Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

Bischof von Lourdes ringt mit Entscheidung über Kunst des missbrauchsverdächtigen Pater Rupnik

9. Februar 2024 in Weltkirche, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Micas: „Wir haben Briefe erhalten, Briefe, stapelweise Briefe –Leute [schreiben], die sehr wütend sind, weil die Mosaike immer noch da sind, und andere Leute [schreiben], die sehr wütend waren über die Idee, dass wir sie entfernen könnten.“


Lourdes (kath.net/pl) „Das beschäftigt mich jeden Tag in meinen Gedanken, in meinem Gebet und in meinem Herzen, besonders wenn ich Missbrauchsopfer treffe.“ Die Entscheidung sei für ihn „sehr schwer“, „aber ich muss es schaffen“. Das erläuterte Jean-Marc Micas, Bischof von Tarbes und Lourdes, gegenüber der „Catholic News Agency“. Er hoffe, dass die Entscheidung im kommenden Frühjahr gefällt werde. Es geht um die dominant sichtbare Mosaikkunst von Pater Marco Rupnik, der stark unter glaubhaft wirkenden Missbrauchsvorwürfen steht und deshalb bereits 2023 vom Jesuitenorden ausgeschlossen wurde.

Der Bischof erzählte von den Erfahrungen einer Engländerin, die über Jahre hinweg als Freiwillige in Lourdes gedient und den Kranken geholfen hatte, die sich in den Bädern auf der Suche nach Heilung waschen wollten. Diese habe ihn dazu inspiriert wurde, eine Kommission zu gründen. Denn sie habe ihm erzählt, dass sie „viele, viele Frauen getroffen“ habe, die in Lourdes bei der Muttergottes von der Unbefleckten Empfängnis um besondere Heilung nach Missbrauch zu erbitten. Diese Frau habe ihm die Architektur der Basilika folgendermaßen beschrieben: Der große Eingang mit dem beiden geschwungenen Rampen seitlich des Rosenkranzplatzes sollen eigentlich dazu dienen, die Arme Mariens zu vermitteln, die ihre Kinder umarme – doch jetzt seien diese Arme für sie und für Missbrauchsopfer „nicht die Arme der Unbefleckten Empfängnis. Es sind die Arme von Pater Rupnik“.


Dem Priester und Künstler Marco Rupnik (Archivfoto) wird spiritueller, psychischer und sexueller Missbrauch von Ordensschwestern vorgeworfen. Im vergangenen Juni wurde er aus den Jesuiten entlassen, und der Vatikan hat angekündigt, dass Rupnik wegen der Missbrauchsvorwürfe vor einem kanonischen Verfahren stehen wird, nachdem Papst Franziskus beschlossen hatte, die Verjährungsfrist für die Ansprüche aufzuheben. Auch die Schwesterngemeinschaft, die mit Rupnik verbunden gewesen war, hat der Vatikan aufgelöst. Rupnik und seine Künstlerwerkstatt hat Projekte für mehr als 200 liturgische Räume auf der ganzen Welt realisiert, darunter Fatima, den Vatikan, den Johannes-Paul-II-Schrein in Washington, D.C. und das Grab des hl. Pater Pio.

Bischof Micas ist sich bewusst, dass viele andere katholische Heiligtümer und Kirchen, die ebenfalls Rupnik-Mosaike haben, möglicherweise nach Lourdes schauen, um zu sehen, was er beschließt – dies macht seine Entscheidung keineswegs leichter. Doch er betont, dass seine Entscheidung nur für Lourdes getroffen werde und nicht auf andere Orte übertragen werden könne.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  13. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  14. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz