opfer. Zudem erwies sich eine Aussage Benedikts XVI. zu einem besonders brisanten Fall eines Wiederholungstäters als falsch. Betroffenenvertreter reagierten entsetzt, die Medien mit teils ätzender Kritik. Benedikt XVI. musste sich persönlich erklären. Fehler unterlaufen Erzbischof Gänswein sagte in dem Interview der "Bild"-Zeitung, dass vier vertrauenswürdige Personen um juristische Hilfe gebeten worden seien. Einer davon sei in der Vorbereitung ein Fehler unterlaufen.

Es ging um eine Sitzung des Ordinariats am 15. Jänner 1980, bei der Ratzinger sich nicht mehr erinnert habe, ob er dabei gewesen war oder nicht. "Die Person, die das bearbeitet hatte, hat sich da geirrt, zwei Sitzungen durcheinandergebracht." Benedikt XVI. habe darauf bestanden, "sofort öffentlich zu korrigieren", so Gänswein. Zu dem Zeitpunkt sei der Vorwurf der Lüge allerdings schon in der Welt gewesen. "Was völlig unterging: dass das Gutachten dem Papst in keinem der Fälle Schuld nachweisen konnte."

BUCHTIPP: Nichts als die Wahrheit: Mein Leben mit Benedikt XVI. Gebundene Ausgabe - von Georg Gänswein (Autor), Saverio Gaeta (Autor), 320 Seiten, Preis 28,80 Euro

 

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz