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"Vergesst die Hoffnung auf eine Normalisierung der Beziehungen zu Wladimir Putin"

11. September 2023 in Chronik, 5 Lesermeinungen
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Micheil Saakaschwili, der georgische Ex-Präsident, warnt den Westen vor einem „Hirngespinst“


Wien (kath.net)

"Vergesst die Hoffnung auf eine Normalisierung der Beziehungen zu Wladimir Putin." Der Westen hätte aus dem russisch-georgischen Krieg lernen müssen. Eine Beschwichtigungspolitik gegenüber Russland funktioniert nicht. Diese klaren Worte hat der georgische Ex-Präsident Micheil Saakaschwili, der nach wie in Georgien in einem Gefängnis sitzt, in einem Gastbeitrag für "The Economist" veröffentlicht. Saakaschwili befand sich 2008 in einer ähnlichen Situation wie jetzt der ukrainische Präsident Selenskyi. Die Stimmen, die jetzt ein "Einfrieren" des Konflikts in der Ukraine fordern, übersehen, dass eine solche Beschwichtigungspolitik nichts anderes als eine Zeitbombe und eine Stufe der Eskalation.

Laut Saakaschwili habe Putin hat den russisch-georgischen Krieg begonnen, weil er den Frieden nicht zu gewinnen vermochte. In Georgien gab es laut dem Ex-Präsidenten damals beeindruckende Reformen zur Korruptionsbekämpfung und wirtschaftlichen Erfolge. In der Ukraine ging Putin in die Offensive, nachdem sich das Land endlich als Wahldemokratie etabliert hatte und die Regierung von Selenskyj gegen Oligarchen vorging und eine Reihe von radikalen Reformen verabschiedete. 2008 habe man sich in Georgien gegen Putin gewendet und ihm Widerstand geleistet. Lech Kaczynski, der damalige polnische Präsident, und mehrere europäische Staats- und Regierungschefs kamen nach Tiflis und intervenierten gemeinsam mit US-Präsident George W. Bush. Putin musste damals einlenken. Doch 2012 habe er dann die Regierung durch eine gezielte Operation mit einer Flut von Fake News und Militärmanövern an der georgischen Grenze beseitigt. "Wir übergaben die Macht an eine klar prorussische Regierung – zur Erleichterung vieler Westler, die uns als Ärgernis und Hindernis in ihrem Streben nach „business as usual“ mit Russland betrachteten."


Doch Putin vergisst nicht. Der georgische Ex-Präsident hat das am eigenen Leib erfahren. Die pro-russische Regierung leitete ein Strafverfahren gegen ihn ein. Nach einer Flucht kehrte er zurück und sitzt seitdem im Gefängnis und wurde dort sogar vergiftet. Laut Saakaschwili schürt Putin die Spaltung bei „anderen“ und nutzt sie aus, indem er Desinformationen verbreitet. Zu seinen Werkzeugen gehören Drohungen mit dem Einsatz aller ihm zur Verfügung stehenden Mittel, einschließlich Atomwaffen. Auch wirft Putin ständig anderen vor, dass diese Versprechen brechen, obwohl in Wirklichkeit Putin selbst es ist.

Der Westen sollte laut dem Ex-Präsidenten daher nicht in diese Fallen tappen und müsse verstehen, dass es keinen Ausweg aus diesem Krieg durch einen Waffenstillstand und die Festlegung neuer Grenzen oder irgendwelche neuen gegenseitigen „Garantien“ gäbe. "Putin ist ein Tyrann, mit dem man nicht vernünftig reden kann. Die Vorstellung von normalen Beziehungen zu einem von ihm geführten Russland ist ein Hirngespinst." 2008 machte die Russen vor Tiflis nur Halt, als der Westen eine „militärisch-humanitären Operation“, begleitet von Seemanövern im Schwarzen Meer, durchführten.

Saakaschwili wirft dann der früheren US-Regierung unter Barack Obama vor, dass diese durch eine Politik des „Reset“ mit Russland und dem Glauben, dass die Beziehungen normalisiert werden könnten, vor, dass diese damit die Annexion der ukrainischen Region Krim durch Russland im Jahr 2014 verursacht habe. Heute höre man ähnliche Appelle, dass man Putin nicht vertrauen dürfe. Noch heute hält Putins Russland noch immer rund 20 Prozent Georgiens besetzt und nimmt dem Land jenseits der Waffenstillstandslinie immer wieder Dorf für Dorf weg.

Die einzige Lösung für Saakaschwili sei daher ein militärischer Sieg der Ukraine, der aller Wahrscheinlichkeit nach zu einem Regimewechsel in Moskau führen würde. "Jede Art von Beschwichtigung würde eine globale Katastrophe heraufbeschwören", betont der Ex-Präsident abschließend.

 

Foto: (c)  Wikipedia, Von Jfimley James Fimley - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9060759


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Lesermeinungen

 blaulaub 13. September 2023 
 

Vergesst die Hoffnung auf eine Normalisierung der Beziehungen zu V. Putin

"Eine Illusion, die uns schmeichelt, ist uns viel mehr wert als 10.000 Wahrheiten."
Alexander Puschkin


0
 
 Everard 12. September 2023 
 

Der ehemalige Präsident Georgiens

Hat es im Economist tatsächlich sehr gut zusammengefasst. Ein Nachgeben wird das Russen Regime zu nur noch größeren Untaten ermutigen.


1
 
 Fischlein 12. September 2023 
 

@golden

Leider sind solche Politiker selten in Europa, noch seltener im Westen.


1
 
 Paddel 11. September 2023 

YES, THATS IT!

Die Scheinheiligkeit des Westens ist widerlich. Der G20 Gipfel wird von unserem Piratenkanzler als Erfolg verbucht. WOW, er hat dem russischen Vertreter die Hand verweigert und ist auch noch stolz auf diese Leistung. Ja, da flößt Putin sicher Respekt ein... Den Krieg gegen die Ukraine hat man anschließend nicht mal erwähnt. Ach ja, und den ALtkanzler und Parteigenosse Schröder ist nach wie vor in der Partei und kein Hahn kräht mehr danach, aber die AfD wird als Putinkuschelpartei bezeichnet. Wer mit dem Finger auf andere zeigt, den treffen 4 eigene selbst. Längst schon hätte der "gute" Westen Stärke zeigen können und Putin in die Schranken weisen können. Selensky muss um alles betteln. Wer ist hier der eigentliche Putinfreund? Diese verlogene US Regierung, diese verlogene Ampelregierung diese verlogene EU!


2
 
 golden 11. September 2023 
 

Ein Mann, der zeigt,dass politisches Denken lohnt,

nicht ungehobelte Dummheit und Faktenignoranz...
Gott ist Herr der Geschichte und sein Gericht ist nahe,innerhistorisch (Schiller) und am Ende...+


4
 

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