Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. Wir können NICHT schweigen!
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Junge US-Priester bezeichnen sich als theologisch konservativ

16. November 2023 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Studie: Keiner der nach 2020 geweihten Priester wähne sich als "sehr progressiv", mehr als die Hälfte (52 Prozent) hingegen auf der konservativen Seite der Skala und 44 Prozent als "moderat".


Washington (kath.net/KAP) Jüngere Priester in den USA sehen sich selbst weit eher als theologisch konservativ als ihre älteren Berufskollegen. Das geht aus einer groß angelegten Studie hervor, deren Ergebnisse die Catholic University of America in Washington diese Woche präsentiert hat. Keiner der nach 2020 geweihten Priester wähne sich als "sehr progressiv", mehr als die Hälfte (52 Prozent) hingegen auf der konservativen Seite der Skala und 44 Prozent als "moderat", erklärte Studienleiter Stephen White. Insgesamt seien die US-Priester in den vergangenen Jahrzehnten "theologisch einheitlicher, politisch gemäßigter sowie ethnisch vielfältiger" geworden.

Die Studie stützt sich auf die größte Umfrage unter katholischen Priestern seit 50 Jahren. An der im Vorjahr durchgeführten "National study of catholic priests" nahmen 3.516 der insgesamt rund 10.000 Priester in den Vereinigten Staaten teil, und zwar aus 191 Diözesen und Eparchien, wobei alle Altersgruppen der katholischen Geistlichen vertreten waren. Auch ausführliche Interviews mit über 100 Priestern sowie eine Umfrage unter 131 US-Bischöfen flossen ins Ergebnis ein.


Hinsichtlich der Selbsteinschätzung wies Studienleiter White darauf, dass sich nicht nur die Einstellungen der Priester, sondern auch Begrifflichkeiten gewandelt hätten. Zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) hätte Joseph Ratzinger - der spätere Papst Benedikt XVI. - durchaus als progressiven Reformator im Verhältnis zu seinem Umfeld gegolten. Jahrzehnte später wäre er mit derselben Einstellung völlig anders beschrieben worden. Interessant sei, dass gerade die jüngsten Priester - obwohl mehrheitlich konservativ - hohe Loyalität gegenüber Papst Franziskus verspürten. Dies gelte, obwohl Franziskus als liberaler als seine Vorgänger angesehen werde, berichtete Studienleiter White.

Spezielles Augenmerk legte die Studie auch auf das Thema sexueller Missbrauch durch Geistliche und die dadurch verursachte Krise, die in den USA bereits im Jahr 2002 ausbrach. 71 Prozent der befragten Priester gaben an, mindestens ein Opfer zu kennen, 11 Prozent sogar fünf oder mehr. 54 Prozent gaben an, sie würden ein Missbrauchsopfer seelsorglich betreuen. 9 Prozent sagten, sie hätten während ihrer Priesterausbildung oder ihres Priesterseminars persönlich sexuelle Belästigung oder Missbrauch oder sexuelles Fehlverhalten erlitten.

Insgesamt zeigte sich unter den katholischen US-Priestern eine hohe Zufriedenheit mit ihrem Beruf: Nur 4 Prozent würden darüber nachdenken, das Amt zu verlassen, geht aus den ermittelten Daten hervor. Der Grad des Vertrauens, das Priester ihren jeweiligen Bischöfen entgegenbrachten, variierte in den Diözesen stark und reichte von 100 bis 9 Prozent. Allgemein würden Priester laut den Forschern vor allem jenen Bischöfen vertrauen, die ihre theologischen und politischen Ansichten teilten.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  3. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  4. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  5. Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizieren
  6. Du bist eingeladen – mit deinem ganzen Leben
  7. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  8. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  9. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  10. 'Tatsächlich Gott'
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  13. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  14. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  15. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz