Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  6. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  11. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Die Heilige Schrift als Wort Gottes und Raum der Offenbarung in menschlicher Sprache
  15. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'

Papst: Mystikerin Juliana von Norwich bleibend aktuell

18. Mai 2023 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Botschaft und Lebenszeugnis der mittelalterlichen Reklusin als "Stärkung" für Betroffene von Isolation und Einsamkeit sowie für Vorkämpfer gegen soziale und gesellschaftliche Probleme


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Auf die bleibende Bedeutung der Mystikerin Juliana von Norwich (1342 - ca. 1413) hat Papst Franziskus erinnert. In einem Schreiben an die Diözese East Anglia zum 650. Jahrestag der Offenbarungen an die spätmittelalterliche Reklusin würdigte er deren "tiefe Bedeutung für die christliche Tradition". Julianas Lebenszeugnis erfahre heute zunehmend Anerkennung, zudem habe die von ihr übermittelte Botschaft der Barmherzigkeit und des Mitgefühls Gottes "auch für die heutige Welt nichts an Aktualität verloren", so der Papst laut Bericht von "Vatican News".

Juliana zog sich infolge einer schweren Erkrankung als 30-Jährige in eine Zelle im ostenglischen St. Julian in Norwich zurück, die sie zeitlebens nie wieder verlassen sollte. In ihrer selbstgewählten Isolation erhielt sie 16 Offenbarungen über das Leben Jesu und die Heilige Dreifaltigkeit, die sie 20 Jahre später in ihren "Offenbarungen der Göttlichen Liebe" niederschrieb. Es handelt sich dabei um das älteste englischsprachige Buch einer Frau. Ihre Schriften hatten erheblichen Einfluss auf ihre von Seuchen und Katastrophen geprägte Zeit und machten vielen Menschen Mut.


Papst Franziskus ging in seinem Schreiben zunächst auf den Lebenswandel der Mystikerin ein. Deren "mütterlicher Einfluss, bescheidene Anonymität und tiefen theologischen Einsichten" verdeutlichten auch heute an "zeitlose Wahrheiten" wie besonders an den Glauben an die "liebende Vorsehung Gottes und die Heiligkeit des Lebens", die im großzügigen Dienst an Notleidenden Ausdruck finde und "Grundgerüst einer gerechten und brüderlichen Gesellschaft" sei. Julianas Einstellung, auf eigene Bequemlichkeit zu verzichten um anderen zu helfen, sei auch angesichts heute grassierender Probleme wie Isolation und Einsamkeit vonnöten.

Doch auch die an Juliana offenbarte Botschaft der Barmherzigkeit und des Mitgefühls Gottes sei für die heutige Welt hochrelevant: Aus ihrem Buch gehe hervor, "dass sie durch Gottes Gnade wusste, dass trotz des Bösen in unserer Mitte alles gut werden wird", zitierte der Papst aus ihrem Werk. Wer sich heute den "drängenden Herausforderungen von Krieg, Ungerechtigkeit, Umweltkatastrophen oder geistlicher Armut" stelle, finde durch Julianas "bleibende Worte der Weisheit" Trost und Stärkung.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

Foto: Archivbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  6. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  9. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz