Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  7. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  10. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  11. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  12. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  13. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  14. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  15. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens

Papst: Mystikerin Juliana von Norwich bleibend aktuell

18. Mai 2023 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Botschaft und Lebenszeugnis der mittelalterlichen Reklusin als "Stärkung" für Betroffene von Isolation und Einsamkeit sowie für Vorkämpfer gegen soziale und gesellschaftliche Probleme


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Auf die bleibende Bedeutung der Mystikerin Juliana von Norwich (1342 - ca. 1413) hat Papst Franziskus erinnert. In einem Schreiben an die Diözese East Anglia zum 650. Jahrestag der Offenbarungen an die spätmittelalterliche Reklusin würdigte er deren "tiefe Bedeutung für die christliche Tradition". Julianas Lebenszeugnis erfahre heute zunehmend Anerkennung, zudem habe die von ihr übermittelte Botschaft der Barmherzigkeit und des Mitgefühls Gottes "auch für die heutige Welt nichts an Aktualität verloren", so der Papst laut Bericht von "Vatican News".

Juliana zog sich infolge einer schweren Erkrankung als 30-Jährige in eine Zelle im ostenglischen St. Julian in Norwich zurück, die sie zeitlebens nie wieder verlassen sollte. In ihrer selbstgewählten Isolation erhielt sie 16 Offenbarungen über das Leben Jesu und die Heilige Dreifaltigkeit, die sie 20 Jahre später in ihren "Offenbarungen der Göttlichen Liebe" niederschrieb. Es handelt sich dabei um das älteste englischsprachige Buch einer Frau. Ihre Schriften hatten erheblichen Einfluss auf ihre von Seuchen und Katastrophen geprägte Zeit und machten vielen Menschen Mut.


Papst Franziskus ging in seinem Schreiben zunächst auf den Lebenswandel der Mystikerin ein. Deren "mütterlicher Einfluss, bescheidene Anonymität und tiefen theologischen Einsichten" verdeutlichten auch heute an "zeitlose Wahrheiten" wie besonders an den Glauben an die "liebende Vorsehung Gottes und die Heiligkeit des Lebens", die im großzügigen Dienst an Notleidenden Ausdruck finde und "Grundgerüst einer gerechten und brüderlichen Gesellschaft" sei. Julianas Einstellung, auf eigene Bequemlichkeit zu verzichten um anderen zu helfen, sei auch angesichts heute grassierender Probleme wie Isolation und Einsamkeit vonnöten.

Doch auch die an Juliana offenbarte Botschaft der Barmherzigkeit und des Mitgefühls Gottes sei für die heutige Welt hochrelevant: Aus ihrem Buch gehe hervor, "dass sie durch Gottes Gnade wusste, dass trotz des Bösen in unserer Mitte alles gut werden wird", zitierte der Papst aus ihrem Werk. Wer sich heute den "drängenden Herausforderungen von Krieg, Ungerechtigkeit, Umweltkatastrophen oder geistlicher Armut" stelle, finde durch Julianas "bleibende Worte der Weisheit" Trost und Stärkung.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

Foto: Archivbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Taubenbohl 18. Mai 2023 
 

Der Name der Anchoress kennen wir eigentlich nicht. Sie hatte eine Cella im Kirchoff der Kirche St Julian in Norwich und ja, heute muss mann sich beschäftigen um eine Einsicht zu bekommen wie im Hochmittelalter die Glaubenslandschaft aussah.

Das Buch (the Revelations) von 1373 zeugen von Kontakte mit Katherina von Siena und Bekanntschaft mit den Mystiker und Gelehrter Walter Hilton (Cloud of Unknowing).

Mein Vater hat dieses Buch mir zitierte als Teil seiner Konversion von Kalvin zu Rom nach seine Kriegserfahrungen als junger Officier der Britishen Armee. Meine Eltern hierateten Katholisch.


0
 
 winthir 18. Mai 2023 

Ihre "Offenbarungen von der göttlichen Liebe"

gibt's (in der Urfassung) als Buch (8€).

Könnte lesenswert sein.

www.buecher.de/shop/christliche-spiritualitaet-mystik/offenbarungen-von-goettlicher-liebe/juliana-of-norwich/products_products/detail/prod_id/26169226


1
 
 Fink 18. Mai 2023 
 

Das Phänomen "Reklusin" oder "Inkluse" im Mittelalter ist...

... schwer zu zu verstehen. Siehe LINK !
Ich lese gerade erstmalig ein Buch über die Hl. Hildegard von Bingen (1098 - 1179). Auch sie war lange Zeit eine Reklusin. Auch sie hatte Offenbarungen.

de.wikipedia.org/wiki/Inkluse


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  5. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz