Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Papst: Mystikerin Juliana von Norwich bleibend aktuell

18. Mai 2023 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Botschaft und Lebenszeugnis der mittelalterlichen Reklusin als "Stärkung" für Betroffene von Isolation und Einsamkeit sowie für Vorkämpfer gegen soziale und gesellschaftliche Probleme


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Auf die bleibende Bedeutung der Mystikerin Juliana von Norwich (1342 - ca. 1413) hat Papst Franziskus erinnert. In einem Schreiben an die Diözese East Anglia zum 650. Jahrestag der Offenbarungen an die spätmittelalterliche Reklusin würdigte er deren "tiefe Bedeutung für die christliche Tradition". Julianas Lebenszeugnis erfahre heute zunehmend Anerkennung, zudem habe die von ihr übermittelte Botschaft der Barmherzigkeit und des Mitgefühls Gottes "auch für die heutige Welt nichts an Aktualität verloren", so der Papst laut Bericht von "Vatican News".

Juliana zog sich infolge einer schweren Erkrankung als 30-Jährige in eine Zelle im ostenglischen St. Julian in Norwich zurück, die sie zeitlebens nie wieder verlassen sollte. In ihrer selbstgewählten Isolation erhielt sie 16 Offenbarungen über das Leben Jesu und die Heilige Dreifaltigkeit, die sie 20 Jahre später in ihren "Offenbarungen der Göttlichen Liebe" niederschrieb. Es handelt sich dabei um das älteste englischsprachige Buch einer Frau. Ihre Schriften hatten erheblichen Einfluss auf ihre von Seuchen und Katastrophen geprägte Zeit und machten vielen Menschen Mut.


Papst Franziskus ging in seinem Schreiben zunächst auf den Lebenswandel der Mystikerin ein. Deren "mütterlicher Einfluss, bescheidene Anonymität und tiefen theologischen Einsichten" verdeutlichten auch heute an "zeitlose Wahrheiten" wie besonders an den Glauben an die "liebende Vorsehung Gottes und die Heiligkeit des Lebens", die im großzügigen Dienst an Notleidenden Ausdruck finde und "Grundgerüst einer gerechten und brüderlichen Gesellschaft" sei. Julianas Einstellung, auf eigene Bequemlichkeit zu verzichten um anderen zu helfen, sei auch angesichts heute grassierender Probleme wie Isolation und Einsamkeit vonnöten.

Doch auch die an Juliana offenbarte Botschaft der Barmherzigkeit und des Mitgefühls Gottes sei für die heutige Welt hochrelevant: Aus ihrem Buch gehe hervor, "dass sie durch Gottes Gnade wusste, dass trotz des Bösen in unserer Mitte alles gut werden wird", zitierte der Papst aus ihrem Werk. Wer sich heute den "drängenden Herausforderungen von Krieg, Ungerechtigkeit, Umweltkatastrophen oder geistlicher Armut" stelle, finde durch Julianas "bleibende Worte der Weisheit" Trost und Stärkung.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

Foto: Archivbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  3. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  4. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  7. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  8. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  9. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  10. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  11. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  12. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  13. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  14. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz